Implantologie-Starter-Tag

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Hands-on-Kurs von DGI, DGÄZ und Dentista beim Dental Summer

 

Bereits zum dritten Mal fand beim diesjährigen Dental Summer Ende Juni in Timmendorf das beliebteTages-Seminar von DGI, DGÄZ und Dentista für Implantologie-Einsteiger statt – es war erneut binnen kurzer Zeit ausgebucht.

 

Das Programmpaket der Veranstalter DGÄZ, DGI und Dentista bietet kompakte, praxisrelevante Informationen zum Thema Ästhetik und Funktion. Die Referierenden gaben wichtige Tipps zum Start in die Implantologie, beleuchteten rechtliche Aspekte für angestellte implantierende Zahnärztinnen und Zahnärzte und beschrieben die Bedeutung der positiven Kommunikation für den Behandlungserfolg.

 

Wichtige Basics. Den Einstieg in die Veranstaltung „My First Implant“ gab Dr. Karl-Ludwig Ackermann (Filderstadt), Vorstandsmitglied der DGI. In seinem Vortrag zur Einführung in die Implantologie stellte er zunächst die Techniken Wax-up, Set-up und Mock-up im Rahmen des Backwardplannings vor, bei dem das Behandlungsziel den therapeutischen Weg bestimmt. Anschließend präsentierte Dr. Ackermann die SAC-Klassifikation als Basis der Diagnostik und der daraus abgeleiteten Planung und Therapie sowie zur Beurteilung des Behandlungsrisikos. Anhand von dokumentierten Praxisbeispielen implantologischer Versorgungen veranschaulichte er verschiedene Spezialfälle und wies auf die jeweils zu beachtenden Besonderheiten hin.

Im Anschluss referierte RA Carsten Wiedey (Hamburg), Beirat Rechtsfragen bei Dentista, zum Thema „Implantologie als angestellte Zahnärztin“. Dazu hatte er sich im Vorfeld rund 20 Fragen überlegt, auf die er in seinem Vortrag rechtlich fundierte Antworten lieferte. Was dürfen angestellte Zahnärzte im Rahmen der Therapiefreiheit angesichts der Weisungsgebundenheit überhaupt selbst entscheiden? Darf vom Praxiskonzept abgewichen werden, und wer haftet dann, wenn etwas schiefgeht? In Hinblick auf die letzte Frage legte RA Wiedey den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ans Herz, in jedem Fall selbst eine eigene Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen, um eine direkte Übersicht über den Umfang der Absicherung zu haben. Außerdem wies er auf die Bedeutung einer dokumentierten Aufklärung hin, damit diese im Zweifelsfall beweisbar ist.

 

Augmentation. Schwerpunktthema seitens der DGÄZ war die Augmentation, die bei entsprechenden Voraussetzungen sowohl ästhetisch als auch hinsichtlich der Funktion deutlichen Einfluss auf ein zufriedenstellendes Behandlungsergebnis haben kann. PD Dr. Jonas Lorenz (Frankfurt) vermittelte viele Basiskenntnisse rund um Augmentate und stellte die Ziele, Limitationen und Indikationen der lokalen augmentativen Verfahren vor, etwa die Socket/Ridge Preservation und die Guided Bone Regeneration. Zudem gab er den Teilnehmenden Übersichten für die vorgestellten Verfahren an die Hand und präsentierte Fallbeispiele mit Hinweisen auf die zu beachtenden Besonderheiten. Hinsichtlich der ersten Augmentation gab Dr. Lorenz wichtige Tipps für die Patientenselektion, die Auswahl der Indikation und zur Verwendung von Hilfsmitteln.

Wie sehr Entspannung und positive Kommunikation den Behandlungserfolg beeinflussen, machte Dr. Dr. Anette Strunz (Berlin) als Referentin des Dentista e.V. deutlich: Als Behandler könne und müsse man zum Angstabbau beitragen und den Patienten dabei helfen, zu entspannen. Dadurch könne eine bessere Wundheilung erzielt werden, da der postoperative Verlauf auch damit zu tun habe, wie sich der Patient vor und während einer Implantation fühlt.

Die Referentin plädierte dafür, alle fünf Sinneskanäle in der Zahnarztpraxis zu bedienen, da neben der verbalen Kommunikation auch nonverbale Faktoren wie Ambiente, Geruch und Geräusche eine wesentliche Rolle spielten. So könne man durch viele kleine, aber elementare Feinheiten in der Praxis dafür sorgen, dass die Patienten sich wohl fühlen und der Heilungserfolg optimiert wird.

 

Hands-on beliebt. Im Mittelpunkt des Kurstages stand der in drei Teile untergliederte Hands-on-Part, bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer — unterstützt von den Firmen Camlog und Geistlich — vieles ausprobieren konnten. An verschiedenen Stationen waren praktische Übungen in den Bereichen Prothetik, Chirurgie und Abdrucknahme möglich, etwa das Implantieren am Kiefermodell, die offene und geschlossene Abdrucknahme und Augmentationen.

Aufgrund des großen Interesses wird die DGI ihre Präsenz auf dem Dental Summer im kommenden Jahr deutlich ausbauen. Angeboten wird ein ganztägiges Programm mit renommierten Referentinnen und Referenten, ergänzt durch zwei Workshops.

 

Amelie Stöber/Barbara Ritzert

 

 

 


(Stand: 18.09.2019)

Die beiden Ausgaben der Kongresszeitung SPECTATOR CONGRESS zur DGI-Jahrestagung 2019 bietet einen umfassenden Ausblick auf das Implantologie-Event in Hamburg.

1. Ausgabe (September 2019)
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