Multidisziplinärer Erhalt eines Zahns als temporärer Brückenpfeiler

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Im vorliegenden Fall wurde für Zahn 24 eine kombinierte Paro-Endo-Läsion diagnostiziert. Nach einer Revision der Wurzelkanalfüllung von Zahn 24 folgte eine topische und systematische Parodontaltherapie. Zusätzlich wurden Implantate an den Positionen 25 und 26 geplant.

Offenes Debridement und WSR

Die Belagentfernung an der verbleibenden Wurzeloberfläche von Zahn 24 wurde aufgrund seiner präzisen und schonenden Arbeitsweise mit einem piezochirurgischen Gerät (Piezomed und Aufsatz S1, W&H) (Abb. 1) durchgeführt. Für den Erhalt des Zahns war eine sorgfältige Belagentfernung ohne zu großen Druck notwendig. Mit dem gleichen Instrument wurde eine Wurzelspitzenresektion vorgenommen.

Vor der Platzierung der Implantate kam das Piezomed erneut zum Einsatz: Mithilfe des Geräts wurde infiziertes Gewebe vom Alveolarknochen im Implantationsbereich und um die Pfeilerzähne entfernt. Die Implantatbetten wurden mit rotierenden Instrumenten in einem Winkelstück mit einem Übersetzungsverhältnis von 20:1 (WS-75 L, W&H) und einem gerade aktualisierten leistungsstarken Implantologiemotor (Implantmed, W&H) präpariert. Das Übersetzungsverhältnis und das hohe Drehmoment des Implantologiemotors ermöglichen die Implantatlagerpräparation, das Eindrehen des Implantats und das Gewindeschneiden bei geringer Geschwindigkeit.

Sinuslift und Platzierung der Implantate

Die Abschlusspräparation am Sinus wurde mit einem piezochirurgischen Instrument (Piezomed S2, W&H) durchgeführt. Vor der Platzierung der Implantate wurde der interne Sinusboden mit xenogenem Knochenersatzmaterial augmentiert. Dann wurden die Implantate (3,75 mm Durchmesser; 8,0 mm Länge) mit dem Implantologiemotor eingesetzt (Abb. 2). Die Knochendefekte um die Implantate und Zähne wurden im Sinne einer gesteuerten Knochenregeneration augmentiert und die Eingriffsstelle wurde mit resorbierbarem 5–0-Nahtmaterial vernäht.

Gezielter Geräteeinsatz

Der kombinierte Einsatz eines piezochirurgischen Systems (Piezomed, W&H) und eines rotierenden Implantologiemotors (Implantmed, W&H) beim selben Eingriff erwies sich als unproblematisch. Die Programmierung und Bedienung beider Geräte gelingt mit flachen Lernkurven. Die neue kabellose Fußsteuerung steuert beide Geräte selektiv durch einfache Pedalnutzung und kann bequem an einem Bügel bewegt werden. All diese Merkmale zusammen erlauben dem Operateur, sich auf den Eingriff und vor allem auf den Patienten zu konzentrieren.

Finden Sie den kompletten Fallbericht sowie das Literaturverzeichnis unter zm-online.de oder scannen Sie den nebenstehenden QR-Code.

Mehr Infos zu Piezomed und Implantmed erhalten Sie unter www.wh.com.

Bericht der Firma W&H

Berichterstattung: Jenny Hoffmann, Köln

Die Rubrik „Bericht der Industrie“ enthält Beiträge, die auf Unternehmensinformationen basieren. Einzelne Beiträge sind ganz oder teilweise von einem Unternehmen gesponsert und separat gekennzeichnet. Diese Rubrik erscheint außerhalb der Verantwortung der Schriftleitung der ZZI – Zeitschrift für Zahnärztliche Implantologie.

 

 

 


(Stand: 08.09.2017)

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