Lokalanästhesie, Regionalanästhesie, Regionale Schmerztherapie

H. van Aken, H. Wulf, 3. vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage, Thieme-Verlag, Stuttgart 2010, ISBN 978–3–13–795403–3, 738 Seiten, 546 Abb. 117 Tab., gebunden, 149,95 €

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H. van Aken, H. Wulf, 3. vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage, Thieme-Verlag, Stuttgart 2010, ISBN 978–3–13–795403–3, 738 Seiten, 546 Abb. 117 Tab., gebunden, 149,95 €

Ein Standardwerk der Regionalanästhesie liegt in einer vollständigen Überarbeitungsform und gleichzeitig deutlichen Erweiterung als 3. Auflage vor, was sich nicht nur auf die inhaltlichen Thematiken, sondern auch auf die Zahl der deutlich erweiterten Mitautoren bezieht.

Mit seiner Erstauflage im Jahre 1994 richtete sich das Übersichtswerk insbesondere an junge Kollegen, die sich mit dem Gebiet des akuten und chronischen Schmerzes befassen, um Anregungen beim Suchen nach Lösungen von offenen Fragen zu geben. In seiner 2. Auflage 2002 standen die praktische und patientenorientierte Anwendung der Fortschritte der Regionalanästhesie im Mittelpunkt und werden jetzt mit der 3. Neuauflage aktualisiert und wiederum deutlich erweitert.

Auch wenn zunächst der Eindruck entstehen könnte, dass sich die 20 Kapitel dieses Buches überwiegend an Anästhesisten richten, wird durch Kapitel der allgemeingültigen Grundlagen der Regionalanästhesie und insbesondere auch durch die speziellen Kapitel der Regionalanästhesie an Kopf und Stamm, der Regionalanästhesie im Kindesalter, der geburtshilflichen Regionalanästhesie, der Anwendung von Regionalanästhesie in der Augenheilkunde und im Hals- , Nasen-, Ohrenbereich sowie in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde schnell deutlich, dass hier auch einzelne medizinische Fachdisziplinen angesprochen werden bis hin zum Schmerztherapeuten. Im Kapitel „Organisation und juristische Aspekte“ wird demzufolge dann auch gezielt die Regionalanästhesie durch Nicht-Anästhesisten angesprochen und die fachliche Zuständigkeit und rechtliche Verantwortung diskutiert.

Für Zahnärzte, Oralchirurgen und Kieferchirurgen dürften die Kapitel zur Geschichte der örtlichen Betäubung, zur Physiologie und Pathophysiologie des Schmerzes, die Pharmakologie der
Lokalanästhetika, die Organisationsformen und juristischen Aspekte, die Ausführungen zur Nervenstimulation und insbesondere natürlich das Kapitel der Lokalanästhesie in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde von Daubländer , aber auch das Kapitel der Lokal-, und
Regionalanästhesie im Hals-, Nasen-, Ohrenbereich von Interesse sein. Nicht zuletzt aber ist in der Gesamtbetrachtung der interdisziplinäre Kontext interessant zu lesen, eröffnet manche neue Aspekte und geht z. B. im Kapitel zur Nervenstimulation und dem Einsatz von Ultraschallverfahren bis hin zum Aufspüren von Nervenstrukturen, was auch für das Gebiet der Zahnmedizin bei den Leitungsanästhesien ein spannender Zukunftsaspekt sein könnte.

Bei allem Enthusiasmus für die Regionalanästhesie mahnen jedoch die Herausgeber im Vorwort, dass nicht vergessen werden sollte: „Gelegentlich kann es vorteilhaft sein, eine Regionalanästhesie nicht erzwingen zu wollen, sondern in Abwägung von Nutzen und Risiko darauf zu verzichten.“ Bei dieser Entscheidung hilft die didaktische Aufbereitung dieses umfangreichen Stoffes, wobei durch Farbmarkierungen hervorgehobene Abschnitte zu „Merke, Hinweis für die Praxis, Zusammenfassung, Fallbeispiele und Kernaussagen“ zusammen mit hochwertigen Darstellungen und anatomischen Zeichnungen vorbildlich sind. Für jeden Mediziner und Zahnmediziner, der sich mit den Fragen der Lokalanästhesie und auch unter schmerztherapeutischen Aspekten mit der Regionalanästhesie beschäftigt, ist dieses Buch eine wichtige Informationsquelle und nachdrücklich zu empfehlen.

G. Wahl, Bonn

(Dtsch Zahnärztl Z 2011;66:614)


(Stand: 24.11.2011)

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