Einsatzbereich von Bone-Kondensatoren im Rahmen maxillärer Implantationen und Sinusbodenelevationen*

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ZZI 04/1999, 183-97

Einsatzbereich von Bone-Kondensatoren im Rahmen maxillärer Implantationen und Sinusbodenelevationen*

A. Meier, H. Steveling, S. Haßfeld, J. Neugebauer, K. Unsicker

Zusammenfassung:
Die herkömmliche Methode der Implantatbettaufbereitung mit Bohrern und Fräsen gerade im spongiösen Knochen der Qualität D3 und D4 ist oftmals nicht optimal, da mit einer mangelnden Friktion und infolgedessen mit einer ungenügenden Primärstabilität zu rechnen ist. In dieser Arbeit wurde anhand von drei unterschiedlichen Knochenmodellen eine Implantatbettvorbereitung mit Hilfe des atraumatischen Instrumentariums der Bone-Kondensatoren vorgenommen. In den Versuchen konnte nachgewiesen werden, daß ein genereller Einsatz aller im Instrumentensatz des Frialit®-2 BoneCondensers enthaltenen Bone-Kondensatoren für das Hauptindikationsgebiet, den Oberkieferseitenzahnbereich mit Knochen der Qualität D3 und D4, möglich ist. Bei 19 Implantationen am Knochenmodell Human präparat wurde die Möglichkeit des Sinuslifts mit dem Instrumentarium der Bone-Kondensatoren auf gezeigt. Dabei konnten Implantationen durchgeführt werden, bei denen die Implantatlänge die Knochenstärke unabhängig vom Implantatdurchmesser um durchschnittlich 3,17mm überstieg, was einem durchschnittlichen prozentualen Gewinn der Implantatlänge gegenüber der Höhe des Knochens von 42,12% entspricht. Durch das Anheben der basalen Kieferhöhlenschleimhaut konnte ein Augmentationsvolumen von durchschnittlich 375,5mm3 geschaffen werden. Dieses große Volumen trägt dazu bei, daß lange Implantate und damit ein günstiger Hebel für die prothetische Suprastruktur insertiert werden können. Zum anderen wurde gezeigt, dass dieses Volumen zum geringsten Teil durch den in die Kieferhöhle ragen den Anteil des Implantates belegt wird. Das geschaffene Augmentationsvolumen bietet nachweislich ausreichend Platz für eine knöcherne Konsolidierung und gute Regeneration des in die Kieferhöhle applizierten Knochenmaterials, was zu einer Stabilisierung der insertierten Implantate und letztendlich zu einem gesicherten Implantationserfolg beiträgt.

 

Summary:
The standard procedure of implant site preparation with drills and burs is often inadequate, particularly in the typical quality group D3 and D4 bone of the posterior maxilla, where the lack of friction often results in insufficient primary stability. In this study three different bone models were used to assess the use of a set of BoneCondensers for atraumatic implant site preparation. The results also showed that generally all condensers included in the Frialit®-2 BoneCondenser kit can be used in the group D3 and D4 bone of the posterior maxilla, which it is was designed for in the first line. The results of an additional 19 implants inserted in human bone specimens demonstrated the potential of the BoneCondenser instruments in sinus floor elevation. Irrespective of their diameters, the implants inserted had a mean 3.17mm more length than the original bone height, which translates into a percentage gain of 42.12% in implant length. A mean augmentation volume of 375.5cm3 was created by tenting up the sinus mucosa. As a result of this increase in volume, longer implants can be used providing enhanced anchorage for the restorative superstructure. The results also showed that the apical end of the implant itself takes up the least amount of this added volume. The augmented volume provides enough space for bony consolidation and regeneration of the bone material placed into the sinus. This in turn results in enhanced stability of the implants placed thus ensuring longterm success of the implant treatment.


(Stand: 01.04.1999)

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