Gemeinsam Neues denken

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„Was kommt, was bleibt – Implantologie neu gedacht“ – so lautet das Motto unseres diesjährigen Kongresses in Düsseldorf, der traditionell das „Implantologie-Jahr“ als Highlight beendet. Wenn Sie selbst nicht nach Düsseldorf kommen können, vermitteln Ihnen die in dieser ZZI veröffentlichten Abstracts der Poster und Kurzvorträge, die auf unserer Tagung präsentiert werden, einen Eindruck, was sich zurzeit in der Implantologie tut und in welchen Bereichen besonders intensiv geforscht und entwickelt wird. Nach dem Kongress stehen darüber hinaus wie üblich ausgewählte Vorträge als Videomitschnitt zur Verfügung.

„Eine neue Art von Denken ist notwendig.“ Dieser Satz stammt von Albert Einstein. Der Physiker und Nobelpreisträger bezog diese Forderung zwar auf seinen Einsatz für den Weltfrieden, doch neues Denken kann viele Bereiche stimulieren – auch die Implantologie. Darum hatte ich einen frechen „kleinen Einstein“ als Bildmotiv für unseren 28. Kongress gewählt. Wir können manches in der Implantologie heute neu denken, was früher nicht möglich schien.

Wie sich die Sichtweise auf die Implantologie in den letzten Jahren verändert hat, wird besonders erkennbar am großen Interesse der jüngeren Kolleginnen und Kollegen an unserem Fach. Für Berufseinsteiger, die die Pionierzeit der Implantologie nicht miterlebt haben, sind Implantate heute eine selbstverständliche Versorgungsform, die inzwischen auf einem soliden wissenschaftlichen Fundament ruht und darum von Beginn an in das Praxiskonzept integriert wird. Aus diesem Grund ist die DGI auch eine besonders junge Gesellschaft, der Großteil unserer neuen Mitglieder gehört der jungen Generation 30-Plus an.

Dem tragen wir mit unserem Kongressprogramm Rechnung. Die beliebten Tischdemonstrationen sind in diesem Jahr ganz besonders an den Bedürfnissen der jungen Kolleginnen und Kollegen ausgerichtet – unsere Nexte Generation organisiert darüber hinaus einen Hands-on-Kurs für Einsteiger „My first Implant by Nexte Generation“ und wird sich in einer weiteren Sitzung mit Karriere und Networking beschäftigen.

Ich bin überzeugt, dass etliche neue Antworten auf alte Fragen, die Experten auf der Tagung geben werden, nicht nur den Nachwuchs, sondern auch „alte Hasen“ überraschen dürften. Es ist an der Zeit, sich von einigen überholten Konzepten und Denkmustern aus der Vergangenheit zu verabschieden, aktuelle Ideen auf ihre Praxistauglichkeit hin zu prüfen und tragfähige neue Konzepte zu beleuchten. Schließlich feiert unsere Gesellschaft in diesem Jahr auch ihren 20. Geburtstag – ein guter Anlass für eine Überprüfung von Standpunkten.

Wir präsentieren natürlich – wie immer – die „Hotspots“ des Jahres 2014, die für Kolleginnen und Kollegen relevant und wichtig sind und der wissenschaftsbasierten Praxis neue Impulse geben.

Angesichts der Fortschritte in der Implantologie und komplexer werdender Eingriffe ist die Teamfortbildung erklärtes Ziel der DGI und daher auch in der Struktur der Tagung abgebildet: Wissenschaftler und Praktiker, Zahnärzte, Oral- und MKG-Chirurgen, Zahntechniker und Assistenzkräfte finden „ihre“ sowie gemeinsame Themen.

Mehr darüber werden Sie in der nächsten ZZI-Ausgabe lesen können. Und vielleicht konnte ich Sie sogar motivieren, noch kurzfristig nach Düsseldorf zu kommen, um sich mit Kolleginnen und Kollegen zu treffen und auszutauschen.

Das würde mich besonders freuen. Auf jeden Fall wünsche ich Ihnen – auch im Namen meiner Vorstandskollegen – eine stressarme Advents- und eine schöne Weihnachtszeit.

Ihr

Prof. Dr. Frank Schwarz

Kongress- und Vizepräsident der DGI


(Stand: 03.12.2014)

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