DGI verleiht erstmals neuen Tätigkeitsschwerpunkt

Implantatprothetik

PDF

Im Juli etablierte die Deutsche Gesellschaft für Implantologie e. V. (DGI) den neuen schildfähigen DGI-Tätigkeitsschwerpunkt Implantatprothetik. Nun hat die Fachgesellschaft diesen erstmals verliehen: Dr. Herman Hidajat, MOM, aus Gütersloh kann sich als erster Zahnarzt mit dem neuen Tätigkeitsschwerpunkt schmücken.

Dr. Hermann Hidajat, Fachzahnarzt für Oralchirurgie und Master of Oral Medicine (MOM) aus Gütersloh, ist der erste Zahnarzt, der den neu geschaffenen DGI-Tätigkeitsschwerpunkt Implantatprothetik erworben hat. Neben dem Abschluss „Implantatprothetik“ des DGI-Curriculums Implantologie, den Dr. Hidajat zusätzlich zum Abschluss „Implantologie“ im November 2011 ablegte, konnte der 37-jährige Oralchirurg 200 implantatprothetisch versorgte Implantate aus allen Indikationsklassen sowie zehn dokumentierte Patientenfälle vorlegen. Damit erfüllte er die Voraussetzung für Urkunde und Siegel, die den neuen Tätigkeitsschwerpunkt dokumentieren. Diesen etablierte die DGI aufgrund einer Neuerung in ihrem DGI-APW-Curriculum Implantologie: Seit Beginn dieses Jahres haben dessen Teilnehmer die Wahl zwischen zwei Abschlüssen – Implantologie und Implantatprothetik.

„Wollen Zahnärzte ihren Patienten implantatgetragene Restaurationen anbieten, aber nicht selbst operieren, ist für den Therapieerfolg die gute Zusammenarbeit mit den chirurgischen Disziplinen und das Wissen um deren Möglichkeiten wichtig“, begründet DGI-Fortbildungsreferent Prof. Dr. Murat Yildirim, Düren, das Konzept des alternativen Abschlusses. Wer diesen anstrebt, belegt bevorzugt das Kurswochenende „Prothetik 2“ anstelle des zweiten Kurses „Augmentation 2“. Die Absolventen dieses Abschlusses müssen bei der Prüfung auch keine selbst operierten Patientenfälle präsentieren, sondern zehn prothetische Implantatversorgungen.

Dieses neue Angebot wird zwar genutzt, doch scheint für die meisten Curriculumsabsolventen eine andere Spielart attraktiver zu sein: Sie belegen das abschließende Prothetik-Modul zusätzlich, präsentieren entsprechende Kasuistiken bei der Prüfung und können sich neben der Urkunde für den Abschluss des Curriculums Implantologie ein zweites Zertifikat für Implantatprothetik in die Praxis hängen.

Genau dies hat auch Dr. Hidajat getan, der seit 2008 implantiert und dem es wichtig ist, seine Fähigkeiten auf diesem Gebiet weiter zu steigern. „Mir macht es viel Freude, meinen Patienten zu festsitzendem Zahnersatz zu verhelfen und zu erleben, wie diese sich freuen“, sagt Hidajat, den Vielseitigkeit und Vorhersagbarkeit der Implantologie faszinieren. Darum gehört die Information über die Möglichkeiten der Implantologie für ihn ganz selbstverständlich zum Patientengespräch, zumal viele Patienten danach fragen.

B. Ritzert, Pöcking

 

Mehr Informationen über den neuen Tätigkeitsschwerpunkt:

Marion Becht im DGI-Sekretariat für Fortbildung,

info@dgi-fortbildung.de

Tel.: 0621 68124451

www.dgi-ev.de/web/dgi/academy/curriculumimplantology

www.dgi-ev.de/web/dgi//implantatprothetik


(Stand: 28.11.2012)

DGI Nachrichten aktuell

In Memoriam an Karl-Ludwig Ackermann. Ein Nachruf von Prof. Dr. Günter Dhom und Gedenken an einen ganz „Großen“ der Zahnmedizin. 

zum Nachruf an Dr. Ackermann

Aktuelle Ausgabe 3/2020

Im Fokus

  • Kippkonus-Abutment
  • Statine und Bisphosphonate
  • Teleskopierende Hypridbrücke

FORTBILDUNGSANGEBOTE DGI

Die DGI bietet ein umfassendes und überregionales Fortbildungsangebot an. 

WERDEN SIE AUTOR

Sie haben ein spannendes Thema aus dem Bereich der Implantologie und würden gerne einen Artikel dazu in der ZZI veröffentlichen? Dann nutzen Sie unseren Editorial Manager und reichen Sie ihr Manuskript direkt bei uns ein.

Manuskript einreichen