Sinus Floor Elevation – Avoiding Pitfalls Using Cone-Beam CT

Y. Nosaka, Quintessence Publishing, London 2014, ISBN 978-1-85097-265-5, 1st edition, Hardcover, 106 Seiten, 806 Abb. (farbig), 88,00 Euro

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Y. Nosaka, Quintessence Publishing, London 2014, ISBN 978-1-85097-265-5, 1st edition, Hardcover, 106 Seiten, 806 Abb. (farbig), 88,00 Euro

Die Sinusbodenelevation gehört schon seit einiger Zeit zu den Standardeingriffen in der Implantologie. Dennoch kommt es auch hier nicht selten zu Problemen. Dr. Yasuhiro Nosaka aus der Zahnklinik in Osaka hat sich dieser Thematik in seinem sehr klar gegliederten und mit exzellenten Bildern versehenen Buch in hervorragender Weise angenommen.

In einer kurzen Einführung geht er auf die Anatomie der Kieferhöhle und ihre membranöse Auskleidung ein. Es folgt ein sehr ausführliches Kapitel zur offenen Sinusbodenelevation mit Zugang über die laterale Kieferhöhlenwand. Es gelingt ihm hier zu zeigen, dass eine präoperative Diagnostik mit dem cone-beam CT in vielen Fällen unverzichtbar ist, wenn man versteckte apikale Prozesse und versteckte Zysten finden will, die auf der zweidimensionalen Aufnahme und insbesondere dem Zahnfilm verborgen bleiben. Solche Befunde können die Ursache des vollständigen Misserfolgs einer Sinusboden-elevation sein.

Anhand von gestochen scharfen Bildern des Operationssitus, dem immer die entsprechenden cone-beam CT-Darstellungen angefügt sind, geht er dann auf die verschiedenen Aufbautechniken mit Knochenersatzmaterial oder Knochentransplantaten ein. Interessanterweise verwendet er entweder ausschließlich ?-Trikalziumphosphat oder nur reinen Knochen, da er der Ansicht ist, dass die Mineralpartikel im Gemisch mit Knochen für ein verzögertes Durchwachsen des Knochens mit Gefäßen verantwortlich wären.

Es gelangen die verdickte Schneidersche Membran, eine radikuläre Zyste,
eine Schleimhautretentionszyste sowie eine Sinusitis maxillaris im cone-beam CT zur Darstellung. Es folgt der eigentliche operative Ablauf, in dem jedoch auch auf komplizierte anatomische Varianten wie Sinussepten eingegangen wird. Schließlich stellt er zwei- und dreidimensionale Bilder nach Implantation und in exzellenter Weise auch ein bis zwei Jahre nach Integration des Implantates dar.

Im Text geht er dann auf spezielle Tricks bei der Operation ein, die ein frühes Freiliegen des Augmentates verhindern sollen. Er beschreibt auch das Abdecken des Zugangs über die seitliche Kieferhöhlenwand entweder mit einer Membran oder mit einem Titan-Mesh. Darüber hinaus gibt er Hinweise, wie mit Komplikationen umzugehen ist. Immer wieder stehen sogenannte „Key Points“ an strategisch wichtigen Stellen im Text, sodass der Leser kurz und knapp die wichtigsten Botschaften herausfiltern kann.

Zur Abrundung des Buches beschreibt der Autor noch den internen Sinuslift, auch hier unter strikter CB-CT-Kontrolle. Er geht dabei auch auf größere Probleme, beispielsweise das Verschwinden eines Implantates in der Kieferhöhle, ein und gibt Hinweise, wie sich dies vermeiden lässt. Zusammenfassend sieht er durchaus eine Indikation für den internen Sinuslift, hält aber dennoch den offenen Zugang von lateral für die besser kontrollierbare Methode.

Aufgrund seines hohen praktischen Nutzwertes, der exzellenten Ausstattung und des guten Preis-Leistungs-Verhältnisses halte ich das Buch besonders für den noch nicht sehr weit fortgeschrittenen implantologisch tätigen Kollegen für äußerst nützlich.

A. Hemprich, Leipzig


(Stand: 10.06.2015)

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