Fachsprache Medizin im Schnellkurs. Für Studium und Berufspraxis

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Die klinische Tätigkeit sollte mit einer präzisen Verwendung der (zahn)medizinischen Terminologie einhergehen. Denn wer Fachbegriffe ungenau verwendet oder schlampig verfasste Manuskripte an Fachzeitschriften schickt, der wird mit der Ausgangshypothese bestraft, dass er wahrscheinlich auch nachlässig am Patienten arbeitet. Da Studenten (Hinweis: Das Wort wird hier linguistisch korrekt als Genus [grammatisches Geschlecht] und nicht als Sexus [biologisches Geschlecht] verwendet.) mit Lateinkenntnissen immer rarer und zugleich Kenntnisse des medizinischen Englisch immer wichtiger werden, ist das hier besprochene Buch „die“ Quelle, um, wie der Verlagstext treffend formuliert, die „medizinische Fachsprache in Eigenregie sicher und kurzweilig“ zu lernen.

Das mittlerweile in der 4. überar-beiteten Auflage (1. Auflage: 2000) vorliegende Lehrbuch, dessen Inhalte durch aus dem Netz herunterladbares Übungsmaterial ergänzt werden können, besticht durch ein studentensicheres (die Steigerungsform von „narrensicheres“) Konzept. Nach einem sehr lesenswerten einleitenden Teil über die „Prinzipien der Fachsprache“ werden in 9 Kapiteln die „Grundbegriffe der Fachsprache“ erläutert. Klar definierte Lernziele und viele Übungen, deren Lösungen nicht verschwiegen werden, sowie viele Tabellen und Abbildungen stellen sicher, dass man die gelehrten Inhalte ohne Mühe verinnerlicht. Ein zusätzlicher Schwerpunkt liegt in der Vermittlung der korrekten englischen (genauer: amerikanischen) Fachterminologie.

In dem sich anschließenden dritten Teil „Praxis der Fachsprache“ kann der Leser in 8 Fachtexten (mit Fragen zum Text) seine erworbenen Kenntnisse prüfen. Ein hilfreicher Anhang mit Literaturempfehlungen, diversen Indizes (Bindeformen, Präfixe, Suffixe, Abkürzungen und Akronyme, Arzneimittelklassen, medizinische Fachgebiete) und ein 14-seitiges Sachverzeichnis beschließen das Werk des an der Universität Köln lehrenden Autors.

Ein Wunsch für die 5. Auflage besteht in der Ergänzung des Textes um zwei, drei Seiten, in denen (in Kapitel 8: Gastrointestinales System) auf die zahnbezogene Terminologie eingegangen wird. Auch die Erwähnung der Kiefergelenke (in Kapitel 4: Muskel- und Skelettsystem) ist erstrebenswert. Diese Erweiterungen kämen den Studenten der Zahnmedizin und der Humanmedizin gleichermaßen zugute. Erstere würden sich dadurch vermutlich noch zahlreicher für den Erwerb „des Karenbergs“ entschließen (obwohl es bei dem Preis nicht viel zu überlegen gibt), während sich Letzteren die Möglichkeit böte, sich einmal mit der Terminologie der Strukturen und Bereiche vertraut zu machen, für die Zahnärzte zuständig sind. Diese Umsetzung sollte dem Autor leichtfallen, denn er ist in der Zahnmedizin kein Unbekannter: Sein (inzwischen vergriffenes Werk) „Medizinische Terminologie für Studierende der Zahnheilkunde“ (Shaker Verlag, Aachen 2002) wurde bereits vor 15 Jahren von dem Rezensenten in dieser Zeitschrift besprochen (Dtsch Zahnärztl Z 2002; 57: 352). Finis recensionis.


(Stand: 08.09.2017)

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