Untersuchungen zur Behandlung von tiefen periimplantären Knochentaschen mit ePTFE-Membranen

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ZZI 04/1992, 246-50

Untersuchungen zur Behandlung von tiefen periimplantären Knochentaschen mit ePTFE-Membranen

Augthun M, Richter EJ, Hauptmann S, Yildirim M

Zusammenfassung:
Bei 12 Patienten mit 15 Implantaten wurden tiefe periimplantäre Knochentaschen unter chirurgischer Behandlung der Knochentasche, Abstrahlung der Implantatoberflächen mit Sodium-hydrogenkarbonat und 12tägiger antibiotischer Abschirmung mit Tetrazyklin (200 mg/Tag) mit ePTFE-Membranen behandelt. In 13 von 15 Fällen war in den ersten 4 bis 6 Wochen eine Wundheilungsstörung zu beobachten, die die Entfernung der Folien notwendig machte. Klinisch wie histologisch zeigte sich in diesen Fällen ein entzündliches Granulationsgewebe. In einem Fall wurde die Folie nach 5monatiger komplikationsloser Liegedauer entfernt. Hierbei zeigte sich klinisch eine knochenähnliche Regeneration des Defektes. Das Gewebsregenerat stellte sich jedoch histologisch als zellarmes Bindegewebe dar. Die postoperativen Implantatnachkontrollen nach einem halben bzw. einem Jahr zeigten gegenüber den präoperativen Befunden eine geringe Abnahme von Plaque- und Gingivaindex und eine gleichbleibende Sondierungstiefe. Die radiologischen Knochentaschen reduzierten sich nicht.

 

Summary:
Deep periimplant bone pockets in 12 patients with 15 implants were treated with ePTFE membranes in combination with surgical debridement, airpolishing of the implant surface with sodium hydrogen carbonate and 12-day antibiotic protection using tetracycline (Ig/day). In 13 out of 15 cases complications of wound healing were observed during the first 4-6 weeks which called for removal of the membranes. Both clinical and histological examinations revealed inflammatory granulation tissue in these cases. In one patient the membrane was removed after 5 months of uneventful healing. The clinical result showed a bonelike regeneration of the defect. Histologically, however, the regenerate was found to be cell-poor connective tissue. The postoperative follow-ups after 6 months and 1 year revealed a slight decrease in plaque and gingival index and an unchanged probing level as compared with the preoperative findings. Ra-diographically, no reduction in bone pocket depths was observed.


(Stand: 01.04.1992)

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