Erfolgreiches Frühjahrssymposium des Landesverbandes Bayern im DGI e.V.

International renommierte Referenten beim bayerischen Implantologentag

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Am 24. und 25. April 2015 fand im Maritim Hotel in Nürnberg das Frühjahrssymposium des Landesverbandes Bayern im DGI e.V. statt, der bayerische Implantologietag – die jährliche Hauptveranstaltung in diesem Bundesland. Diese hat sich inzwischen fest etabliert und ist aus dem implantologischen Fortbildungskalender nicht mehr wegzudenken. Entsprechend konnte der Vorsitzende Dr. Friedemann Petschelt mehr als 270 Teilnehmer begrüßen.

Die gelungene und lehrreiche Fortbildung bekam von den Teilnehmern durchweg eine positive Resonanz. Auch die unterstützenden Firmen waren zufrieden und sprachen von guten und nützlichen Gesprächen. Die Veranstaltung startete am Freitagnachmittag mit vier Industrieworkshops, die allesamt ausgebucht waren. Die Firmen Dentsply Implants, Straumann, botiss biomaterials und Jeder GmbH trafen mit ihren Themen und Referenten den Puls der Zeit – ein guter Einstieg.

Der Landesverband Bayern trägt der Forderung nach speziell ausgebildeten Mitarbeitern Rechnung und veranstaltet eine curriculäre Fortbildungsreihe für das Assistenzpersonal mit sechs Wochenendkursen und einer Prüfung zur Zahnmedizinischen Fachhelferin für Implantologie und Implantatprothetik (ZMFI). Integriert in dieses Curriculum ist die Ausbildung zur anerkannten Sterilgutassistentin. Eine neue Kursserie wurde im Juli 2015 gestartet.

Bei der Get-together-Party mit Live-Musik der Jump5 Band konnte Dr. Petschelt mit den Prüfern Dr. Zimmermann und Dr. Hecht den 14 Absolventinnen des aktuellen ZMFI-Curriculums in gebührendem Rahmen das Zertifikat überreichen, das den erfolgreichen Abschluss testiert.

Am Samstagvormittag setzte der international renommierte Spezialist Dr. Ueli Grunder aus der Schweiz gleich im ersten Referat Maßstäbe. Sein gut gegliederter, lebhaft gestalteter Vortrag begeisterte das Auditorium. Dr. Grunder steht mit seiner langjährigen Erfahrung für dauerhafte ästhetische implantologische Ergebnisse. Sein Konzept mit der notwendigen Augmentation von Knochen überzeugte alle. Beweisen konnte er dies mit der Vorstellung von Filmen, in denen Patientenfälle über Jahrzehnte hinweg dokumentiert wurden.

Das zweite Referat hielt der am weitesten angereiste Gast: Peter Moy ist Professor of Clinical Dentistry, Oral and Maxillofacial Surgery an der School of Dentistry der University of California in Los Angeles (UCLA) und Direktor des UCLA Dental Implant Centers. Er reiste exklusiv für diesen bayerischen Implantologietag nach Nürnberg und sprach über den Einsatz von objektiven Messmöglichkeiten mit Magnetfeldresonanz und dem Osstell Gerät. Nur mithilfe dieser Werte sei, so Prof. Moy, eine eindeutige, nicht beeinflussbare Beurteilung über den Osseointegrationszustand der Implantate möglich. Gerade bei der immer mehr aufkommenden Sofortversorgung würden somit Entscheidungen über den weiteren Therapieverlauf einer Implantatbehandlung erleichtert. Prof. Moy betonte, dass sehr gute ISQ-Werte ein Immediate Loading ohne Einschränkung der Prognose rechtfertigen würden.

Nach der Mittagspause ging es mit Prof. Dr. Johannes Kleinheinz von der Universität Münster spannend weiter. Seine hervorragenden Studien über die Gefäßversorgungen in der Mundhöhle sollten sich alle zahnärztlich Tätigen, nicht nur die Implantologen, ständig vor Augen führen. In der zahnärztlichen Chirurgie bzw. der Implantologie können diese Ergebnisse beispielsweise die Schnittführung entscheidend beeinflussen. Als beste unter allen Lösungen ist der rein krestale Schnitt zu erwähnen, was Prof. Kleinheinz nachvollziehbar belegen konnte.

Anschließend kamen drei innovative bayerische Kollegen in Kurzreferaten zu Wort. Zuerst präsentierte der Kieferorthopäde Dr. Martin Müller, Lauf, interessante kieferorthopädisch-implantologische Fälle, Dr. Jochen Mellinghoff, Ulm, präsentierte den aktuellen Stand der Zirkonimplantate und Zahntechnikermeister Gerhard Stachulla, Affing, unternahm mit den Teilnehmern einen Streifzug durch die implantologischen Navigationssysteme mit ihren Vorzügen und Nachteilen.

Ein weiteres Highlight setzte Prof. Dr. Anton Sculean von der Universität Bern als Implantologe und Parodontologe. Die Präsentation seiner spektakulären Fälle einer dauerhaften, langzeitstabilen Deckung ausgeprägter Rezessionen an Zähnen ließ alle auch am späten Nachmittag aufhorchen. Er favorisiert die zum Teil sensible Tunneltechnik mit Bindegewebstransplantaten. Dabei konnte er auch Fälle mit Deckungen von freiliegenden Gewindegängen an Implantaten zeigen.

Da für Diskussionen ausreichend Zeit eingeplant worden war, kamen auch die Teilnehmer mit vielen Diskussionsbeiträgen und Fragen zu Wort, und die hochkarätigen Referenten standen ihnen ausführlich Rede und Antwort – ein Indiz für den direkten Nutzen der Vorträge und das Interesse der Teilnehmer.

Am Ende der Veranstaltung konnte Dr. Petschelt zufrieden auf eine erfolgreiche Tagung in angenehmer Atmosphäre zurückblicken. Sein Dank galt nicht nur den Teilnehmern und Referenten, sondern auch den aufmerksamen Teams des Maritim Hotels sowie der Youvivo GmbH und vor allem Beate Graf, der Sekretärin des Landesverbandes.

Das nächste bayerische Frühjahrssymposium findet am 22./23.April 2016 in München-Unterschleißheim statt.

Landesverband Bayern im DGI e.V.


(Stand: 08.09.2015)

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