Der lokale Alveolarkammaufbau bei Weichgewebsdefiziten*. Verbesserung der roten Ästhetik mitteis kombinierter Onlay- und Interpositions-transplantate

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ZZI 04/1998, 213-8

Der lokale Alveolarkammaufbau bei Weichgewebsdefiziten*
Verbesserung der roten Ästhetik mitteis kombinierter Onlay- und Interpositions-transplantate

Stiller M, Eisenmann E, Fritz H, Freesmeyer WB

Zusammenfassung:
Die zuverlässige und langzeitstabile mukogingival-chirurgisch-ästhetische Korrektur von Weichgewebsdefiziten in der zahnärztlichen Implantologie und konventionellen Prothetik stellt eine große Herausforderung für alle Behandler dar. Das seit über 15 Jahren in der Mukogingivalchirurgie verwendete subepitheliale Bindegewebstransplantat ermöglicht in Kombination mit verschiedenen Lappentechniken nur in bestimmten klinischen Situationen die Volumenauffüllung von Weichgewebsdefekten. Das kombinierte Onlay- und Interpositionstransplantat vom Gaumen löst noch umfangreichere Weichgewebsprobleme. Wir modifizierten die Methode derart, daß die krestale Fläche nicht mit einem rotierenden Instrument entepithelisiert, sondern ein gesplitteter Lappen präpariert und um die Breite des späteren Onlayteiles nach vestibulär verschoben wurde. In der folgenden Untersuchung werden die operativen Ergebnisse kombinierter Onlay- und Interpositionstransplantate in der konventionellen und Implantat-Prothetik vorgestellt und einer Betrachtung unterzogen. Nach Analyse der postoperativen Befunde können mit kombinierten Onlay-und Interpositionstransplantaten gute ästhetische Ergebnisse erzielt werden. Die Methode empfiehlt sich besonders zur Volumenauffüllung von Weichgewebsdefiziten in orovestibulärer und apikokoronaler Richtung. Die Bewertung der Ergebnisse zeigt eine hohe Erfolgsrate, wenn die Indikation korrekt gestellt sowie die Schrumpfungstendenz der Transplantate in die präoperative Planung und operative Umsetzung einbezogen werden.
 

 

Summary:
One of the major challenges in implant dentistry and conventional prosthodontics is to predictably achieve a correction of soft tissue deficiencies with long-term stability. The success of combining a sub-epithelial connective tissue graft with various flap procedures to increase the soft tissue volume will always be limited to specific clinical situations. More severe soft tissue defects can be approached with a combined inlay and onlay grafting technique using grafts harvested from the palate. In this study we present and evaluate the surgical results achieved with combined inlay-onlay connective tissue grafts in implant dentistry and conventional prosthodontics. The postoperative findings show that good esthetic results were achieved. This method seems to be suitable for soft tissue augmentation both in the horizontal and vertical dimension. Our results indicate that a high success rate can be achieved, if careful patient selection is ensured and the postoperative retraction of the graft is anticipated in pre-operative treatment planning and during surgery.


(Stand: 01.04.1998)

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