Digitale Radiographie und digitale Bildverarbeitung in der implantologischen Diagnostik*

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ZZI 04/1993, 184-7

Digitale Radiographie und digitale Bildverarbeitung in der implantologischen Diagnostik*

Schmitt W, Lehmann T

Zusammenfassung:
Die Verbindung der digitalen Bildverarbeitung mit der digitalen Radiographie ermöglicht eine qualitative und quantitative Bewertung periim-plantärer Knochenstrukturen. Hierzu ist es notwendig, zu verschiedenen Zeitpunkten Radio-graphien anzufertigen und zu vergleichen. Bestehende Verfahren zur Sicherung der Projektionsübereinstimmung mehrerer Aufnahmen, wie z.B. Aufbißschienen, sind mühsam zu handhaben und müssen für jeden Patienten und für jede Objektregion individuell angefertigt werden. Die vorliegende Arbeit hat gezeigt, daß die meisten geometrischen Verzerrungen, wie Positionsverschiebungen der Röntgenquelle oder des Aufnahmesensors, die bei herkömmlichen Freihand-Aufnahmetechniken entstehen, rechnerunterstützt korrigiert werden können. Die Genauigkeit der Rekonstruktion hängt dabei im wesentlichen von der Art und dem Umfang der Verzerrung ab. Die Transformation der intraoral gefertigten digitalen Aufnahmen wird mit Hilfe einer computerunterstützten Methode automatisch durchgeführt. Nach der Überlagerung der modifizierten Bilder mit der Referenzradiogra-phie erfolgt die Subtraktion in jedem einzelnen Bildpunkt. Knochenveränderungen können auf diese Weise qualitativ durch die Anzahl der Pixel im Subtraktionsbild und quantitativ durch deren Grauwert erfaßt werden. Die Ergebnisse zeigen, daß die Methode der digitalen Bildanalyse von Subtraktionsradiographien zusätzlich wertvolle diagnostische Informationen zur Bewertung periimplantärer Knochenumbauvorgänge liefert.

 

Summary:
A qualitative and quantitative assessment of the periimplant bone structure is possible with digital image processing in combination with digital radiography. This method requires that radiographs be taken and compared at different points in time. The existing tools for obtaining periodic reproducible radiographs and the techniques for standardizing the projection geometry are complicated and expensive to implement, because they require the use of occlusal splints which must be customized for each patient for each region of radiographic interest. It has been shown that most of the geometric distortions caused by changing the position of either the x-ray source or the digital image plane can be corrected by computerized transformation. The accuracy of this method depends on the type and amount of distortion. Using a computer-assisted method serial intraoral digital radiographs were automatically transformed. After superimposing the transformed images they were subtracted from the reference radiographs. Differences in the bone structure can be automatically detected and quantitatively described. This new diagnostic method has been tested in studies in vitro and in vivo. The results show that digital imaging and the analysis of substraction images provide additional diagnostic information on the peri-implant bone situation and the possibility of using guided tissue regeneration.


(Stand: 01.04.1993)

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