Rekonstruktion nach Kontinuitätsverlust des Unterkiefers*<br> Freies oder mikrochirurgisch revaskularisiertes Knochentransplantat?

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ZZI 04/1993, 255-9

Rekonstruktion nach Kontinuitätsverlust des Unterkiefers*

Freies oder mikrochirurgisch revaskularisiertes Knochentransplantat?

Meier JL, Reuther J, Michel C, Bill J, Betz T

Zusammenfassung:
In einer retrospektiven Studie wurden 141 Patienten mit sekundär rekonstruiertem Unterkiefer hinsichtlich funktioneller Eignung und Resorptionsverhalten des eingebrachten Knochentransplantates nachuntersucht. Als Transplantat war freier Beckenspan (87), Spongiosa im Titan-mesh (15), freie (2) und gestielte Rippe (1), und 36mal mikrovaskulär reanastomosierter Knochen von Becken (4), Skapula (27) und Fibula (5) verwendet worden. Die weitaus höchste Verlust- und Komplikationsrate wiesen die Rekonstruktionen im Titanmesh auf. Mikrovaskulär reanastomosierte Knochentransplantate hingegen waren im postoperativen Verlauf am wenigsten mit Komplikationen behaftet. Resorptionsunterschiede zwischen freien Beckenspänen und mikrochirurgischen Transplantaten bis zum Zeitpunkt der Osteosynthesematerialentfernung glichen sich unter funktioneller Belastung auf niedrigem Niveau an. Bei vorbelastetem Transplantatlager und komplexen kombinierten Defekten zeichnete sich das Skapulatransplantat dank seiner variablen Anwendbarkeit besonders aus.

 

Summary:
In a retrospective study of 141 patients with secondary reconstruction of the lower jaw the function and resorption rate of the bone graft was evaluated. We used free iliac crest bone grafts (87), cancellous bone with titanium mesh (15), free grafts (2), vascularized rib graft (1), and in 36 cases microvascular bone grafts from scapula (27), fibula (5), and iliac crest (4). By far the highest failure and complication rates were found with the titanium mesh reconstructions. Microsurgical bone grafts, on the other hand, showed less postoperative complications. Differences in the rate of resorption between free iliac crest bone and microsurgical grafts levelled out largely during function. In insufficient soft tissue beds and complex combined defects the revascularized scapula flap proved particularly useful due to its highly variable applicability as combined soft and hard tissue flap.



(Stand: 01.04.1993)

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