Spezielle Pathologie für Zahnmediziner

H. Ebhardt, P. Reichart, Quintessenz-Verlags GmbH, Berlin 2009, ISBN 978–3–938947–23–3, 200 Seiten, 228 Abb., 48,00 €

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H. Ebhardt, P. Reichart, Quintessenz-Verlags GmbH, Berlin 2009, ISBN 978–3–938947–23–3, 200 Seiten, 228 Abb., 48,00 €

Mit dem vorliegenden Werk haben sich ein Pathologe und ein erfahrener oralchirurgischer Hochschullehrer das Ziel gesetzt, ein Lehrbuch für Studenten zu schaffen, um in der Konstellation von Darstellungen klinischer Bilder, bildgebender Verfahren und histopathologischer Bilder oral-pathologische Veränderungen deutlicher und schneller erfassbar darzustellen. Damit soll nicht nur der besondere Wert der Zusammenarbeit zwischen den beiden Fachgebieten Oralchirurgie und Pathologie in ihrer Bedeutung betont werden, sondern insbesondere noch wenig erfahrenen Studenten das Erkennen von Krankheiten erleichtert und Zusammenhänge deutlicher gemacht werden.

Auf 185 Seiten mit einem vierseitig ergänzenden Sachregister wird fast zu jedem vorgestellten Krankheitsbild ein klinischer intra- und zum Teil auch extraoraler Befund bildlich dargestellt, ergänzt durch Röntgenbilder – soweit Zähne und Kieferknochenreale betroffen sind – und übersichtliche histologische Abbildungen.

Beginnend mit der allgemeinen Entzündungslehre werden in neun Kapiteln beschrieben: Tumore und tumorartige Läsionen der Mundschleimhaut, Erkrankungen der Haut mit oralen Manifestationen, systemische Erkrankungen, Erkrankungen der Speicheldrüsen, Zysten im Kiefer- und Gesichtsbereich, odontogene Tumore und Erkrankungen der Knochen, ergänzt durch ein knappes Kapitel über Zahnimplantate. Am Beispiel der „Keratozyste“ , die nach aktueller Nomenklatur jetzt bezeichnet wird als „Keratozystischer odontogener Tumor“ (KOT) und sich folgerichtig auch im Kapitel der odontogenen Tumoren wiederfindet, sei der innere Aufbau der Beschreibung der aufgeführten pathologischen Entitäten kurz skizziert. Fast für alle Krankheitsbilder durchgehend findet sich zunächst eine Definition, gefolgt von Synonymen, der Epidemiologie, Äthiologie, Lokalisation, Klinik, diagnostischer bildgebender Verfahren, Beschreibungen der Histopathologie und Histogenese, der Genetik – wo immer möglich – und schließlich der Therapie und Prognose. Ergänzt wird jedes Kapitel durch kurze Literaturhinweise zur weiteren Information.

Auch wenn nicht alle Krankheitsbilder in gleicher Ausführlichkeit dargestellt werden, finden sich zu den wichtigsten Pathologien kurze, prägnante und übersichtliche Darstellungen, die zur schnellen Orientierung auf dem Wege der Diagnosefindung sehr hilfreich sind. Zu den histopathologischen Bildern könnte an einigen Stellen eine etwas ausführlichere Legende hilfreich sein, ebenso wie die Angabe des Vergrößerungsmaßstabes. Pfeilmarkierungen mit Charakterisierung der wichtigsten histopathologischen Strukturen könnten insbesondere für den weniger Erfahrenen ebenfalls wertvoll sein, zumal sich dieses Buch im Wesentlichen an Studenten wenden möchte.

Die griffige Paperback-Ausgabe mit ausgesprochen gutem und deutlichem Bildmaterial ist aber auch für den Kreis der Approbierten in der Praxis sehr hilfreich, wenn es um eine schnelle Information und insbesondere auch zur Unterstützung differentialdiagnostischer Überlegungen im Einzelfalle geht. Die Verbindung von klinischen Erscheinungsbildern, radiologischen Veränderungen und histopathologischen Korrelaten machen die vorgestellten Krankheitsbilder besser verständlich und bezeugen die wichtige Verbindung zwischen der oralchirurgischen Tätigkeit und der interdisziplinären Unterstützung und Diagnosesicherung durch den Pathologen.

G. Wahl, Bonn

(Dtsch Zahnärztl Z 2010;65:458)


(Stand: 21.03.2011)

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