Rekonstruktion knöcherner and weichteiliger Implantatlager-Defekte nach Verlust von Extensionsimplantaten

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ZZI 04/2000, 185-9

Rekonstruktion knöcherner and weichteiliger Implantatlager-Defekte nach Verlust von Extensionsimplantaten

B. AI Nawas, K. A. Grötz, U. Wahlmann, J. Wegener, F. Müller, W. Wagner

Zusammenfassung:
Von 2995 bis 2999 wurden bei 9 Patienten 23 Extensionsimplantate wegen fortgeschrittener Osteolysen und Implantatlockerung entfernt. Es erfolgte eine kombinierte, retro- und prospektive Datenerhebung, um Art and Umfang der notwendigen operatives Maßnahmen zur erneuten kaufunktionellen Rehabilitation zu erfassen. Bei 6 Patienten mit alio loco inserierten Extensionsimplantaten (Blattimplantate, n = 4; subperiostales Implantat, n = 2; transmandibuläres lmplantat, n=2), war der periimplantäre Alveolarkammverlust bei Explantation so umfangreich, dass bei keinem eine erneute Implantatversorgung ohne Beckenkammtransplantation zur Augmentation und Anlagerung sowie zur Sinusbodenelevation möglich war. Daneben lag bei allen Patienten eine schwierige Weichteilsituation vor durch oro-antrale und oro-nasale Fistel, Vestibulumverlusten und entzündlich bedingten Narben bis bin zur extraoralen Fistel. Zwei Patienten wünschten wegen der umfangreichen periimplantologischen OP Maßnahmen bei Explantation keine erneute implantatgetragene Rehabilitation. Eine primäre Zweitimplantation war nur in einem Fall und auch nur zur provisorischen Versorgung möglich. Die bei 4 Patienten nach 3 Monaten sekundär in die Osteoplastik gesetzten Implantate wurden nach 3- bis 6-monatiger Einheilphase freigelegt; es trat kein Primärverlust auf. Extensionsimplantate hinterlassen nach Verlust offensichtlich fortgeschrittene Defekte des periimplantären Knochen- und Weichteillagers. Moderne Techniken zur Rekonstruktion des Kieferkammes durch Knochentransplantation ermöglichen auch in diesen Fallen eine kaufunktionelle Rehabilitation.

Reconstruction of bone and soft tissue defects after loss of extension implants

Summary:
Between 2995 and 2999 a total of 23 extension implants in 9 patients had to be removed because of progressive alveolar bone loss. The surgical procedures required to restore these patients were documented retro- and prospectively. In 6 patients with loss of extension implants (4 blade-shaped, 1 subperiosteal, 1 transmandibular implants perümplant bone loss was too extensive to permit immediate implant placement without prior ridge augmentation or sinus floor elevation. In all patients treatment was additionally complicated by the presence of soft tissue defects including oro-central or oro-nasal, fistulae, loss of vestibular depth and scarring of the intraoral soft tissues or even extraoral.fistulization. Two patient refused to undergo an augmentationprocedure. Immediate provisional implant placement was possible in one single case to, facilitate temporary fixation of the restoration. The implantsplaced in a secondprocedure after bone grafting could be loaded without primary ,failure. No primary implant loss was observed. In conclusion, severe hard and soft tissue defects after loss of extension implants are a common occurrence. Modern surgical techniques involving majorgraftingproceduresarerequired, ifasatisfactory oro functional rehabilitation is to be achieved.


(Stand: 01.04.2000)

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