Veganes Curriculum

Nähen trainieren ohne Schweinekiefer

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Schlüsselwörter: CurriculumsImplantologie Dr. Dr. Anette Strunz Gemüse nähen Socket preservation

Gudrun Gurke, Tonja Tomate, Audrey Aubergine – drei ungewöhnliche Patientinnen erwarteten Mitte September die Teilnehmerinnen und Teilnehmer im zweiten Modul des Curriculums Implantologie in Berlin. Beim Thema „Socket preservation“ geht es in diesem Modul auch um Nahttechniken. Für den Hands-on-Teil des Moduls hatte sich die Referentin Dr. Dr. Anette Strunz etwas Ungewöhnliches einfallen lassen: Bei den Nähübungen ersetzte Gemüse die sonst üblichen Schweinekiefer.


Ob dies problemlos möglich ist, überprüfte Dr. Strunz zunächst bei Testläufen in ihrer Praxis. Resultat: „Die dünne Haut der Tomate ist geeignet, feine Nähte zu üben“, schmunzelt die MKG-Chirurgin. „Natürlich lässt sich die Tomatenhaut nicht mit Zahnfleisch vergleichen, aber man lernt, einen Knoten sehr vorsichtig zu machen, damit die Haut nicht reißt.“ Die Haut der Aubergine eignet sich sehr gut für eine submuköse Präparation. „Man kann sehr gut mit dem Skalpell unter der Haut entlang schneiden und so einen Lappen präparieren“, sagt Dr. Strunz. Einziger Nachteil der Aubergine: Auf ihrer dunkelvioletten Haut ist das Nahtmaterial nur schwer zu erkennen. Bei der Gurke wurden etwas Schale und darunter liegendes Gewebe ausgestanzt. So lässt sich üben, wie eine überkreuzte Matratzennaht gelingt.


Bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern kamen diese ungewöhnlichen „Patientinnen“ gut an. „Alle haben sehr konzentriert mitgemacht und auch mitgelacht“, sagt Dr. Strunz. Jeder hatte jeweils einen eigenen Gemüseteller mit Serviette und Materialien vor sich. Nur die erforderlichen Instrumente mussten mitgebracht werden.


Am Ende des Kurses hatte Gudrun Gurke eine überkreuzte Matratzennaht, Tonja Tomate trug eine Einzelknopfnaht, und die kapriziöse Audrey Aubergine war mit Doppel- bzw. Kreuznähten mit PTFE- Faden verarztet worden.


(Stand: 22.11.2022)

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