Drei Jahre klinische Erfahrung mit der TiUnite-Oberfläche

, , , ,

ZZI 04/2005, 224-228

Drei Jahre klinische Erfahrung mit der TiUnite-Oberfläche

Buch R.S.R., Binder J, Wegener J, Wagner W, Reichert T.E.

Zusammenfassung:
Das Brånemark-Implantat (Nobel Biocare, Schweden) ist seit dem Jahr 2000 als modifizierte Weiterentwicklung mit der TiUnite-Oberfläche verfügbar. Daten zur klinischen Langzeitprognose der veränderten Oberfläche finden sich in der Literatur bisher nur wenige.

Ziel dieser Studie war die klinische Analyse der modifizierten TiUnite-Oberfläche in Bezug auf die periimplantären Weichgewebe, den Knochenabbau und die Verlustrate nach drei Jahren klinischer Anwendung.

Von August 2000 bis Juli 2003 wurden 200 Patienten 632 TiUnite-Implantate bei verschiedenen Indikationen inseriert und prospektiv dokumentiert.

302 Implantate wurden im ortsständigen Knochen, 212 in lokoregionärer Osteoplastik, 100 Implantate nach Auflagerungsosteoplastik inseriert. In einer speziellen Nachuntersuchung konnten bisher 57 Patienten (181 Implantate) bezüglich der periimplantären Hygiene-, Weich- und Hartgewebssituation nachuntersucht werden. Im Beobachtungszeitraum von 36 Monaten betrug die durchschnittliche Liegedauer 15,7 Monate. Die Implantatverlustrate liegt bei 3,6 % (n = 23), davon 16 Frühverluste (< 6 Monate). Vier Implantate gingen post radiationem verloren. Drei Patienten (elf Implantate) sind bereits verstorben. 588 Implantate waren zum Untersuchungszeitpunkt in situ; nicht im Recall sind drei Patienten mit zehn Implantaten. Die in situ Rate liegt nach drei Jahren bei 93 %, die Kaplan-Meier-Überlebensrate bei 95,8 %.

Die Ergebnisse der evaluierten Hygiene-, Weich- und Hartgewebssituation zeigen eine gute Konformität mit den Ergebnissen anderer Implantatsysteme, die hohe Patientenzufriedenheit (94 % Note 1 bis 2 nach dem deutschen Schulnotensystem, 70 Patienten, 226 Implantate) liegt z. T. darüber. Insgesamt zeigen sich in den hier untersuchten Standardindikationen mit der TiUnite-Oberfläche auch bei unselektierten Patientenkollektiven (Osteoplastik, Radiatio) hohe Implantaterfolgsquoten.

Three-year clinical experience with TiUnite surface

Summary:
Since 2000 the Brånemark-Implant (Nobel Biocare, Sweden) is available as a modified advancement with TiUnite surface. Only a few data for clinical long-term observations of the new surface can be found in the literature so far.

The aim of this study was the clinical analysis of the modified TiUnite surface regarding the soft-tissue situation, marginal bone loss, and implant failure after three years of clinical experience.

From August 2000 to July 2003 632 TiUnite implants were placed in 200 patients with different indications and documented prospectivly. 302 implants were placed in original jaw bone, 212 in areas augmented with local osteoplasty, 100 implants in bone graft from the iliac crest. In a special investigation that analysed the peri-implant hard and soft tissues 57 unselected patients with 181 implants were seen. During the observation period of 36 months the average in situ time of the implants was 15.7 months. The implant failure rate is 3.6 % (n = 23), primary loss of 16 implants (< 6 months). Four implants were lost post radiationem. Three patients (with eleven implants) died. 588 implants were at the investigation time in situ, the situation of three patients with ten implants is not covered by the investigation survey. The in situ rate was 93 % after three years, the Kaplan Meier survival rate was 95.8 %. Clinical evaluation of oral hygiene using SBI and plaque index showed sufficient hygiene. The results show a good conformity with the results of other implant systems, the high patient satisfaction exceeds the results (94 % note 1 to 2, 70 patients, 226 implants). Based on the results of this limited investigation, the TiUnite surface proves a high implant success ratio for the standard indications, also with unselected patient collectives (osteoplastic, radiatio).


(Stand: 01.04.2005)

DGI Nachrichten aktuell

In Memoriam an Karl-Ludwig Ackermann. Ein Nachruf von Prof. Dr. Günter Dhom und Gedenken an einen ganz „Großen“ der Zahnmedizin. 

zum Nachruf an Dr. Ackermann

Aktuelle Ausgabe 2/2022

Im Fokus


FORTBILDUNGSANGEBOTE DGI

Die DGI bietet ein umfassendes und überregionales Fortbildungsangebot an. 

WERDEN SIE AUTOR

Sie haben ein spannendes Thema aus dem Bereich der Implantologie und würden gerne einen Artikel dazu in der ZZI veröffentlichen? Dann nutzen Sie unseren Editorial Manager und reichen Sie ihr Manuskript direkt bei uns ein.

Manuskript einreichen