Esthetics in Dentistry

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In ihrem Buch vereinen Devorah Schwartz-Arad und ihre Co-Autorinnen verschiedene zahnmedizinische Fachdisziplinen mit dem Ziel, ein Lehrbuch über Ästhetik in der modernen Zahnheilkunde zu erschaffen. In über 800 Illustrationen, zahlreichen Texten und Beschreibungen erklären sie verschiedenste Methoden anhand von Fallbeispielen im Bereich der konservierenden Zahnheilkunde, Prothetik, aber auch der Kieferorthopädie und Chirurgie. Dabei handelt es sich bewusst bei den 17 international renommierten Autoren ausschließlich um Frauen, mit der aktiven Intention der Frauenförderung.

In 4 Abschnitten mit insgesamt 15 Kapiteln erläutern die oben erwähnten Autoren „ihre“ Ästhetik in Ansatz, Durchführung und Ergebnis anhand von Patientenbeispielen, oft in Kooperation mit Fachrichtungen wie der Chirurgie oder der Kieferorthopädie. Diesen fachlichen Aspekten geht jedem Kapitel ein kurzer Abschnitt mit einer Vorstellung der Autorin, einer Kurzbiographie, der persönlichen Einstellung, sowie persönlichen weiteren Entwicklungswünsche in der dentalen Ästhetik voraus.

Im ersten Abschnitt des Buches konzentriert sich der Fokus auf die Ästhetik des Lächelns. Bereits hier werden synoptische Behandlungskonzepte mit Kieferorthopädie und Chirurgie vorgestellt. Daran schließt sich der zweite Abschnitt über Ästhetik bei Erwachsenen an, bei welchem das Augenmerk auf die Wiederherstellung bzw. Rekonstruktion vorbehandelter Zähne im Erwachsenenalter gelegt wird.

Der dritte Abschnitt widmet sich den verwendeten Materialien im Bereich Zahnersatz mit Fokus auf dentale Keramiken und deren Verarbeitung. Mit einem Abschnitt über operative Möglichkeiten und Epithetik zur Ästhetik-Optimierung, z.B. nach Trauma- oder Tumortherapie, schließt dieses Buch ab.

Das sicherlich bisher einzigartige Buch bietet durch die Zusammenarbeit seiner 17 Autorinnen einen umfangreichen Überblick über verschiedenste internationale Behandlungsmöglichkeiten der modernen, ästhetischen Zahnheilkunde mit dem Ziel, die Rolle der weiblichen Ärzteschaft in der Zahnmedizin hervorzuheben und für Anerkennung zu sorgen.

In Summe zeigen die Fälle, dass Zahnmediziner(innen) auf der ganzen Welt mit den selben Problemen zur Wiederherstellung der dentalen Ästhetik zu kämpfen haben.

Soweit zum Aufbau und zur Intention.

Was negativ auffällt, ist die im Buch uneinheitliche und zum Teil schlechte Fotoqualität. Auf zahlreichen Bildern zur „dentalen Ästhetik“ sind mehr Lippen und Nasen zu sehen als Zähne und Zahnfleischrand. Einige Beiträge einzelner Autorinnen ragen allerdings qualitativ deutlich aus der Masse hervor. Dies sind aber zu wenig Fälle, um eine allgemeine Empfehlung für das Buch abgeben zu können.

Viele Einzelarbeiten erschrecken, z.B. durch massive Überversorgungen beispielsweise in der Implantologie, andere, z.B. viele Frontzahn-Komposit-Versorgungen, sind nicht unbedingt das, was man als ästhetische Highlights aus anderen Bücher kennt.

Somit kann man das Buch zumindest dahingehend empfehlen, es in Ruhe durchzublättern, sich entspannt zurückzulehnen und mit gutem Gefühl sagen zu können: „Das meiste kann ich selbst besser“!


(Stand: 15.10.2016)

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