Gemeinsam Qualität sichern

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„Qualität sichern – der Erfolgskorridor in der Implantologie“ – so lautet das Motto unseres diesjährigen Kongresses, mit dem die DGI nach sechs Jahren nach Hamburg zurückkehrt und das „implantologische Fortbildungsjahr“ 2016 beendet. Es freut mich sehr, dass dieses Motto in Verbindung mit unserem breiten, fächerübergreifenden Themenspektrum und renommierten Referenten so viele Kolleginnen und Kollegin in die schöne Hansestadt lockt. Wenn Sie selbst nicht teilnehmen können, vermitteln Ihnen die in diesem Heft veröffentlichten Abstracts der Poster und Kurzvorträge unserer Tagung einen Eindruck, was zurzeit in der Implantologie im Fokus steht und in welchen Bereichen besonders intensiv geforscht und entwickelt wird.

„Natürlich kostet Qualität, aber fehlende Qualität kostet mehr.“ Dieses Zitat stammt von dem Chemiker Prof. Hans-Jürgen Qadbeck-Seeger. Und was für die Erzeugung chemischer Produkte gilt, gilt auch für die Implantologie. Auch in der Implantologie hat Qualität ihren Preis, aber fehlende Qualität kostet mehr – nämlich das Vertrauen unserer Patientinnen und Patienten, die sich darauf verlassen, dass sie eine gute Versorgung in hoher Qualität erhalten. Darum ist es wichtig, jene Faktoren zu beschreiben, die eine Implantatbehandlung erfolgreich machen und so der Qualitätssicherung dienen.

Wir haben in Hamburg das Thema Implantologie aus diesem Grund mit vielen Disziplinen vernetzt. Denn dies entspricht der gelebten Praxis in unserem Alltag. Die moderne Implantologie ist ein Querschnittfach, sie ist Schnittstelle der verschiedensten Herausforderungen und Expertisen. Diese Beziehungen präsentieren wir, wissenschaftlich untermauert, bei unserem 30. Kongress. Im Mittelpunkt stehen die Erfolgsfaktoren in der Implantologie. Und zu einem Erfolgsfaktor wird nur, was sich auf dem Prüfstand der Wissenschaft und in der Praxis bewährt – und uns bei der Lösung von Herausforderungen hilft.

Der Erfolg einer Implantattherapie wird dabei nicht nur von den Methoden und Produkten bestimmt, die wir anwenden. Die individuellen (zahn-)medizinischen Gegebenheiten unserer Patienten sind mindestens so bedeutend, oft sogar noch wichtiger. Darum wird die enge Verbindung der Implantologie mit anderen medizinischen Fachrichtungen auch bei diesem Kongress eine Rolle spielen. Denn das Prinzip „one fits all“ war in der Implantologie noch nie richtig. Die Qualität in der Implantologie zu sichern bedeutet nicht, die „eine beste Methode“ und das „eine beste Implantat“ zu definieren, sondern die beste Methode und die geeignete Versorgung für einen individuellen Menschen zu finden.

Dafür benötigen wir nicht nur ein breites Spektrum von Methoden, sondern auch einen Korridor in diesem Spektrum, in dem wir uns sicher bewegen können. Diesen Korridor wollen wir bei unserem 30. Kongress in Hamburg beschreiben.

Besonders freut mich das große Interesse der jüngeren Kolleginnen und Kollegen an unserem Fach. Für sie sind Implantate heute eine selbstverständliche Versorgungsform, die viele von Beginn an in ihr Praxiskonzept integrieren. Aus diesem Grund ist die DGI auch eine besonders junge Gesellschaft, der Großteil unserer neuen Mitglieder gehört der Generation 30-Plus an.

Dem tragen wir mit unserem Kongressprogramm Rechnung: Die Nachwuchsorganisation Nexte Generation der DGI bringt sich wieder intensiv ein bei den Tischdemonstrationen und mit einem eigenen Forum. Außerdem zeichnet sie verantwortlich für den Festabend. Mein Dank gilt auch unseren beiden Landesverbänden Norddeutschland und Niedersachsen, die ein eigenes Forum gestaltet haben.

Angesichts der Fortschritte in der Implantologie und komplexer werdender Eingriffe ist die Teamfortbildung erklärtes Ziel der DGI und daher auch stets in der Struktur der Tagung abgebildet: Wissenschaftler und Praktiker, Zahnärzte, Oral- und MKG-Chirurgen, Zahntechniker und Assistenzkräfte finden „ihre“ sowie gemeinsame Themen.

Ich wünsche Ihnen – auch im Namen des gesamten Vorstands – eine stressarme Advents- und eine schöne Weihnachtszeit.

Ihr

Priv.-Doz. Dr. Gerhard Iglhaut

Kongress- und Pastpräsident der DGI


(Stand: 14.12.2016)

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