36. DGI-Kongress: Hybrid und auf alles vorbereitet

DGI GmbH: Vorab-Anmeldungen übertreffen die letzten fünf DGI-Kongresse

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Der Termin ist Tradition: Am ersten Adventswochenende findet der Kongress der DGI statt: vom 24 bis 26. November in Hamburg. Schon jetzt überzeugt die Tagung mit einem guten Buchungsstand und einem Hybridkonzept, das flexibel auf die pandemischen Erfordernisse reagieren kann. „Wir freuen uns sehr über das große Interesse unserer Kolleginnen und Kollegen, das zeigt, dass wir mit dem Thema ,Biologie, unser Kompass in der Implantologie‘ richtig liegen“, erklären die Kongresspräsidenten Prof. Dr. Florian Beuer (Berlin) und Dr. Christian Hammächer (Aachen).

Bereits 2021 in Wiesbaden hat die DGI gute Erfahrungen mit einem Hybridkonzept gemacht. Nachdem es aufgrund der Pandemie 2020 in Mannheim einen reinen Online-Kongress gab, wurden in Wiesbaden sowohl Teilnehmer vor Ort zugelassen und ein großer Teil des Programms live gestreamt. Dieses Prinzip wird nun in diesem Jahr weiterverfolgt. Denn, das zeigten die Umfragen der DGI nach dem reinen Online-Kongress und dem Hybrid-Modell: Es gibt eine Zielgruppe, die auch außerhalb der pandemischen Lage auf die Streams zugreift. „Wir haben sehr viel positives Feedback für unsere virtuelle Plattform in den vergangenen zwei Jahren bekommen“, erklärt Holger Vogelmann, Geschäftsführer der DGI GmbH, die den Kongress ausrichtet.

Wesentliche Teile des Programms im Stream. In diesem Jahr bedeutet Hybrid, dass erneut wesentliche Teile des Programms vom 24. bis  26. November gestreamt werden sollen. Dazu gehören das komplette Programm aus dem Plenum 1 (wissenschaftliches Hauptprogramm), die Workshops der Sponsoren am Donnerstag sowie ausschnittsweise das Programm in Plenum 2. Der Vorteil des Hybridkonzepts? „Wir sind für ein Worst-Case-Szenario mit Corona vorbereitet und könnten komplett auf online umstellen“, sagt Vogelmann.

Zufrieden ist man bei der DGI GmbH auch mit dem Buchungsstand zum aktuellen Zeitpunkt, der die Kongresse der vergangenen fünf Jahre bereits übertroffen hat. Die Verantwortlichen ziehen auch eine positive Bilanz, was das Interesse der Teilnehmer betrifft, vor Ort in Hamburg wieder dabei zu sein. Denn nur rund zehn Prozent der Buchungen sind zum Redaktionsschluss ausschließlich für den Online-Kongress. Vogelmann: „Die Teilnehmer wollen nach Hamburg. Das ist einer der attraktivsten Kongressstandorte.“ In der Hansestadt hat die DGI traditionell immer die besten Buchungsraten. Gespannt darf man auf das renovierte Kongresszentrum sein, welches sich den DGI-Kongressteilnehmern präsentieren wird.

Vogelmann kann sich auch über ein gutes Feedback vonseiten der Industriepartner freuen, die während der Pandemie weiter an der Seite der DGI standen. Die Standnachfrage für die Kongress-begleitende Implant expo ist laut Vogelmann wieder einmal ausgesprochen gut. Dabei zeigt sich, dass gerade die Industrieausstellung ein Punkt der Jahrestagung ist, die man online nicht optimal abgebildet bekommt. „Das Prinzip einer Industrieausstellung ist nur mit der Kommunikation vor Ort an den Ständen umsetzbar“, sagt Vogelmann. Deshalb sind natürlich auch Aussteller positiv gestimmt aufgrund der guten Vorab-Anmeldungen für die Teilnehmer, die vor Ort in Hamburg sein werden.

Nicht nur mit dem Hybridkonzept ist die DGI GmbH für den „Notfall“ vorbereitet. Auch das Hygienekonzept – erprobt bei der Tagung 2021 – kann auch in Hamburg eingesetzt werden, wie Vogelmann versichert. Das positive Fazit aus dem Vorjahr: Es gab durchweg disziplinierte Teilnehmer, die sich an das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes gehalten haben, und keinen Corona-Fall im Anschluss an die Tagung bei den Teilnehmern. Allerdings würde man natürlich erst einmal abwarten, wie die Corona-Zahlen sich entwickeln würden und welche Vorgaben es von offizieller Seite Ende November geben wird. „Wir sind auf jeden Fall gerüstet“, beruhigt Vogelmann.

Die Vor-Ort-Teilnahme ist Favorit. Von Seiten der DGI-GmbH hofft man, dass der Vor-Ort-Kongress durchgeführt werden kann. Auch, weil sonst Kongress-Highlights wie die Tischdemonstrationen nicht umsetzbar seien. Gerade dieser Programmpunkt, bei dem die Teilnehmer auf Augenhöhe mit den Referenten um deren Tische stehen und sitzen können und den direkten Kontakt finden, ist traditionell einer der beliebtesten. Das hat auch die Industrie erkannt. Denn neben den „normalen“ Tischdemonstrationen am Kongressfreitag von 13:30 bis 17:15 Uhr bieten auch die Platinsponsoren Tischdemonstrationen am Freitag von 9:15 bis 12 Uhr an. Also ein doppelter Grund, den Weg nach Hamburg zum DGI-Kongress anzutreten.

Industrie-Workshops zum Auftakt. Traditionell wird das Programm beim DGI-Kongress durch die Workshops am Donnerstag eröffnet. Auch diesmal starten diese Industrie-Sessions am Donnerstag, 24. November. Den Anfang macht von 10 bis 13 Uhr der Workshop von Bego. Ansger Volke, Julian Krämer (beide Bego) und Robert Nicic (Charité Berlin) zeigen den Weg einer „Patientenorientierten Prothetik im digitalen Workflow“. Beginnend mit dem Intraoralscan wird in diesem Workshop die finale Krone mittels 3D-Druck hergestellt und mittels Maltechnik individualisiert und charakterisiert. Abschließend beleuchten die Referenten die wirtschaftlichen und werkstoffkundlichen Möglichkeiten für Behandler und Labor am Beispiel von Varseo SmileCrownplus von Bego.

Ebenfalls von 10 bis 13 Uhr geht es im Workshop von Dentsply Sirona um „Nahtlose Schnittstellen: Dentsply Sirona Digital“. Alexander Fischer widmet sich zunächst „PrimeTaper – Digitaler Workflow in Perfektion! Primärstabilität macht den Unterschied“. Die Idee: möglichst wenig Arbeitsschritte mit genauerer Vorhersagbarkeit, mehr Nachhaltigkeit und größerer Präzision verbinden. Das benötigt – neben dem geschlossenen digitalen Workflow – Komponenten, die die Sicherheit der Abfolge gewährleisten. Das Implantat für einen solchen Workflow heißt: PrimeTaper.

Im Anschluss erklärt Dr. Florian Rathe „Das Forcheimer Synergiekonzept – Digitale implantologische Kommunikation im Überweisersystem“. Das Forchheimer Implantatkonzept hat das Ziel, die wirtschaftliche Effizienz des überweisenden Zahnarztes bei der prothetischen Restauration zu steigern. Das Implantatkonzept funktioniert zum einen rein digital, es bietet aber auch die Möglichkeit, wieder Anbindung an den analogen Workflow zu suchen, und stellt somit individuelle und effiziente Therapieoptionen für alle überweisenden Zahnärzte zur Verfügung.

Zum Abschluss bei Dentsply Sirona erklärt dann Dr. Sascha Virnik das „Management von Knochendefekten mit einem innovativen Augmentationsmaterial“. Lernen Sie die Produkte von Ossix kennen! Sie basieren auf der sogenannten Glymatrix-Technologie: Hochreines porcines Kollagen (Typ I) wird mithilfe von natürlichem Zucker quervernetzt. Das Resultat sind höchst biokompatible Produkte, die exzellente Ergebnisse in der Augmentation erzielen. Dargestellt wird der Einsatz der Produkte anhand umfangreicher Patientenfälle.

Im Workshop der Firma SDS Swiss Dental Solutions spricht Dr. Ulrich Volz ebenfalls von 10 bis 13 Uhr über das Thema „Sofortimplantation mit Keramikimplantaten in allen Regionen unter Berücksichtigung der Biologie und Immunologie“. Im Fokus steht dabei das Material Zirkonoxid und dessen Einsatz in der Sofortimplantation – sogar im oberen molaren Bereich.

In einem weiteren Workshop am Donnerstag auch von 10 bis 13 Uhr von Camlog referieren Prof. Dr. Dr. Daniel Rothamel und Dr. Claudio Cacaci zur „Modernen Implantologie für hohe Ansprüche“. Für die Rekonstruktion von Ästhetik und Funktionalität ist es von entscheidender Bedeutung diese nachhaltig periimplantär zu erhalten. Dabei haben das Makrodesign, die Verbindungsgeometrie sowie ein Platform-Switch-Konzept eines Implantat-Systems einen Einfluss. Mit der Conelog-ProgressiveLine wurden die chirurgischen Indikationsstellungen erweitert, wie die Sofortimplantation und offene Sinus-OP mit minimaler Restknochenhöhe.

Renommierte Referenten. Im Workshop von Geistlich mit den Referenten Dr. Dr. Anette Strunz, Prof. Dr. Dr. Bilal Al-Nawas und Prof. Dr. Michael Stimmelmayr von 14:30 bis 17:30 Uhr geht es um das Thema „Management von Komplikationen und Vermeidung“. In allen Behandlungsgebieten der zahnmedizinisch-chirurgischen Praxis können Komplikationen auftreten. Diese können indikationsunabhängig in der Hart- oder Weichgewebechirurgie, bei Extraktionsalveolen oder auch komplexen Augmentation zum Behandlungsmisserfolg führen. Die drei renommierten Referenten/-innen betrachten und diskutieren die Ursachen, die Behandlungsstrategien und die richtige Vorgehensweise von der Patientenaufklärung über die Materialauswahl bis hin zum Troubleshooting.

Call for Abstracts: Abgabetermin wurde verlängert

Die Deadline für das Einreichen von Abstracts für Kurzvorträge und Poster würde bis zum 30. September 2022 verlängert. Erstautoren einer angenommenen Präsentation – Poster oder Kurzvortrag – nehmen kostenfrei am Kongress teil. Erstautoren eines angenommenen und präsentierten Posters erhalten von der Osteology Foundation einen Reisekosten-Zuschuss in Höhe von 300 Euro. Insgesamt stehen 70 derartige „Travel-Grants“ zur Verfügung. Auf die Autorin oder den Autor der im Kurzvortrag präsentierten besten experimentellen und der besten klinischen Studie wartet jeweils ein Tagungspreis, der mit 2000 Euro dotiert ist. Das beste Poster wird mit einem Tagungspreis in Höhe von 1000 Euro gewürdigt.

Alle Informationen findet man unter www.dgi-kongress.de.


(Stand: 31.08.2022)

DGI Nachrichten aktuell

In Memoriam an Karl-Ludwig Ackermann. Ein Nachruf von Prof. Dr. Günter Dhom und Gedenken an einen ganz „Großen“ der Zahnmedizin. 

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