Vorstandswahlen der DGI

Der Vorstand benennt zwei Kandidaten

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Schlüsselwörter: DGI DGI Mitgliederversammlung PD Dr. Dr. Eik Schiegnitz Prof. Dr. Stefan Wolfart Vorstandswahlen 2021

Im Rahmen der Mitgliederversammlung am Freitag, den 25.11.2021 in Wiesbaden, finden turnusgemäß Vorstandswahlen statt. Der

Vorstand der DGI hat für diese Wahlen den Wunsch der Mitgliederversammlung vom 30.11.2018 aufgegriffen, neue Vorstandskandidaten mit Zeitvorlauf vor der Wahl vorzustellen. „Aus Gründen der Fairness und Transparenz ist eine rechtzeitige Vorstellung möglicher Kandidaten wünschenswert“, betont das Gremium. Für das Amt des Schriftführers schlägt der Vorstand Prof. Dr. Stefan Wolfart (Aachen) vor. PD Dr. Dr. Eik Schiegnitz (Mainz) wird vom Vorstand für das Amt des Schatzmeisters vorgeschlagen.

Nachgefragt bei Prof. Dr. Stefan Wolfart (Aachen)

Seit wann sind Sie Mitglied der DGI – und wer oder was hat Sie zur Mitgliedschaft vor allem motiviert?

Als ich im Jahre 2007 mit dem DGI Curriculum Implantologie begonnen habe, bin ich natürlich gleich in die DGI eingetreten. Die Mischung aus dem Erlernen praktischer Fähigkeiten von Experten gemischt mit einer wissenschaftlichen Gesellschaft, die auch wissenschaftliche Projekte unterstützt und hochrangige wissenschaftliche Kongresse veranstaltet, hat mich damals als Oberarzt besonders gereizt.

Was ist/sind – Ihrer Meinung nach – die größte(n) Herausforderung(en) für die DGI in der kommenden Amtsperiode des Vorstands – und vielleicht auch noch darüber hinaus?

Eine sicherlich große Herausforderung ist, digitale Lehrformate im Bereich der Implantologie und Implantatprothetik weiter auszubauen und zu etablieren. Im wissenschaftlichen Bereich ist die Leitlinien-Arbeit weiter zu fördern, da diese ein optimales Werkzeug darstellt, die Qualität in der Implantologie und Implantatprothetik für den Praktiker zuverlässig zu verbessern und zu standardisieren.

Gibt es etwas, das Ihnen ganz besonders am Herzen liegt und das Sie in Ihrer zukünftigen Funktion als Schriftführer und allgemein als Vorstandsmitglied unbedingt anstoßen/umsetzen/intensivieren oder voranbringen wollen?

Mein Anliegen ist es, besonders den Brückenschlag zwischen Implantologie und Implantatprothetik weiter zu intensivieren und die Wünsche und die Lebensqualität unserer Patienten in den Mittelpunkt unserer Therapieplanung und unserer Konzepte zu stellen. 

Gibt es Entwicklungen in der Implantologie, egal ob fachlich oder „politisch“, die Sie kritisch sehen und die man beobachten bzw. verhindern sollte?

Es ist mir sehr wichtig, dass der Erhalt der Zähne, wo immer sinnvoll möglich, im Vordergrund unseres Handelns steht. Die Implantologie ist dabei eine wichtige Therapieoption, um im Falle von fehlenden Zähnen den Patientinnen und Patienten weiterzuhelfen und ihre Kaufunktion und mundbezogene Lebensqualität wieder herzustellen. Die Implantologie darf dabei allerdings niemals zum Selbstzweck werden.

Nachgefragt bei PD Dr. Dr.Eik Schiegnitz (Mainz)

Wann und wie haben Sie die DGI kennengelernt?

2011 war ich federführender Autor der Aktualisierung der S3-Leitlinie „Implantat-Versorgung zur oralen Rehabilitation im Zusammenhang mit Kopf-Hals-Bestrahlung“. Entsprechend intensiv habe ich mich wissenschaftlich und klinisch mit dem Thema Zahnimplantate und Risikopatienten beschäftigt. Im Rahmen meiner Forschung und auch bei verschiedensten Fortbildungen und Kongressen habe ich darüber hinaus die sehr positive Ausnahmestellung der DGI in Sachen Praxis und Wissenschaft im deutsch-sprachigen Implantatkosmos kennen und schätzen gelernt. Kurz: Von Beginn an habe ich die DGI als meine implantologische Heimat gesehen.

Was ist/sind – Ihrer Meinung nach – die größte(n) Herausforderung(en) für die DGI in der kommenden Amtsperiode des Vorstands – und vielleicht auch noch darüber hinaus?

Die Covid-19-Pandemie stellt aktuell für alle wissenschaftlichen Fachgesellschaften, die sich zu einem erheblichen Teil über Live-Kongresse und Fortbildungen finanzieren, eine enorme finanzielle Herausforderung dar. Zum einen durch die Absage von Live-Veranstaltungen und zum andern durch die hohe Planungsunsicherheit. Online-Formate können dies nur zum Teil ausgleichen. Daher ist hier umsichtiges und vorausschauendes Handeln notwendig. Jedoch müssen auch in diesen herausfordernden Zeiten essenzielle Mehrwerte für die DGI-Mitglieder geboten werden. Zudem muss die DGI für die „Next Generation“ der Implantologie die Fachgesellschaft erster Wahl sein. Hier gilt es attraktive, moderne Fortbildungs- und Netzwerkkonzepte zu gestalten. 

Gibt es etwas, das Ihnen ganz besonders am Herzen liegt und das Sie in Ihrer zukünftigen Funktion als Schatzmeister und allgemein als Vorstandsmitglied unbedingt anstoßen/umsetzen/intensivieren oder voranbringen wollen?

Die DGI ist aktuell durch das sehr konstruktive und kollegiale Wirken des bisherigen Vorstands in allen Themenbereichen hervorragend aufgestellt. Gerne würde ich die DGI weiter durch umsichtiges Handeln finanziell zukunftssicher gestalten. Zudem liegen mir die Themen Nachwuchsgewinnung, moderne Fortbildungskonzepte und Leitlinienarbeit sehr am Herzen. 

Gibt es Entwicklungen in der Implantologie, egal ob fachlich oder „politisch“, die Sie kritisch sehen und die man beobachten bzw. verhindern sollte?

Ein aktueller Trend, der auf allen Kongressen heiß diskutiert wird, sind Sofortkonzepte. Mit diesen lassen sich, bei richtiger Indikationsstellung und eigener klinischer Expertise, sehr gute ästhetische und funktionelle Langzeit-Ergebnisse erzielen. Jedoch sollte der Trend nicht zu „Sofort – also immer und jederzeit“ gehen. Die richtige Patienten- und Fallauswahl bleibt entscheidend. 


(Stand: 01.09.2021)

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In Memoriam an Karl-Ludwig Ackermann. Ein Nachruf von Prof. Dr. Günter Dhom und Gedenken an einen ganz „Großen“ der Zahnmedizin. 

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