Die implantologische Profession in der Genderperspektive: Chancen und Karrierewege

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A. Boll1, P. Gehrke2

Einführung: Bei der Betrachtung der Studienanfänger und Absolventen der Zahnheilkunde lässt sich eine steigende Frauenquote erkennen, jedoch zeigt sich bei der Berufstätigkeit von Zahnmedizinerinnen und Zahnmedizinern im Fachbereich Implantologie eine deutliche Disparität zulasten der Frauen.

Material und Methode: Es wurde ein spezieller Fragebogen entwickelt, um zu ermitteln, worin die Ursachen für das zahlenmäßige Ungleichgewicht zwischen implantologisch tätigen Frauen und Männern in Deutschland liegen, was Frauen in der Implantologie motiviert und demotiviert und ob es geschlechtsspezifische Einflüsse bei der Auswahl des Fachs Implantologie gibt. Die Aktion umfasste 1.700 Fragebögen, die an 1.200 implantologisch tätige Frauen und 500 implantologisch tätige Männer versandt wurden. Die anonymisierte statistische Auswertung erfolgte mit SPSS (Windows) unter Zuhilfenahme von Student-t-Tests und Chi-Quadrat-Tests. Als maßgebendes Signifikanzniveau wurde die 5-%-Marke angenommen (p < 0,05).

Ergebnisse: Die Rücklaufquote der Befragung betrug 29,6 % (n = 504; 129 Männer; 365 Frauen). Die Ergebnisse der Umfrage lassen eine barrierefreie, zielgerichtete, implantologische Karriereorientierung bei Zahnärzten und einen „Motivmix“ in puncto Familie und Beruf, also eine „Vereinbarkeitsorientierung“, bei Zahnärztinnen erkennen, die es Zahnärztinnen schwerer macht, sich für das Fach Implantologie postgraduiert zu entscheiden oder es ähnlich konsequent durchzuführen wie ihre männlichen Kollegen. Frauen haben damit eine hervorragende Bildungs-, aber eine vergleichsweise schlechte Berufsbiografie.

Schlussfolgerung: Primär wichtig erscheinen die frühzeitige Integration der implantologischen Lehre in das Zahnmedizinstudium, aber auch Mentorenprogramme erfolgreicher Implantologinnen/Mütter, die eine Beratungs- und Vorbildfunktion für Frauen einnehmen und Hilfestellung bei strategischen Karrierelaufbahnplanungen sowie in beruflichen Entscheidungs- und Konfliktsituationen leisten könnten.

Schlüsselwörter: Frauen und Implantologie; geschlechtsspezifische Unterschiede in der Implantologie; Genderperspektive

Zitierweise: Boll A, Gehrke P: Die implantologische Profession in der Genderperspektive: Chancen und Karrierewege. Z Zahnärztl Implantol 2014;30:267–287

DOI 10.3238/ZZI.2014.0267–0287

Einleitung

Demografische Erhebungen zeigen eine steigende Frauenerwerbstätigkeit mit proportionalem Anstieg von weiblichen Berufstätigen mit akademischem Hochschulabschluss [8, 10, 11, 13, 21]. Im Zuge der Bildungsexpansion hat auch der Frauenanteil an Studierenden des Fachbereichs Zahnheilkunde stetig zugenommen. Der Anteil weiblicher Studienanfänger mit dem Ziel Staatsexamen lag in Deutschland im Jahr 2000 bereits bei über 60 %, im Jahr 2010 – wie bereits 2009 – waren mit 65,5 % nahezu zwei Drittel der Studierenden im ersten Fachsemester weiblich [24] (Abb. 1). Mit dem zahnärztlichen Berufseintritt setzen jedoch Segregationsprozesse horizontaler und vertikaler Art ein [28]. So verteilen sich die Geschlechter nicht gleichmäßig auf alle Facharztgebiete (horizontale Segregation), sondern es gibt Fachgebiete mit einem sehr geringen Frauenanteil, z.B. die Oralchirurgie und Implantologie. Andere Fachgebiete weisen wiederum einen überproportionalen Frauenanteil auf, z.B. die Kinderzahnheilkunde [20]. Die Mitgliederzahlen der Deutschen Gesellschaft für Implantologie im Zahn-, Mund- und Kieferbereich e.V. (DGI) belegen dieses Ungleichgewicht eindrucksvoll. Im Jahre 2011 waren von insgesamt 7.596 Mitgliedern in Deutschland nur 1.216 weiblich (Abb. 2) (Statistik der DGI, Stand November 2011). Es scheint weiterhin ein traditionell geschlechterspezifisches Beschäftigungsmuster zu existieren, das nur langsam von den quantitativen Zuwächsen berufstätiger Frauen verändert wird [22]. Dass tradierte Geschlechtergrenzen dennoch in Bewegung sind, zeigen aktuelle Mitgliederzahlen der DGI, in denen das Durchschnittsalter der neu aufgenommenen Mitglieder im Jahr 2013 bei 35,7 Jahren lag und ein Drittel aller Neuaufnahmen weibliche Mitglieder waren [30] (Statistik der DGI, Stand November 2013). Auch das statistische Jahrbuch dokumentierte, dass die Zahl der behandelnd tätigen Zahnärztinnen 2010 mit 2,3 % gegenüber dem Vorjahr überproportional zunahm (+637 auf 27.939), während die Anzahl der Männer nach den rückläufigen Jahren 2003–2008 gegenüber dem Jahr 2009 konstant blieb (+4 auf 39.869). Der Anteil der behandelnden Zahnärztinnen stieg um 0,5 %-Punkte auf 41,2 % [25].

Frauen haben heute eine hervorragende Bildungs-, aber eine vergleichsweise schlechte Berufsbiografie. Theoretische Ansätze beschäftigen sich mit der „sozialen Konstruktion“ von Geschlecht und den daraus resultierenden Konsequenzen [1, 4, 5, 7, 27]. Gesellschaftlich gefordert werden heutzutage von Frauen – in vielleicht widersprüchlicher Weise – sowohl berufliche Leistung als auch familiäres Engagement, d.h. beruflich karriereorientiert vorgehen und gleichzeitig die Familie managen. Dieser „Motivmix“ kann dazu beitragen, dass Berufsbiografien bei Frauen weniger zielgerichtet, weniger kontinuierlich und weniger karriereorientiert ablaufen können, als das bei Männern der Fall ist [2–6, 16, 26]. Speziell auf den Fachbereich Implantologie bezogen kommt hinzu, dass es sich – vom Studenten zum ausgebildeten implantologischen Experten – um eine zeitaufwendige postgraduierte Ausbildung handelt. Lebenssphären von Beruf und Familie könnten dabei besonders für Frauen schwer vereinbar sein und zu einer Demotivierung führen. Betrachtet man die Implantologie als vornehmlich technisches Fach, so könnte der Mangel an Frauen in dieser Disziplin auch darauf beruhen, dass Frauen in Deutschland nicht grundsätzlich „technikaffin“ erzogen oder ausgebildet werden. Vor dem Hintergrund, dass das Institut der Deutschen Zahnärzte (IDZ) prognostiziert, dass die Anzahl behandelnd tätiger Zahnärzte 2030 bei 61.282 liegt, davon 24.820 Männer und 36.462 Frauen, wäre es für das Fach Implantologie als zukunftsorientierte Therapierichtung eine unzureichende Entwicklung, bliebe es eine Männerdomäne [18]. Im Sinne einer langfristigen und nachhaltigen Qualitäts- und Effizienzsteigerung scheint es angemessen und notwendig, die Belange von Zahnärztinnen innerhalb des implantologischen Fachgebiets zu erkennen und perspektivisch zu berücksichtigen. Das Ziel der vorliegenden Untersuchung war daher, die ursächlichen Faktoren, die für das bestehende Ungleichgewicht zwischen implantologisch tätigen Frauen und Männern in Deutschland verantwortlich sind, zu identifizieren. Motivatoren bzw. Demotivatoren sowie mögliche geschlechtsspezifische Einflüsse bei der Auswahl der implantologischen Profession sollten dabei im besonderen Maße berücksichtigt werden. Die zu untersuchende Arbeitshypothese lautete: „Die Ursachen für das Ungleichgewicht zwischen Männern und Frauen in der Implantologie liegen vornehmlich im gelebten und anerzogenen Frauenbild in der Gesellschaft und in der Herausforderung, Familienplanung und berufliche Karriereorientierung zu vereinen.“

Material und Methode

In Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Implantologie im Zahn-, Mund- und Kieferbereich e.V. (DGI) wurde ein speziell an implantologisch tätige Frauen und Männer in Deutschland gerichteter Fragebogen entwickelt. Dieser Fragebogen gliederte sich in 4 Abschnitte. Im Abschnitt 1 des Fragebogens wurden Fragen zum implantologischen Profil der Befragten gestellt (Ausbildungshintergrund, Ausprägung der implantologischen Tätigkeit, Implantatzahlen). Der zweite Abschnitt des Fragebogens hinterfragte Ursachen und Umstände für den Einstieg in die Implantologie. Der Abschnitt 3 sollte nur von Kolleg(inn)en ausgefüllt werden, die nicht implantatchirurgisch, jedoch ggf. implantatprothetisch tätig sind. Der Abschnitt 4 erfasste sozialgesellschaftliche Hintergründe und Informationen der Befragten (Familienstand, Beruf des Partners, Freizeitaktivität, Beschreibung von Charaktereigenschaften). Der Fragebogen wurde an 1.700 implantologisch tätige Personen in Deutschland versandt, die stichprobenartig aus dem Adresspool der DGI ausgewählt wurden und sich folgendermaßen untergliederten: 1.000 weibliche und 500 männliche Mitglieder der DGI, deren implantologische Qualifikation und die Anzahl der gesetzten Implantate p.a. unbekannt waren. Zur Identifikation und gezielten Befragung von weiblichen „Vielimplantierern“ (> 100 Implantate p.a.) erschien es sinnvoll, anhand von real nachvollzieh- und messbaren Implantatzahlen, zusätzlich Kundinnen der Implantatindustrie zu befragen. Dazu wurden ebenfalls stichprobenartig 200 Kundinnen der Firma Dentsply Implants, Mannheim, ausgewählt und befragt. Der generelle weibliche Überhang war methodisch gewollt und auf die Testbedingungen zurückzuführen. Um eine möglichst hohe Rücklaufquote zu generieren, enthielten die entsandten Fragebögen und Rücksendeumschläge ein persönliches Anschreiben, jeweils unterzeichnet von dem zum Zeitpunkt der Befragung amtierenden Pastpräsidenten der DGI (für DGI-Mitglieder), oder von der Marketingleitung Dentsply Implants (200 Implantologinnen/> 100 Implantate p.a.). Ansprechpartner und Kontaktdaten für eventuelle Rückfragen wurden explizit im Anschreiben genannt. Die Feldzeit betrug 5 Wochen ab September 2011. Eine Nachfassaktion wurde nicht durchgeführt. Die anonymisierte statistische Auswertung aller Daten wurde mithilfe des Statistikprogramms SPSS für Windows durchgeführt. Als statistische Tests zur Signifikanzprüfung wurden der Student-t-Test für verbundene Stichproben und der Chi-Quadrat-Test verwendet. Als maßgebendes Signifikanzniveau wurde die 5-%-Marke angenommen (p < 0,05).

Ergebnisse

Die Rücklaufquote betrug 29,6 % (n = 504 von insgesamt 1.700 versandten Fragebögen). Die Antworten von 365 implantologisch tätigen Frauen und 129 Männern konnten ausgewertet werden.

Implantologisches Ausbildungsprofil (Teil 1)

Während die Geschlechterverteilung der Teilnehmer des DGI-Curriculums noch ausgeglichen erschien (58 % Männer/62 % Frauen), besteht bei den Absolventen des „Continuums Implantologie DGI“ und des postgraduierten Studiengangs „Master of Science Implantologie STI/DGI“ eine deutliche Disparität, mit einer signifikant geringeren Anzahl von weiblichen Absolventen (Continuum Implantologie: 19 % Männer und 6 % Frauen; p = 0,000) (Master of Science: 13 % Männer und 6 % Frauen; p = 0,004) (Abb. 3). Die weiblichen Implantologen praktizierten signifikant häufiger allein als ihre männlichen Kollegen (Abb. 4). 58 % der Männer und 52 % der Frauen sind in Gemeinschaftspraxen tätig. 24 % der Männer und 35 % der Frauen sind allein tätig (p = 0,046). Bei den Antworten auf die Frage nach Behandlungsschwerpunkten und Stärken ihrer zahnärztlichen Arbeit sind die Unterschiede in Bezug auf die Behandlungsschwerpunkte in den Bereichen Implantatprothetik und Implantologie auffällig. 53 % der Männer und 41 % der Frauen geben Implantologie als Behandlungsschwerpunkt und Stärke an (p = 0,000). Der Unterschied zwischen Männern und Frauen ist hier höchst signifikant (Abb. 5). Bei der Beschreibung der Ausprägungen der implantologischen Tätigkeit gab es deutliche geschlechtsspezifische und höchst signifikante Unterschiede (Abb. 6). Während 78 % der Männer und 80 % der Frauen angaben, bei einfachen Indikationen zu implantieren, sinkt dieser Anteil bei der Behandlung von komplizierteren Indikationen auf 35 % bei den Frauen und 55 % bei den Männern (p = 0,000). Die Angaben zur Anzahl der jährlich gesetzten und prothetisch versorgten Implantate waren in der Gruppe der männlichen Implantologen deutlich höher (Abb. 7, 8). Die längere Berufserfahrung der männlichen Kollegen könnte unmittelbare Auswirkungen auf den Schwierigkeitsgrad der implantologischen Therapie haben. 54 % der befragten Männer, aber nur 24 % der Frauen implantierten seit mehr als 10 Jahren (Abb. 9). Geschlechtsspezifische Unterschiede hinsichtlich der in der Therapie verwendeten Implantatsysteme konnten bei den Probanden nicht festgestellt werden (Abb. 10).

Motivation/Demotivation für den Einstieg
in die Implantologie (Teil 2)

Das Interesse, implantattherapeutisch zu agieren, war bei den befragten Frauen überdurchschnittlich vorhanden (Abb. 11). Die Frage, was ihnen an den implantologischen Tätigkeiten besonders gut gefällt, beantworteten Männer und Frauen gleich. 54 % der Männer und 57 % der Frauen finden die Vielseitigkeit der Behandlungsmöglichkeiten, die der/die Zahnarzt/-ärztin in der Implantologie hat, besonders gut (Abb. 12). 47 % der Männer und 48 % der Frauen bewerteten die Herausforderungen der Implantologie als motivierend, die aus der abwechslungsreichen, kreativen Art der Tätigkeit resultieren. Die spontanen Präferenzen unterscheiden sich in den geschlechtsspezifischen Untergruppen kaum. Jedoch befürchteten 30 % der Frauen und 24 % der Männer ein erhöhtes Behandlungsrisiko durch Komplikationen oder Misserfolge (Abb. 13). Bemerkenswert ist, dass Frauen sich selbst kritischer betrachteten als ihre männlichen Kollegen dies taten. Als Ursache für die Dysbalance zwischen Männern und Frauen in der Implantologie glaubten nur 19 % der Männer, aber 31 % der Frauen, dass es am Zeitaufwand liege, den die Implantologie in der Ausbildung und in der späteren Durchführung beansprucht (Abb. 14). Der Einstieg in die Implantologie war in allererster Linie auf Eigeninitiative zurückzuführen, häufig initiiert durch die Assistenzzeit in der Praxis oder Hochschule. Die Wege zur Implantologie waren für Frauen und Männer nahezu identisch (Abb. 15). Während nur 63 % der befragten Männer in der implantologischen Therapie auch eine Maßnahme sahen, die die Gesunderhaltung von benachbarten oder antagonistischen Zähnen ermöglicht, war dieses konservierende Behandlungsziel den weiblichen Kolleginnen (75 %) signifikant wichtiger (p = 0,007). Der Unterschied zwischen männlichen und weiblichen Behandlern in Bezug auf eine eher konservative, erhaltende Zahnheilkunde erscheint hier deutlich (Abb. 16). Im Mittelpunkt der Argumente für die Implantologie standen Patientenvorteile. Wirtschaftliche Aspekte schienen für die Behandler eine eher sekundäre Rolle zu spielen. Als motivierende Maßnahmen, mehr weibliche Zahnärzte für die Implantologie zu gewinnen, werden frühzeitige, studienrelevante, strukturierte implantologische Lehrinhalte praktischer und theoretischer Art innerhalb der zahnärztlichen Ausbildung genannt. Dabei fällt auf, dass diese Maßnahmen signifikant stärker von Frauen gefordert wurden (41 % Männer; 57 % Frauen fordern eine Integration der Chirurgie in den Lehrplan; p = 0,002), (25 % Männer; 33 % Frauen befürworten das Setzen eines Implantats im Examen; p = 0,027), (16 % Männer; 31 % Frauen fordern ein vermehrtes Angebot an Supervisionen; p = 0,000).

Profil von reinen Implantatprothetiker(inne)n
(Teil 3)

Der Abschnitt 3 sollte nur von Kolleg(inn)en ausgefüllt werden, die nicht implantatchirurgisch, jedoch ggf. implantatprothetisch tätig sind. Auf den 504 zurückgesandten und ausgewerteten Fragebögen gaben alle Probanden an, sowohl implantatchirurgisch als auch -prothetisch tätig zu sein. Daher wurde Teil 3 des Fragebogens von keinem der Befragten ausgefüllt.

Sozialgesellschaftliches Hintergrundprofil (Teil 4)

3 von 4 Befragten Zahnärzten waren weiblich; dieser Überhang war methodisch gewollt und auf die Testanlage zurückzuführen (Abb. 18a). Die befragten Männer waren mit durchschnittlich 46,2 Jahren geringfügig älter als die Frauen mit 41,4 Jahren (Abb. 18b). 7 % der Männer und 16 % der Frauen gaben an, in einem Ein-Personen-Haushalt zu leben. Damit waren im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen mehr als doppelt so viele implantologisch tätige Frauen alleinstehend (Abb. 19). Über die Hälfte der Implantologinnen hatte keine Kinder unter 18 Jahren im Haushalt, und ein Dritel der Frauen gab an, einen Partner, aber gar keine Kinder zu haben (Abb. 20). Ungefähr doppelt so viele implantologisch tätige Frauen wie Männer waren ledig (Abb. 21). Nur 40 % der befragten Männer, jedoch 89 % der Frauen hatten eine(n) voll berufstätige(n) Partner/in (Abb. 22). Mehr als die Hälfte der Männer hatte eine teilweise, geringfügig oder gar nicht beschäftigte Partnerin, während die männlichen Partner der Implantologinnen häufig in beruflichen Führungspositionen mit hoher Qualifikation tätig waren. Oft waren die Partner(innen) ebenfalls im Gesundheitswesen tätig (Auszug aus Antwortauswahl: Zahnarzt/Zahnärztin n = 73; MKG-Chirurg/-Chirurgin n = 17; Arzt/Ärztin n = 28; Zahntechniker n = 7).

Auffällig ist, dass sich 53 % der Frauen und nur 40 % der Männer (p = 0,001) als ehrgeizig bezeichneten (Abb. 23 a, b). Andererseits beschrieben sie sich auch in 49 % der Fälle als selbstkritisch, während dies nur 33 % der männlichen Probanden als Charaktereigenschaft angaben (p = 0,001). 46 % der Männer und 43 % der Frauen geben Familie als hauptsächliches Hobby an (Abb. 24 a, b). Hinzu kommen als Ausgleich zum Beruf oftmals sportliche Aktivitäten. Andere Privatbetätigungen interessierten die Männergruppe nicht erwähnenswert, während Frauen auch andere Freizeitaktivitäten wie Theater (p = 0,000), Literatur (p = 0,000) und Mode (p = 0,000) als Ausgleich in Betracht zu ziehen schienen. 57 % der Männer und 51 % der Frauen hatten in ihrem Leben bereits handwerkliche Malerarbeiten durchgeführt (p = 0,010) (Abb. 25 a, b). Nur 33 % der befragten Frauen hatten bisher eine Bohrmaschine bedient, während dies für 76 % der Männer selbstverständlich schien (p = 0,000). 68 % der männlichen und nur 23 % der weiblichen Kollegen hatten Fahrräder repariert oder Reifen am Auto gewechselt (p = 0,000). Während sich die handwerklichen Arbeiten der befragten Frauen verstärkt auf die einfacheren Tätigkeiten beschränkten, dominierten bei den Männern signifikant die Tätigkeiten, die mit Werkzeugen zu tun haben, die invasiv sind oder mit deutlich höherem technischem Aufwand und mehr Verantwortung durchzuführen sind.

Diskussion

Die aussagekräftigsten Ergebnisse hinsichtlich möglicher geschlechtsspezifischer Einflüsse bei der Wahl und Ausübung der implantologischen Tätigkeit traten im Studienabschnitt 4 zutage. Die Angaben zu den sozialgesellschaftlichen Hintergründen der befragten Probanden bestätigen eindrücklich die Arbeitshypothese, dass die Ursachen für das Ungleichgewicht zwischen Männern und Frauen in der Implantologie vornehmlich im gelebten und anerzogenen Frauenbild der Gesellschaft liegen. Offenbar besteht für Frauen mit Interesse an einer zahnärztlich-implantologischen Praxis- bzw. Kliniktätigkeit eine veritable Herausforderung, Familienplanung und berufliche Karriereorientierung zu vereinen. Untersuchungen zur beruflichen Laufbahnentwicklung von Student(inn)en bzw. Absolvent(inn)en der Humanmedizin bestätigen die eigenen Ergebnisse (BELA-E Studie) [4, 5, 6, 7]. Unterstellt man frischgebackenen Absolventinnen und Absolventen des Zahnmedizinstudiums einen gleich großen Kinderwunsch und berücksichtigt man die zeitaufwendige graduierte und postgraduierte Ausbildung in der zahnärztlichen Implantologie, so lässt sich vor dem Hintergrund des „Traditionalisierungseffekts“ in Familienstrukturen [9] erklären, warum weibliche Implantologen in Deutschland eher seltener vertreten sind. Zahnmedizinerinnen, die den Wunsch haben, eine Familie zu gründen, und die Ausbildung zu einer erfolgreichen Implantologin erwägen, sehen sich mit unterschiedlichen, teils widersprüchlichen gesellschaftlichen Erwartungen konfrontiert. Als gut ausgebildete Frauen sollen sie emanzipiert ihrer Berufstätigkeit nachgehen, jedoch gleichzeitig ihre natürliche Rolle als fürsorgende Mütter einnehmen. Für die komplexe zahnmedizinisch-implantologische Ausbildung und die hohe Techniksensibilität und Trainingsintensität des Fachs ist die zu erwartende Diskontinuität im Karriereweg der „Mutter“ nicht förderlich. Mit Kindern spielt sich die implantologische Ausbildung häufig in einer Phase ab, in der die Kinder noch klein sind und einen hohen Betreuungsbedarf haben. Dieser nicht zu unterschätzende Konflikt kann dazu führen, dass sich Frauen mit implantologischem Interesse gezielt gegen klassische Partner- und Familienbilder entscheiden. Bei den Probanden der vorliegenden Studie waren im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen ca. doppelt so viele implantologisch tätige Frauen ledig. Eher umgekehrt stellte sich die Verteilung der geschlossenen Ehen der Implantologen und Implantologinnen dar. 74 % der befragten Zahnärzte und 58 % der Zahnärztinnen waren verheiratet. In den Ehen hatten nur 40 % der Männer, aber 89 % der Frauen eine(n) voll berufstätige(n) Partner(in). Mehr als die Hälfte der implantologisch tätigen Männer hatte eine teilweise, geringfügig oder gar nicht beschäftigte Partnerin, während die Partner der Implantologinnen häufig in beruflichen Führungspositionen mit hoher Qualifikation tätig waren. Studien von Abele und Nitzsche [12] sowie Hohner et al. [17] bestätigen diese Ergebnisse bei Ärztinnen und Ärzten der Humanmedizin. Bedeutsam ist dieses Ergebnis hinsichtlich der häuslichen Unterstützung und Familienentlastung und lässt nur vermuten, warum 69 % der befragten Männer und nur 50 % der Frauen in 3+-Personen-Haushalten, also Haushalten mit mindestens einem Kind, leben. Implantologisch tätige Zahnärztinnen leben deutlich seltener in klassischen Familienstrukturen. Vollbeschäftigte Akademiker bzw. Partner mit gleich hohem Ausbildungs- und Karriereniveau stellen eine geringere Entlastung bei der gemeinsamen Betreuung eines oder mehrerer Kinder dar. Diese Partnerwahl hat zur Konsequenz, das Beruf und Familie unter hohem organisatorischem Aufwand, häufig seitens der Frau, vereinbart werden müssen. Die komplexe und zeitintensive implantologische Ausbildung sowie Ausübung des Fachs konkurriert in diesen Fällen mit familiären Verpflichtungen. Eine Form der „Konfliktprophylaxe“ scheint der völlige Kinderverzicht zu sein [23]. So stieg in Westdeutschland die Zahl kinderloser Akademikerinnen (bis 40 Jahre) in einem Zehnjahreszeitraum von 32 % im Jahre 1991 auf 42 % in 2001 [19]. Auch bei der Teilnahme an curriculären und postgraduierten Fortbildungen sind geschlechtsspezifische Unterschiede zu erkennen. 19 % der implantologisch tätigen Männer und nur 6 % der Frauen besuchten das Continuum Implantologie der DGI (p = 0,000). Vergleichbar absolvierten 13 % der Männer und nur 6 % der Frauen einen postgraduierten Studiengang zum Master of Science in Oral Implantology, STI (p = 0,004). Im Rahmen der bestehenden Partner- und Familienkonstellation haben Männer anscheinend mehr Zeit, sich fortzubilden. Auf der Basis einer fundierten Ausbildung setzen männliche Implantologen ihre Schwerpunkte vermutlich spezifischer auf implantatchirurgische und -prothetische Aspekte. Die Ergebnisse der Studie weisen darauf hin, dass implantologisch tätige Frauen häufig ein breitgefächertes Behandlungsspektrum anstreben. Ca. 47 % der Frauen befassen sich neben der Implantologie auch schwerpunktmäßig mit konventioneller Prothetik, Kariologie und Füllungstherapie. Ein auf die Implantologie fokussierter Ausbildungsverlauf der männlichen Kollegen führt offensichtlich dazu, dass 55 % der in dieser Studie befragten Männer, jedoch nur 35 % der Frauen angaben, auch in komplizierten Indikationen zu implantieren (p = 0,000). Auch setzten männliche Implantologen mehr Implantate und versorgten diese häufiger prothetisch. Zitzmann et al. demonstrierten in ihrer Untersuchung ähnliche Phänomene [29]. Auch hier setzten signifikant weniger Frauen Implantate (35 % Frauen vs. 63 % Männer) oder operierten selbstständig kompliziertere Indikationen, z.B. Sinuslift (16 % Frauen vs. 43 % Männer). Die Autoren konnten damit zeigen, dass Zahnärzte im Vergleich zu ihren weiblichen Kolleginnen therapieinvasive chirurgische- und implantologische Verfahren im Behandlungsspektrum bevorzugten. Zahnärztinnen präferierten dagegen häufiger die Zahnerhaltung durch regenerative parodontalchirurgische Maßnahmen.

Definiert man beruflichen Erfolg über die Ausprägung der implantologischen Tätigkeit, also die Anzahl gesetzter und versorgter Implantate, so deuten die Ergebnisse der Umfrage darauf hin, dass implantologisch tätige Männer häufig beruflich erfolgreicher sind als ihre weiblichen Kolleginnen. Einschlägige Literatur beschreibt dieses Phänomen als Schereneffekt [7, 12, 13, 16, 17]. Zu Beginn der Hochschulausbildung bestünden keine Unterschiede in der Beteiligung von Frauen und Männern an der medizinischen/zahnmedizinischen Ausbildung. Mit der Zeit jedoch werden Männer zunehmend erfolgreicher in ihrer beruflichen Laufbahn als Frauen. Die Begründung liegt für die Autoren in der kontinuierlichen Karriereentwicklung bei Männern und dem unter gleichen Umständen von Diskontinuitäten gekennzeichneten weiblichen Berufsweg. Jedoch sind Kinder nicht per se ungünstig für die Karriere von Frauen. Wenn es den Ärztinnen gelang, mit Kind(ern) Vollzeit berufstätig zu bleiben, dann waren sie genauso erfolgreich wie ihre männlichen Kollegen. Eine vergleichbare Aussage lässt sich auch aus der vorliegenden Untersuchung ableiten. Sieverding beschreibt, dass sich Geschlechterstereotypen zwar im Lauf der Zeit verändert hätten, der Kern jedoch im Wesentlichen gleich geblieben sei [23]. Wie sehr Geschlechterrollen unser Verhalten auch bereichsübergreifend beeinflussen, zeigen die Ergebnisse dieser Studie in Bezug auf die handwerklichen Tätigkeiten, die in der Kindheit, Jugend oder im frühen Erwachsenenalter der Probanden ausprobiert und erlernt wurden. Nur 33 % der befragten Zahnärztinnen hatten in ihrer Kindheit oder Jugend eine Bohrmaschine bedient, während dies für 76 % der Männer zum Alltag ihres Erwachsenwerdens gehörte. Ebenso hatten 68 % der Männer und nur 23 % der Frauen Fahrräder repariert oder Reifen am Auto gewechselt (Abb. 25 a, b). Geschlechterstereotypen scheinen männliches und weibliches Handeln in vielen Bereichen und Phasen des Lebens zu beeinflussen, auch in der Implantologie. Die Ergebnisse dieser Studie lassen eine barrierefreie, zielgerichtete, implantologische Karriereorientierung bei männlichen Kollegen und einen „Motivmix“ in puncto Familie und Beruf, also eine „Vereinbarkeitsorientierung“, bei weiblichen Kolleginnen erkennen.

Schlussfolgerungen

Die Befragung von 504 implantologisch tätigen Zahnärzt(inn)en zeigte ein identisches Interesse an der Implantologie, jedoch unterschiedliche gesellschaftlich geprägte Lebens- und Berufsplanungen von Männern und Frauen. Frauen zeigen eine größere Kompromissbereitschaft, berufliche Ziele dem Wunsch nach einer Familie unterzuordnen. Die gesellschaftliche Prägung im Kindes- und Jugendalter scheint das Zutrauen zu einer späteren implantologisch- handwerklichen Tätigkeit zu bestimmen. Vielimplantiererinnen (weibliche Implantologen) verzichten in der Tendenz eher auf ein klassisches Familienleben. Primär wichtig erscheinen unter Berücksichtigung aller Ergebnisse vor allem die frühzeitige Integration der implantologischen Lehre in das Zahnmedizinstudium, aber auch Mentorenprogramme erfolgreicher Implantologinnen/Mütter, die eine Beratungs- und Vorbildfunktion für Frauen einnehmen und Hilfestellung bei strategischen Karrierelaufbahnplanungen sowie beruflichen Entscheidungs- und Konfliktsituationen leisten könnten.

Danksagung

Die Autoren bedanken sich bei den Firmen Dentsply Implants und Tele Research GmbH für die konstruktive Kooperation bei der Durchführung der Untersuchung. Dem Pastpräsidenten der Deutschen Gesellschaft für Implantologie im Zahn-, Mund- und Kieferbereich (DGI) e.V. und amtierenden Fortbildungsreferenten Prof. Dr. Günter Dhom gilt unser außerordentlicher Dank für die Hilfestellung und Unterstützung zur Realisierung der Befragung.

Zitierweise: Boll A, Gehrke P: Die implantologische Profession in der Genderperspektive: Chancen und Karrierewege. Z Zahnärztl Implantol 2014;30:267–287

DOI 10.3238/ZZI.2014.0267–0287

Korrespondenzadresse

Dr. Peter Gehrke

Praxis Prof. Dr. Dhom & Partner

Bismarckstr. 27,

67059 Ludwigshafen

Tel.: 0621 68124444

dr-gehrke@prof-dhom.de

Literatur

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4. Abele AE: Ärztin-/Arzt sein heute – Zwischen Erwartung und Realität, Befunde der Erlanger Längsschnittstudie BELA-E. In: Petermann-Meyer A, Schwarte A, Dohmen C, Neises M (Hrsg) Psychosomatische Gynäkologie und Geburtshilfe. Beiträge der Jahrestagung der DGPFG, 2002(a), 21–31

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13. Abele AE, Dette DE: The impact of family structure and personal goals on career success of male and female professionals. Findings from a longitudinal study. J Vocational Behav under review, 2005(b)

14. Alfermann D: Geschlechterrollen und geschlechtstypisches Verhalten. Kohlkammer, Stuttgart

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19. Informationsdienst der deutschen Wirtschaft Köln (iwd), Nr. 38 09/ 2003, Akademikerinnen – Karriere kontra Kinder

20. Kuhlmann E: Profession und Geschlechterdifferenz, Eine Studie über die Zahnmedizin, Opladen, 1999

21. Ostermann A, Domsch ME: Dual Career Couples: Die unerkannte Zielgruppe. In: Gross W (Hrsg) Karriere(n) 2010, Deutscher Psychologen Verlag, Bonn, 2005, 158–171

22. Schäfer G, Fischer T, Groß D: Die Entwicklung der zahnärztlichen Profession im wiedervereinigten Deutschland in genderspezifischer Perspektive (1990–2008), Teil 1: Chancen und Karrierewege im Geschlechtervergleich. In: Groß D (Hrsg) Gender schafft Wissen, Wissenschaft Gender? Geschlechtsspezifische Unterscheidungen und Rollenzuschreibungen im Wandel der Zeit, Kassel University Press GmbH, Kassel, 2009, 187–208

23. Sieverding M: Psychologische Karrierehindernisse im Berufsweg von Frauen. In: Dettmer S, Kaczmarczyk G, Bühren A (Hrsg) Karriereplanung für Ärztinnen. Springer Medizinverlag, Heidelberg, 2006, 57–76

24. Statistisches Jahrbuch 2010/2011 der Bundeszahnärztekammer, Zahnärztliche Ausbildung S. 40 ff., Tab. 1, S. 45, Statistisches Bundesamt – Fachserie 11 Reihe 4.1, Studierende an Hochschulen; Sonderauswertung des Statistischen Bundesamtes

25. Statistisches Jahrbuch 2010/11 der Bundeszahnärztekammer, Mitglieder der (Landes-)Zahnärztekammern, S. 60, Statistisches Bundesamt – Fachserie 11 Reihe 4.1; Sonderauswertung des Statistischen Bundesamtes

26. Strehmel P: Karriereplanung mit der Familie. Eine Studie über Wissenschaftlerinnen mit Kindern. Bielefeld, 1999

27. Wetterer A: Die soziale Konstruktion von Geschlecht in Professionalisierungsprozessen, Frankfurt, 1995

28. Wetterer A: Ausschließende Einschließung – marginalisierende Integration: Geschlechterkonstruktion in Professionalisierungsprozessen. In: Neusel A, Wetterer A (Hrsg) Vielfältige Verschiedenheiten, Geschlechterverhältnisse in Studium, Hochschule und Beruf, Campus Verlag, Frankfurt a.M., 1999, 223– 253

29. Zitzmann NU, Scherrer SS, Weiger R, Lang NP, Walter C: Preferences of dental care providers in maintaining compromised teeth in relation to their professional status: implants instead of periodontally involved maxillary molars? In: Clin Oral Implants Res 2011; 22:143–50

30. ZZI Nachrichten: Aktuelle Mitgliederentwicklung in der DGI; Z Zahnärztl Implantol 2014;30:28

Fussnoten

1 Dr. Buhtz und Kollegen, Praxis für Zahnheilkunde und Implantologie, Hamburg

2 Praxis Prof. Dr. Dhom & Partner, Ludwigshafen


(Stand: 03.12.2014)

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