Langzeitergebnisse nach Augmentation des atrophen Kieferkammes mit Hydroxylapatit*

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ZZI 04/1993, 237-43

Langzeitergebnisse nach Augmentation des atrophen Kieferkammes mit Hydroxylapatit*

Schachner P, Beck-Mannagetta J, Groß J

Zusammenfassung:
Zwischen 1984 und 1992 wurden an der Abteilung für Kiefer- und Gesichtschirurgie in Salzburg insgesamt 128 atrophe Alveolarkämme mit Hydroxylapatit-Granulat (Calcitite) augmentiert. Nach sorgfältiger Operationsplanung erfolgte die Augmentation in einem individuell vorgenähten Vicrylnetz, im Oberkiefer kam bei 22 Patienten auch die Methode der direkten gaumenseitigen Implantation von HA ohne Vicrylnetz zur Anwendung. In bis zu 65% der Fälle erfolgte eine sekundäre Vestibulumplastik. In den Ergebnissen der Nachuntersuchung von 40 Augmentationen im OK und 54 Augmentationen im UK zeigte sich eine relativ problemlose Einheilung und röntgenologisch eine befriedigende Höhenkonstanz. Die Auswertung der subjektiven Beurteilung durch die Patienten und klinischen Beurteilung durch Kieferchirurgen und Prothetiker brachte jedoch speziell für den Unterkiefer in bis zu knapp einem Drittel der Fälle unbefriedigende Resultate, während die Ergebnisse für den Oberkiefer besser ausfielen. Die Ursachen dafür sind sowohl anatomisch als auch funktionell bedingt. Als Konseguenz wurde die Indikationsstellung zum Kammaufbau mit Hydroxylapatit-Granulat - vor allem im Unterkiefer - deutlich eingeschränkt.

 

Summary:
128 atrophic alveolar ridges were augmented with hydroxylapatite (HA) particles (Calcitite) between 1984 and 1992 at the Department of Maxillofacial Surgery in Salzburg. After exact preoperative planning the alveolar ridges were augmented with HA-filled vicryl tubes. In 22 cases the HA-particles were implanted on the palatal aspect of the upper jaw directly without vicryl tube. In more than half of the cases an additional vestibuloplasty was performed. The follow-up of 40 augmented upper jaws and 54 augmented lower jaws showed that the implanted material was successfully incorporated and the radiographs revealed that the augmented ridge height was preserved satisfactorily. However, the subjective assessment by the patient and the clinical follow-up by both the surgeon and the prosthodontist showed poor results in as many as 32% of the mandibles, whereas the results in the maxilla were better (82% success rate). There are anatomical as well as functional reasons for this difference. Consequently, the indication for augmentation of atrophic alveolar ridges with HA had to be restricted.


(Stand: 01.04.1993)

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