Durch Dialoge an Schnittstellen gemeinsam in die Zukunft

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„Gemeinsam in die Zukunft” – so lautet das Motto unseres diesjährigen Kongresses in Frankfurt/Main, der traditionell das „Implantologie-Jahr” als Highlight beendet.

Denn nur gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen (zahn-)medizinischen Bereichen und gemeinsam mit Zahntechnik und Teamassistenz können wir die Entwicklung voran treiben. Schließlich ist die orale Implantologie zu einem höchst innovativen, aber auch komplexen Querschnittsfach geworden, das längst eng mit vielen zahnmedizinischen Gebieten verbunden ist. Hinzu kommen zahllose Berührungspunkte mit anderen medizinischen Fächern. Dies macht eine über die rein zahnmedizinisch orientierte Betrachtung hinausgehende Bewertung der Implantologie erforderlich.

Wer gemeinsam in die Zukunft gehen will, sollte aber wissen, wo der jeweils andere steht, welche Ziele er hat und welche Berührungspunkte und unterschiedliche Sichtweisen es gibt. Dies erfährt man am besten, wenn man miteinander redet. Darum ist unser Kongress geprägt von Schwerpunkten unter dem Motto: »Dialoge an Schnittstellen“.

Der Austausch zwischen der Implantologie und den angrenzenden (zahn-)medizinischen Gebieten ist für eine gemeinsame Zukunft essenziell. Dazu gehört auch, Standpunkte und Konzepte der deutschen Implantologie im internationalen Vergleich zu positionieren und zu diskutieren. Darum ist dies das zweite große Thema unserer Tagung.

Wir stellen natürlich – wie immer – die „Hotspots” des Jahres 2013 vor, die in die Zukunft weisen und für Kolleginnen und Kollegen relevant und wichtig sind. Das Spektrum reicht von Abutmentdesign und optischer Abformung über kurze Implantate, Infektionsprophylaxe und Periimplantitis, bis zur sinnvollen Zahl der Implantate im zahnlosen Kiefer. Dabei geht es nicht nur um neue Techniken, Materialien und Methoden, sondern auch um die regulatorischen und politischen Rahmenbedingungen, in denen sich implatologisch tätige Zahnärztinnen und Zahnärzte bewegen.

Bei aller Liebe zum Detail dürfen wir gleichwohl nie aus dem Auge verlieren, dass es bei der Bewertung der Implantologie letztlich immer um die Frage geht, welche Bedeutung Implantate für den Patienten haben und nicht nur für die Lücke. Im Zentrum steht daher die fachübergreifende und interdisziplinäre Bewertung des mittel- und langfristigen Nutzens einer Implantat-Versorgung. Diesen Dialogen sind daher die Plenarsitzungen gewidmet. Es geht um den Stellenwert der oralen Implantate in der Gesundheitsversorgung auf nationaler und internationaler Ebene. Eng damit verknüpft ist das Internationale Forum. Wir wollen prüfen, ob das, was wir in Deutschland machen, international akzeptiert ist und ob es internationale Standards gibt.

Dialoge an Schnittstellen gibt es auch zu anderen Gebieten – von der Ethik, über Genderforschung bis hin zum Thema Nachwuchs. Wir beleuchten die schon längst stattgefundenen Veränderungen in der Gesellschaft und deren Einflüsse auf die Implantologie. Dazu gehört auch das Forum für den implantologischen Nachwuchs, die „Nexte Generation“. Präsentiert wird das breite Spektrum der Zukunfts- und Karrierechancen mit innovativen Interaktionen und Gesprächen.

Angesichts der Fortschritte in der Implantologie und komplexer werdender Eingriffe ist die Teamfortbildung erklärtes Ziel der DGI und daher auch in der Struktur der Tagung abgebildet: Wissenschaftler und Praktiker, Zahnärzte, Oral- und MKG-Chirurgen, Zahntechniker und Assistenzkräfte finden „ihre” sowie gemeinsame Themen. Auch die stets erfolgreichen Tischpräsentationen, die „Experten zum Anfassen”, gibt es wieder im Programm. Zum Plattform-Gedanken passt auch die Zusammenarbeit mit der AG Keramik, die ihre Treffen unter dem Dach der DGI-Tagung veranstaltet.

Begleitet wird der Kongress von der Implant expo. Auf dieser spezialisierten internationalen Messe für Implantologie können sich die Fachbesucher über neue Trends und Entwicklungen informieren.

Ich freue mich auf den Austausch mit Ihnen in Frankfurt.

Ihr

Prof. Dr. Frank Schwarz

Kongress- und Vizepräsident der DGI


(Stand: 16.06.2015)

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