Pfeilerbelastung bei totalem Zahnersatz auf Bränemarkimplantaten*

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ZZI 04/1993, 270-4

Pfeilerbelastung bei totalem Zahnersatz auf Bränemarkimplantaten*

Wichmann M, Tschemitschek H

Zusammenfassung:
In Modellversuchen wurde die Pfeilerbelastung bei totalem Zahnersatz auf Bränemarkimplantaten ermittelt. Durch die Versuchsanordnung konnten axiale Druck- und Zugkräfte sowie Biegemomente und deren Richtung für jedes einzelne Implantat separat gemessen werden. Bei Belastung der Suprakonstruktion im Eckzahnbereich traten bei allen Pfeilern Druckkräfte auf. Bei symmetrischer oder exzentrischer Belastung der 1,5 mm langen Freienden traten Druckkräfte nur an den distalen Implantaten jeder Seite auf. An allen anderen Implantaten wirkten Zugkräfte. Entscheidend für die Vervielfachung der Kräfte aufgrund der Hebelwirkung war die Ausdehnung des Implantatfeldes in sagittaler Richtung. Je geringer dieser Abstand ist, desto eher kann es zu einer Überlastung der Schraubverbindungen und des Implantatlagers kommen. Der statisch ungünstigste Fall ist gegeben, wenn alle Implantate in einer Reihe stehen. Bei ausreichender sagittaler Ausdehnung des Implantatfeldes ist die Pfeilerbelastung nicht höher, wenn 4 statt 6 Implantate inseriert werden.

 

Summary:
One of the classic indications for Bränemark Implants is the edentolous severely resorbed mandible, if there is no other possibility to obtain an acceptable retention of full dentures. For a fullarch reconstruction 4 to 6 fixtures are needed. The typical superstructure has cantilevers with a maximal length of 20 mm. The load magnification caused by the cantilevers depends on their length and the distance between the anterior and posterior fixtures. In this investigation the forces and moments on the implants could be estimated by measuring the deformation of the abutments with strain gauges when loading the superstructure. The results show different loading of the fixtures depending on their anterior or posterior location. To keep the forces and moments on the implants as light as possible it is necessary to obtain a relationship of 1.5 to 1 between the length of the cantilevers and the sagittal distance between the anterior and posterior fixtures.



(Stand: 01.04.1993)

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