Evolution

PDF

Mit dem Werk „Evolution“, welches den Untertitel trägt „Aktuelle Konzepte für Einzelzahnimplantate im Frontzahnbereich“ haben die Autoren Gamborena und Blatz ein eindrucksvolles Bilderwerk vorgelegt, das mit Akribie unter chirurgischen und restaurativen Gesichtspunkten auch kleinste Details anspricht und dokumentiert, die zur ästhetischen Versorgung mit Einzelimplantaten im Frontzahnbereich zu bedenken und umzusetzen sind. Zwar werden diese intensiv ausgeloteten Details am Beispiel von Implantaten der Nobel Biocare-Reihe dargestellt, die Autoren betonen jedoch, dass die gezeigten Ergebnisse auch mit anderen Implantaten umzusetzen sind, wenn die Prinzipien der Hart- und Weichgewebsintegration, die adäquate Implantatauswahl, die korrekte Implantationstechnik und das unabdingbare von Anfang an begleitende Weichgewebsmanagement und optimierte restaurative Behandlungskonzepte beachtet werden.

Die Umsetzung dieser Konzepte dokumentieren hervorragende Bildserien, die den klinischen Behandlungsablauf und die labortechnischen Belange bis zur digitalen Farbauswahl und der Fluoreszenzangleichung mit den Nachbarzähnen beschreiben. Einzelne kurze Einführungskapitel zu den verschiedenen Themenblöcken werden jeweils mit Literatur bis 2014 belegt, was bei einem solchen Gesamtwerk eine sehr zeitnahe Berücksichtigung des aktuellen Wissenstandes darstellt. Zwar fehlen an einigen Stellen Literaturverweise, beispielsweise zu Knochentransplantaten und dem Einsatz von Knochenproteinen sowie zum verantwortungsvollen Einsatz von DVT oder CT im Zusammenhang mit der Bestimmung von Schleimhautdicken, was unter Strahlenschutzaspekten kritisch zu beleuchten wäre. Andererseits finden sich neue Ideen zur Formgebung von Gingivaformen, die hier eher reduziert bis stark reduziert im Durchmesser zum Einsatz kommen, um den von den Autoren immer geforderten Bindegewebstransplantaten ausreichend Raum zur Volumenausbreitung zu geben. Die Ergebnisse sehen überzeugend aus, Langzeitdaten bleiben jedoch abzuwarten.

Nimmt man das Buch erstmalig zur Hand, gewinnt man den Eindruck eines Designobjektes mit einem hohen Anspruch an Ästhetik, der sich dann auch konsequent mit hervorragenden Bildqualitäten und Schemazeichnungen bei höchster Druckqualität des Quintessenz-Verlages bis zum Schluss durchzieht. Die deutsche Übersetzung des 2014 erschienen englischen Originals ist durchweg gelungen, auch wenn niemand eine „Alveolentransplantation“ durchführen wird, sondern allenfalls Alveolen augmentieren möchte. Für jeden, der sich mit den vielfältigen Aspekten der implantatgestützten ästhetischen Restauration im Frontzahnbereich auseinandersetzt, ist dieses Buch nachdrücklich zu empfehlen. Er wird es sicherlich immer wieder gerne zur Hand nehmen, um zu lesen oder nur zu blättern, wobei sich dann eventuell der hohe Anschaffungspreis relativiert.


(Stand: 14.09.2016)

DGI Nachrichten aktuell

In Memoriam an Karl-Ludwig Ackermann. Ein Nachruf von Prof. Dr. Günter Dhom und Gedenken an einen ganz „Großen“ der Zahnmedizin. 

zum Nachruf an Dr. Ackermann

Aktuelle Ausgabe 3/2020

Im Fokus

  • Kippkonus-Abutment
  • Statine und Bisphosphonate
  • Teleskopierende Hypridbrücke

FORTBILDUNGSANGEBOTE DGI

Die DGI bietet ein umfassendes und überregionales Fortbildungsangebot an. 

WERDEN SIE AUTOR

Sie haben ein spannendes Thema aus dem Bereich der Implantologie und würden gerne einen Artikel dazu in der ZZI veröffentlichen? Dann nutzen Sie unseren Editorial Manager und reichen Sie ihr Manuskript direkt bei uns ein.

Manuskript einreichen