Ästhetikverbesserung von Implantatversorgungen mit Hilfe von freien und gestielten Bindegewebstransplantaten* <br> Eine Falldarstellung

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ZZI 04/1998, 219-24

Ästhetikverbesserung von Implantatversorgungen mit Hilfe von freien und gestielten Bindegewebstransplantaten*

Eine Falldarstellung

Stimmelmayr MC, Pho Duc JM, Gernet W

Zusammenfassung:
Geringe faziale transversale Knochenresorptionen an der Implantationsstelle lassen zwar in vielen Fällen Implantatsetzungen zu, führen jedoch häufig, vor allem im Oberkieferfrontzahn- und Oberkieferprämolar enbereich, zu unbefriedigenden ästhetischen Ergebnissen. Mit Hilfe von freien oder gestielten Bindegewebstransplantaten, welche vom harten Gaumen entnommen und nach fazial verlagen werden, kann mittels einer lokalen Gingivaverdickung dieser ästhetische Nachteil korrigiert werden. Hierdurch können eine Erhaltung der Pa-pillen und eine Konturverbesserung der zervikalen Weichteile erzielt werden. Außerdem werden — bedingt durch die dickere bukkale Gingiva— schwarze zervikale Schleimhautränder, die durch das Durchschimmern der Implantatschulter auftreten, vermieden. In dieser Falldarstellung werden eine freie und eine gestielte Bindegewebstransplantation zur transversalen Weichgewebsaugmentation vorgestellt. Die freie Bindegewebstransplantation liegt 2 Jahre, die gestielte 11/2 Jahre zurück. Bisher zeigen sich ästhetisch zufriedenstellende Resultate ohne Resorption der Weichgewebstransplantate.

 

Summary:
Although it is generally possible to place implants in an alveolar ridge with a minor buccal concavity, esthetically unsatisfactory results have been observ-ed especially in the upper incisor and premolar region. This esthetic deformity can be corrected with a free subepithelial connective tissue graft harvested from the hard palate, or alternatively a rotation flap. This procedure results in preservation of the papilla and improvement of the marginal soft tissue contour. Moreover, the connective tissue graft increases the thickness of the facial gingiva thus avoiding discoloration of the marginal soft tissues caused by the metal shining through. In the cases described in this article, a frec connective tissue graft and a ro-tation flap from the palate were used for augmentation of the facial soft tissue margin. At 2 and, respectively, 1.5 years of surgery, the esthetic results were satisfactory. No signs of resorption of the connective tissue grafts were observed.


(Stand: 01.04.1998)

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