Endodontologie – Lehrbuch für Studium und Beruf

W. Klimm, Deutscher Zahnärzteverlag, Köln 2011, 2. überarbeitete Auflage, ISBN 978–3– 7691–3421–6, 484 Seiten, 339 Abbildungen in 444 Einzeldarstellungen und 46 Tabellen, 99,95 €

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W. Klimm, Deutscher Zahnärzteverlag, Köln 2011, 2. überarbeitete Auflage, ISBN 978–3– 7691–3421–6, 484 Seiten, 339 Abbildungen in 444 Einzeldarstellungen und 46 Tabellen, 99,95 €

Wie die bereits im Jahr 2003 erschienene erste Auflage stellt der Autor die zweite überarbeitete Version seines Werkes „Endodontologie“ unter das Motto Heraklits „Alles fließt“. Dies bringt deutlich zum Ausdruck, dass in den zwischen beiden Auflagen vergangenen acht Jahren sich Vieles in der Endodontologie verändert hat. Zu erwähnen sind hierbei insbesondere die maschinellen Wurzelkanal-Aufbereitungstechniken, die in vielen Fällen das manuelle Arbeiten nahezu vollständig abgelöst haben. Zudem wurde eine Reihe wichtiger Empfehlungen, Verordnungen etc. geändert oder neu formuliert, die die zahnärztliche Tätigkeit in Klinik und niedergelassener Praxis gravierend beeinflussen.

Um das breite Spektrum der Endodontologie möglichst umfassend zu behandeln, und zwar für „Studium und Beruf“, werden von Klimm und mehreren Koautoren (Arnold, Gäbler und Viergutz ), sowohl Grundlagen als auch Therapie detailliert dargestellt. Auf Kapitel u. a. zu Struktur- und molekularbiologischen Aspekten, Ätiologie und Pathogenese von Pulpitis und periapikaler Parodontitis sowie der Pathomorphologie dieser Erkrankungen folgen Beiträge zur Diagnostik, Therapie und endodontischen Chirurgie. Abgeschlossen wird das Buch mit Kapiteln zum akuten Zahntrauma und dem Bleichen von Zähnen nach Wurzelkanalbehandlung.

Insgesamt lässt sich an dieser Stelle sagen, dass alle wesentlichen Aspekte der modernen Endodontologie zum einen umfassend, zum anderen aber auch nicht überbordend bzw. zu weitschweifig dargestellt werden. Damit hat das informative Werk eine äußerst angenehme Eigenschaft: Es lässt sich sehr gut lesen, was leider auf „Lehrbücher“ nicht immer zutrifft. Erwähnenswert sind auch die Literaturverzeichnisse am Ende jeden Kapitels, die sich auf die wesentlichen Zitate beschränken und wichtige Hinweise auf weiterführende, vertiefende Publikationen geben. Die Abbildungen und Tabellen sind sehr informativ und von durchweg guter Qualität, das Stichwortverzeichnis macht das Auffinden von Informationen im Buch leicht.

Damit ist es Wolfgang Klimm und seinen Koautoren gelungen, ein hervorragendes Buch zum Thema „Endodontologie“ zu verfassen. Dem im Vorwort erhobenen Anspruch, evidenzbasierte und universelle Endodontologie zu vermitteln, wird es rundum gerecht. Klimm hat damit ein Buch vorgelegt, das uneingeschränkt für Studium und Beruf zu empfehlen ist. Abschließend sei erwähnt, dass der Preis für das Werk sehr moderat ist.

W. Geurtsen, Hannover

(Dtsch Zahnärztl Z 2011;66:692)


(Stand: 24.11.2011)

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