Intravenöse Sedierung

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Die Grundlagen der intravenösen Sedierung und der Umgang mit Zwischenfällen und Notfällen stehen im Mittelpunkt eines Tageskurses im neuen Fortbildungsformat DGI-SPEZIAL, das kompakt an einem Tag aktuelles Wissen und einen Überblick über aktuelle Themen vermittelt. Am 17. November vermitteln Expertinnen und Experten von der Universitätsklinik Frankfurt/Main das erforderliche Knowhow zum Thema intravenöse Sedierung, begleitet von Hands-on-Übungen am Simulator.

Für viele Patientinnen und Patienten ist eine zahnmedizinische Behandlung – trotz Lokalanästhesie – mit Stress und Angst verbunden. Dann kann eine sogenannte Analgosedierung sinnvoll sein – eine medikamentöse Schmerzausschaltung bei gleichzeitiger Beruhigung bzw. Dämpfung des Bewusstseins.

Im Bereich der Zahnmedizin kommen zur Sedierung verschiedene Verfahren zum Einsatz, die in Kombination mit der Lokalanästhesie eingesetzt werden können. Vor allem Menschen mit ausgeprägten Ängsten oder Phobien profitieren von dieser Behandlung. Eine weitere Indikation kann die Behandlung von Menschen mit geistigen oder körperlichen Behinderungen sein oder wenn Patienten unter einen ausgeprägten Würgereiz leiden.

In der Zahnmedizin genügt eine leichte bis moderate Sedierung. Anders als bei der Allgemeinanästhesie, die immer in Zusammenarbeit mit einem Anästhesisten durchgeführt wird, ist eine Bewusstlosigkeit des Patienten bei der Sedierung nicht erwünscht. Bei zahnärztlichen Eingriffen genügt eine minimale bis moderate Sedierung. Der Patient atmet selbst und reagiert auf äußere verbale und taktile Reize.

Zur Sedierung werden in der Zahnmedizin kurzwirksame Benzodiazepine eingesetzt, die eine schlaffördernde, beruhigende und angstlösende Wirkung haben. Ein entsprechend qualifizierter Zahnmediziner kann so einen Patienten leicht bis moderat sedieren, um Angst und Stress zu mindern.

Ein intravenöse Sedierung ist gut steuerbar. Die Sedierung über die Vene lässt sich, anders als mit oralen Sedativa, sehr gut titrieren und an die Bedürfnisse des Patienten anpassen. Die Injektion erfolgt schrittweise in kleinen Dosen bis zum erwünschten Sedierungsgrad. Dieses Vorgehen erlaubt eine gute Steuerung der Sedierung bei gleichzeitiger Sicherheit.

Gleichwohl kann es zu Nebenwirkungen kommen und auch Notfälle sind möglich. Im DGI-SPEZIAL-Tageskurs „Sedierung und Notfall-Management in der implantologischen Praxis“ lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die Grundlagen für den Umgang mit der intravenösen Sedierung, aber auch den Umgang mit Zwischenfällen oder sogar Notfällen.

Das Team der Poliklinik für Zahnärztliche Chirurgie bietet den Kurs in Kooperation mit dem „FINEST – Frankfurter Interdisziplinäres Simulationstraining“ an.

Barbara Ritzert, Pöcking

 

 

 


(Stand: 17.09.2018)

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