Das enossale Implantat als kieferortho pädisches Verankerungselement

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ZZI 04/1996, 183-8

Das enossale Implantat als kieferortho pädisches Verankerungselement

Schiel HJ, Klein J, Widmer B

Zusammenfassung:
Die Anwendung enossaler Implantate in der Funktion von Verankerungselementen zur orthodontischen Therapie wurde in der Literatur periodisch in den letzten 40 Jahren beschrieben. In einer prospektiven Studie konnten wir hei Iβ Patienten 3 Ha-Ti®-Implantate definitiv innerhalb und 12 kranio-faziale Epiplani®-Implantate temporär außerhalb der Zahnreihe einsetzen. Die durchschnittliche Liegedauer der Implantate betrug 18 Monate. In 3 Fällen wurden die Implantate mit einer Lötbasis, in 5 mit einer speziell für die kieferorthopädische Anwendung entwickelten Suprakonstruktion versorgt. Für die anderen war der Beobachtungszeitraum maximal 1 Monat nach Versorgung.

4 Implantate gingen während der Einheilphase verloren, eines mußte bei Fehlposition entfernt werden. Bei 2 Patienten konnte erfolgreich reimplantiert werden. Alle Implantate in der kieferorthopädischen Belastungsphase blieben positionsstabil. Implantate als funktionelle Verankerungselemente mit spezieller kieferorthopädischer Suprakonstruk-tion waren einfach und komplikationslos anwendbar. Die frontale Multiband-, Head-Gear- oder Retentions-Behandlung mit ausgedehnter Bebänderung ließ sich durch die kombinierte Implantattherapie vereinfachen und war von der Compliance des Patienten und von Zeitfaktoren unabhängig.



 

Summary:
The application of endosseous implants for anchoring Orthodontie appliances has been repeatedly described in the literature in the past 40 years. In a prospective study we placed 3 definitive Ha-Ti® implants within the dental arch and 12 temporary craniofacial Epiplant® implants outside the arch in 13 patients. The average implant follow-up period was 18 months. In 3 cases the implants were provided with a solder base, and in 5 cases connected with a superstructure that had been specifically developed for Orthodontie applications. The maximum period of observation for all other implants was 1 month after superstructure connection. Four implants were lost during the healing phase, one had to be removed because of malposition. In 2 patients reimplantation was successfully performed. All implants in the orthodontic loading phase remained stable.

Implants with special orthodontic superstructures used as functional anchorage units were easy to handle and involved no complications. Multiband, headgear and retention treatment of the anteriore involving extensive banding was facilitated by this combined implant-orthodontic approach and was not dependent on patient compliance or time factors.



(Stand: 01.04.1996)

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