Gesellschaft

Hier finden Sie alle Hinweise zu den Fortbildungskursen, Mitteilungen der Gesellschaften, Diskussionen, Tagungskalender- und Berichte, thematisch und chronologisch sortiert.

JAHRGANG: 2018 | 2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 | 2009
SORTIEREN NACH: DATUM | TITEL

DGI NACHRICHTEN
Ausgabe: 01/2018
Weiterbildung für die Assistenz

Im April 2018 startet bundesweit das neue zertifizierte Curriculum Zahnmedizinische Fachassistenz Implantologie & Implantatprothetik (ZMFI) der Deutschen Gesellschaft für Implantologie (DGI) e.V. Es vermittelt in fünf Wochenend-Seminaren Wissen und Kompetenz für das Team. Vorbild ist das erfolgreiche Curriculum des DGI-Landesverbandes Bayern.

Implantologie und Implantatprothetik gehören zu den besonders anspruchsvollen Bereichen der Zahnmedizin. Patientinnen und Patienten erwarten vorhersehbare Therapieergebnisse, schonende Eingriffe und gelungene ästhetische und funktionelle Versorgungen. Dies erfordert nicht nur Kompetenz und Expertise der Ärztin oder des Arztes, sondern auch Wissen und Knowhow eines professionell agierenden Teams.

Die Assistenz – und damit die ganze Praxis – profitieren von einer strukturierten Weiterbildung auf dem Gebiet der Implantologie. Diesem Ausbildungskonzept ist die Deutsche Gesellschaft für Implantologie verpflichtet. „Wir bieten nicht nur Zahnärztinnen und Zahnärzten ein umfangreiches zertifiziertes und strukturiertes Fortbildungsprogramm an, sondern haben Angebote für alle Berufsgruppen, die in der Implantologie tätig sind“, erklärt der DGI-Fortbildungsreferent Prof. Dr. Florian Beuer, MME, Berlin. Im April 2018 startet bundesweit das aktualisierte Curriculum „Zahnmedizinische Fachassistenz Implantologie & Implantatprothetik“, das auf dem erfolgreichen Curriculum des bayerischen Landesverbandes der DGI beruht. Es richtet sich an zahnmedizinisches Fachpersonal mit mindestens einem Jahr Berufserfahrung.

In fünf Modulen zum Erfolg. Kompetente Referentinnen und Referenten vermitteln in kompakter Form das erforderliche Wissen für die Implantologie – von der OPVorbereitung über verschiedene Implantatsysteme und Implantatprothetik bis zur Nachsorge. Themen sind auch die Kommunikation mit Patienten, die Prophylaxe und das Notfallmanagement. Zwei Module führen zum Fachkundenachweis für die Sterilgutassistenz.

Kompetenz gibt Praxiserfolg. „Gut ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind nicht nur sicherer bei der Arbeit, sondern haben daran auch mehr Freude. Kompetenz gibt Selbstvertrauen und Zufriedenheit“, betont Professor Beuer. „Eine kompetente Assistenz trägt dazu bei, dass Risiken vermindert, Fehler vermieden und die Abläufe professioneller und nicht zuletzt auch wirtschaftlicher gestaltet werden können. Dies sichert in der Summe letztendlich einen langfristigen Praxiserfolg.“

Barbara Ritzert, Pöcking

 

Das maßgeschneiderte Angebot für Teamkompetenz

MODUL 1
Einführung in die Implantologie & Operationsvorbereitung
Referenten: Prof. Dr. Kai-Hendrik Bormann, Dr. Christian Felix, Renate Eisenheim,

MODUL 2
Sterilgutassistenz Teil 1
Referenten: Eva-Maria Wollmarker, Christiane Wollmarker, Hagen Leibbrand

MODUL 3
Implantatsysteme und Implantatprothetik
Referent: Priv.-Doz. Dr. Dietmar Weng

MODUL 4
Grundlagen der Kommunikation und Motivation, Prophylaxe Notfallmanagement und Ersthelfer Einweisung
Referenten: Annette Schmidt, Christian Prezioso

MODUL 5
Sterilgutassistenz Teil 2
Referenten: Eva-Maria Wollmarker, Christiane Wollmarker, Hagen Leibbrand

 

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Ausgabe: 01/2018
Mehr Freiheit bedeutet mehr Verantwortung

Sie haben für das Kongress-Motto eine Frage gewählt: Implantologie für Alle? Welche Antworten wird es darauf beim Kongress geben?

Wir erleben gerade in der Implantologie einen Wandel: Erkrankungen oder andere Therapien, bei denen wir noch vor wenigen Jahren von Implantaten zumeist abrieten, sind heute keine absoluten Kontraindikationen mehr. Das ist die gute Nachricht. Doch angesichts der Fortschritte in der Medizin werden wir zunehmend Menschen behandeln, bei denen Risikofaktoren beachtet und abgewogen werden müssen. Dies betrifft etwa ein Drittel der Patienten, bei denen implantatgetragener Zahnersatz prinzipiell möglich wäre. Wir müssen darum die Implantattherapie personalisieren und sie an die individuellen gesundheitlichen Gegebenheiten eines Patienten anpassen.

 

Wie schlägt sich das konkret im Programm nieder?

Im Programm haben wir natürlich die klassischen Themen unseres Faches abgebildet, wobei kompromittierte Patienten und Risikopatienten im Fokus stehen. Darüber hinaus werden wir das Thema Ästhetik aufgreifen, mit Hinblick auf Patienten die aufgrund der Sichtbarkeit ihrer Restauration eine ganz besondere Zuwendung benötigen. Ein weiterer Schwerpunkt ist das Thema Alterszahnheilkunde. Es steht unter den Schlagworten „zahnlos – Demenz – Heim“. Es geht hier nicht um die krankheitsbedingten, sondern die altersbedingten Veränderungen.

 

Gibt es in der Implantologie überhaupt noch harte Kontraindikationen?

Es gibt immer wieder Fälle, bei denen man von einer Implantation abraten muss. Wenn beispielsweise eine Antiresorptiva-assoziierte Kiefernekrose ausgeheilt ist und danach eine Indikation bestünde, würde man sicherlich nicht dort implantieren, wo die Kiefernekrose stattgefunden hat. Wir müssen in solchen Fällen mehr nachdenken. Wir können nicht mehr Freiheit haben ohne mehr Verantwortung auf uns zu nehmen.

Bei einem schlecht eingestellten Diabetiker kann eine Nachfrage beim Internisten hilfreich sein. Wenn dieser erklärt, dass die Werte schlecht sind, weil der Patient sich an keine Therapieempfehlungen hält, dann ist diese Aussage für eine Implantattherapie eine schwerwiegende Indikationseinschränkung.

 

Bei diesem Kongress geht es nicht nur um Implantologie, sondern auch um Kunst. Was ist da geplant?

Wir haben einen besonderen Vortrag eingeplant, gehalten von Professor Schmelzeisen aus Freiburg mit dem Titel „Krieg – Implantat – Kunst“. Professor Schmelzeisen ist neben seiner Tätigkeit als Lehrstuhlinhaber, MKG-Chirurg und Implantologe nämlich auch ein Künstler. Dies hat mich bewogen, ihn in dieser Doppelfunktion – als Arzt und als Künstler – mit einzubinden und seine Luxart, seine Lichtkunst, im Rahmen des Kongresses zu präsentieren. Professor Schmelzeisen schafft es natürlich auf eine ganz ungewöhnliche Weise Medizin mit Kunst zu verbinden.

 

Der Kongress findet im neuen Kongresszentrum in Wiesbaden statt. Was ist daran besonders?

Unser Kongress wird der erste im neuen großen Kongresszentrum in Wiesbaden sein, das an derselben Stelle steht wie das alte, in bester Innenstadtlage im Herzen der Stadt. Dennoch ist es vom Flughafen Frankfurt aus nicht weiter entfernt als die Frankfurter Innenstadt und es liegt fußläufig entfernt vom Wiesbadener Hauptbahnhof. Wer mit dem Auto kommt, findet unter dem Kongresszentrum eine Tiefgarage mit 800 Plätzen. Mit seinem modernen Design und den technischen Möglichkeiten, bietet das Zentrum alles, was wir brauchen.

 

Warum sollte man diesen Kongress nicht versäumen?

Natürlich gibt es bei jedem Kongress Neuigkeiten, neue wissenschaftliche Erkenntnisse, neue Leitlinien, neue Handlungsempfehlungen. Aber die geballte Vielfalt an Neuerungen, die wir selbst als wissenschaftliche Hinterlegung erarbeitet haben sowie die Neuigkeiten, die es durch die zunehmend intensiver werdende Vernetztheit unseres Fachs mit anderen Fächern gibt, ist sicherlich eine gute Motivation, nach Wiesbaden zu kommen.

Das Interview führte Barbara Ritzert, Pöcking

 

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Ausgabe: 01/2018
Auf dem Weg zur personalisierten Implantologie

In der Zahnmedizin ist ein Paradigmenwechsel im Gange: Es gibt für Implantate kaum noch absolute Kontraindikationen. Darum fragt der 32. Kongress der DGI: „Implantologie für Alle?“ Doch so einfach ist es nicht. Zahnärzte müssen sich auf mehr Risikopatienten einstellen. „Wir brauchen darum eine personalisierte Implantologie, eine Behandlung, die an die individuellen gesundheitlichen Gegebenheiten eines Patienten angepasst ist,“ sagt Kongresspräsident Prof. Dr. Dr. Knut A. Grötz, Wiesbaden.

Implantologie für alle? Diese Frage im Motto des 32. Kongresses der DGI provoziert. Und das soll sie auch. Prof. Dr. Dr. Knut A. Grötz, Wiesbaden, Präsident des 32. Kongresses der DGI, will so einerseits die Diskussion über implantologische Indikationen und Kontraindikationen befeuern. Andererseits verrät der zweite Satz des Mottos, dass es inzwischen schon eine Antwort auf diese Frage gibt, die Stoff für intensive Diskussionen liefern wird: personalisierte Implantologie. Damit ist ein Begriff, der in anderen Bereichen der Medizin schon lange den Diskurs und neue Konzepte prägt, in der Zahnheilkunde angekommen.

Mehr Patienten. In der Zahnmedizin vollzieht sich ein Wandel: Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder Osteoporose, bei denen Zahnärzte noch vor wenigen Jahren von Implantaten generell abrieten, sind heute keine absoluten Kontraindikationen mehr. Tabu sind Implantate auch nicht mehr für Patienten, die mit bestimmten Arzneimitteln behandelt werden – dazu gehören etwa Medikamente, die das Immunsystem unterdrücken (Cortison und andere Immunsuppressiva), Substanzen, die den Knochenstoffwechsel beeinflussen (Antiresorptiva) sowie Arzneien, welche die Neubildung von Blutgefäßen hemmen (Angiogenesehemmer). Damit wächst die Zahl von Patientinnen und Patienten, die von einer Implantatbehandlung profitieren können.

Mehr Risikopatienten. Allerdings sorgen der demographische Wandel und komplexe medizinische Therapien dafür, dass ein Drittel der Patientinnen und Patienten, bei denen implantatgetragener Zahnersatz prinzipiell möglich wäre, Risikopatienten sein werden. „Die absoluten Kontraindikationen haben wir zwar nicht mehr, doch angesichts der Fortschritte in der Medizin, werden wir zunehmend Menschen behandeln, bei denen verschiedene Risikofaktoren beachtet und abgewogen werden müssen“, betont Professor Grötz.

Studien belegen mittlerweile, dass Diabetes kein unabhängiger Risikofaktor ist, der als einzelne Einflussgröße mit großer Wahrscheinlichkeit zu Komplikationen bei einer Implantatbehandlung führt. Bei einem gut eingestellten Diabetes-Patienten, der seine Erkrankung unter Kontrolle hat und auf eine gute Mundhygiene achtet, spricht nach Meinung der Experten nichts gegen Zahnimplantate. Allerdings sind ausgeprägte Entzündungsprozesse oder die Auswirkungen eines metabolischen Syndroms auf die Blutgefäße bei Diabetikern relevante Risikofaktoren. „Hier sind durchaus noch Fragen offen, denen in der Forschung weiter nachgegangen werden muss“, betont Professor Grötz.

In der modernen Krebsbehandlung kommt eine Vielzahl von Medikamenten zum Einsatz, deren Wirkungen und/oder Nebenwirkungen in die Entscheidung für oder gegen eine Implantattherapie einfließen müssen. Entzündungen der Mundschleimhaut gehören beispielsweise zu den quälenden und schmerzhaften Nebenwirkungen einer onkologischen Therapie. „Eine solche Schleimhaut verträgt keine Prothese“, sagt Professor Grötz. „In solchen Fällen kann implantatgetragener Zahnersatz durchaus eine Alternative sein.“ Dies gilt auch für Patientinnen und Patienten, die mit sogenannten Bisphosphonaten behandelt werden. Diese Substanzen hemmen zwar den Abbau von Knochengewebe, vermindern aber auch dessen Umbaurate sowie die Neubildung von Knochen. Zum Einsatz kommen sie etwa in der Therapie der Osteoporose, aber auch bei Krebspatienten, bei denen Metastasen Knochengewebe zerstören.

Während oder nach einer Bisphosphonat-Behandlung können in seltenen Fällen Nekrosen des Kieferknochens auftreten, die schwer zu behandeln sind. Dosis und Dauer der Bisphosphonat-Therapie, die Applikationsform (intravenös oder Tabletten) sowie das jeweilige Medikament beeinflussen das Osteonekrose-Risiko. Doch auch noch andere Faktoren spielen eine Rolle, etwa eine Entzündung des Zahnbetts (Parodontitis), Druckstellen von Prothesen sowie zahnärztliche oder kieferchirurgische Eingriffe. Darum muss im Einzelfall das Risiko einer Osteonekrose gegen den Nutzen einer Implantattherapie sehr genau abgewogen werden. Zwar muss sich das Knochen- und Weichgewebe nach dem Eingriff regenerieren, doch die Therapie kann Druckstellen durch Prothesen vermeiden und den Erhalt der verbliebenen Zähne unterstützen. Der sogenannte „Laufzettel Bisphosphonate“, der schon seit einigen Jahren zur Verfügung steht, ermöglicht es dem Zahnarzt, das individuelle Risiko eines Patienten abzuschätzen.

Die Mundgesundheitsampel. Wie ausgeprägt der Einfluss von Medikamenten auf die Mundgesundheit und auf eine Implantattherapie ist, hängt auch von der Zusammensetzung der Mundflora ab. Bei einer physiologischen Keimbesiedlung springt die „Mundgesundheits-Ampel“ von grün auf gelb, wenn Patienten etwa mit Immunsuppressiva behandelt werden. Orange wird die Ampel, wenn beispielsweise Bisphosphonate hinzukommen und sie wird rot bei einem dritten Risikofaktor. Wenn die Mundflora bereits pathologische Keime enthält, steht die Ampel schon auf gelb und es genügen bereits zwei Medikamente, damit das rote Warnlicht leuchtet. Auf orange steht die Ampel, wenn Patienten an einer oralen Infektion, etwa an einer Parodontitis oder Periimplantitis leiden.

„Wir stehen vor der Herausforderung, auch gesundheitliche Faktoren im Hintergrund zu beachten, wenn wir eine personalisierte Implantologie betreiben wollen. Das wird den ohnehin schon bestehenden Trend verstärken, dass Medizin und Zahnmedizin enger miteinander verwoben werden“, sagt Professor Grötz.

Mehr Implantologie hat Konsequenzen für die Fortbildung. Damit ist der wissenschaftlich-medizinische Rahmen für den 32. Kongress der DGI abgesteckt. Doch das Motto hat auch noch einen zweiten Aspekt: Die Frage „Implantologie für Alle?“ zielt auch in Richtung Zahnärzte: Welche Eingriffe kann der Generalist leisten und ab wann sind Spezialisten gefordert? Die Personalisierung der Implantologie hat damit auch Konsequenzen für die Fortbildung, die den steigenden Anforderungen Rechnung tragen muss.

Barbara Ritzert, Pöcking

Ansichten aus dem 3D-Modell von N.O.ME Medienproduktion GmbH im Auftrag der Rhein-Main-Hallen GmbH.

 

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Ausgabe: 01/2018
Update: Digitale Implantologie; Periimplantäre Infektionen

Digitale Implantologie

9. Juni, Würzburg

Moderation: Prof. Dr. Florian Beuer, MME, Berlin; PD Dr. Jan-Frederik Güth, München

09:00 Dreidimensionale Bildgebung – Chancen und Risiken; Dr. Dr. Dennis Rottke, M.Sc., Freiburg

09:45 Intraoralscan und digitaler Workflow;
PD Dr. Jan-Frederik Güth, München

11:00 CAD/CAM-Fertigung – was rechnet sich?
ZTM Clemens Schwerin, München

11:45 Digitale Aspekte der Funktionslehre in der
Implantologie; Prof. Dr. Marc Schmitter, Würzburg

12:30 Mittagspause und Besuch der Industrieausstellung

13:15 Digitale Implantationsplanung: etwas für den
Zahnarzt? Dr. Sonia Mansour, M.Sc., Berlin

14:00 Digitale Implantationsplanung – Sicht des Zahntechnikers; ZTM Hans-Jürgen Stecher, Niedergeltingen

15:15 3D-Druck: Systeme – Technologien – Materialien;
ZTM Johannes Trimpl, Übersee

16:00 CAD/CAM-gefertigte Restaurationen – wo stehen wir? Prof. Dr. Florian Beuer, MME, Berlin

 

Periimplantäre Infektionen

29. September, Frankfurt

Moderation: Prof. Dr. mult. Robert Sader, Frankfurt

09:15 Update on the Epidemiologie, Etiology, Riskfactors, Pathogenesis of Peri-implant Diseases Prof. Dr. Tord Berglundh, Göteborg

11:00 Nichtchirurgische Therapie der periimplantären
Mukositis und Periimplantitis; Prof. Dr. Giovanni Salvi, Bern

11:45 Chirurgische Therapie der Periimplantitis;
Prof. Dr. Frank Schwarz, Frankfurt

12:30 Diskussion und Fazit für die Praxis

14:00 –16:00 Workshops der Sponsoren
• Leitliniengerechte Prävention und Therapie der
Periimplantitis und implantatprothetische Rehabilitation ausgedehnter Defekte nach Explantation mittels
individualisiertem CAD-CAM-Mesh (Geistlich),
Dr. Dr. Eik Schiegnitz, Mainz
• Up-Date Pulver-Wasserstrahlgeräte und
Pulver-Einsatz in der Erhaltungstherapie (EMS),
Dr. Klaus-Dieter Bastendorf, Eislingen
• Periimplantitis vermeiden – geht das überhaupt? (Straumann), Dr. Kai Fischer, Witten-Herdecke

 

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Ausgabe: 01/2018
Herzlich Willkommen

A–C

Thamer Aal, Wipperfürth

Tamara Adams, Jüterbog

Dr. Mohammed Ahmed, Kiel

Dr. Abdullah Alchekh Souliman, Bielefeld

Phillip Altholz, Thaleischweiler

Jasmin Al-Zuebi, Reinheim

Timo Arokiasamy, Hannover

Samer Askif, Berlin

Obada Barry, Frankfurt

Deniz Cam, Berlin

Krzysztof Chmiel, Würzburg

 

D–F

Henri Diederich, Luxembourg/L

Svetoslav Dobrev, Moers

Ayten El-Essawi, Wolfenbüttel

Dr. Birgit Enders-Hofmann, Bad Elster

Hatice Eren, Düsseldorf

Dr. Svenja Falkenstein, Aachen

Jasmin Festor, Iserlohn

Johannes Benjamin Fischer, Gailingen

 

G

Alexander Georgitsis, Hamburg

Lukas Getzin, Kiel

Dr. Wahid Ghannam, Bremen

Dr. Stefan Gonschior, Bremen

Dr. Jonas Grohmann, Pfedelbach

Dr. Maximilian Grosse, München

 

H–J

Ines Haase, Riesa

Dr. Andreas Hardt, Regen

Dr. Thomas Harre, Stephanskirchen

Barbara Heinrich, Karlsruhe

Dr. Carena Henning, Würzburg

Dr. Bettina Herold, Nürnberg

Felix Hesse, M.Sc., Hannover

Florian Heuser, Bergisch Gladbach

Dr. Annika Jerg, Düsseldorf

Marina Jurt, Singen

 

K

Dr. Aron Kaikow, Regensburg

Dr. Nikolas Katzendobler, München

Dr. Frederic Kauffmann, Würzburg

Derya Kavakli, Bietigheim-Bissingen

Dr. Markus B. Keiner, Andernach

Dr. Sooji Kim, Frankfurt

Joannis Kiriazis, Waging

Daniel Klein, Füssen

Sandra Klipp, Göttingen

Mauritz Niklas Knuffmann, Krefeld

Dr. Andreas Koch, Witzenhausen

Michaela Könemann, Bünde

Dr. Eugenie König, Frankfurt

Dr. Isabell Konopka, Müllheim

Dr. Florian Kraus, Sulzbach-Rosenberg

Dr. Ralf Kriegel, Daun

PD Dr. Stephanie Krifka, Regensburg

Dr. Elke Kröger, Osnabrück

Tamer Kurum, Würzburg

 

L

Alicja Lackorzynska, Szczecin/PL

Jong Hun Lee, Schwalmtal

Dr. Dr. Steffen Löser, Wesel

Dr. Dr. Adam Ludwig, Viersen

Dr. Martin Lulei, Manching

 

M

Manuel Rodolfo Martinez, Overath

Michael Mathieu, Homburg

Artjom Meier, Birkenfeld

Stefan Metje, Hamburg

Dr. Dr. Joachim Meurer, Vechta

Stefan Mielcarek, Viechtach

 

O–P

Dr. Ana-Emilia Ogodescu, Timi, Soara/RO

Philipp Olschowsky, Grebenstein

Dr. Daniel Ospina-Klinck, Hamburg

Ioannis Papadimitriou, Düsseldorf

Dr. Thorsten Peschel, Husum

Olaf Peters, Wuppertal

Richarda Peters, Bad Schmiedeberg

Dr. Simon Puschnig, Niederwaldkirchen/A

 

R

Dr. Christian Räder, Wuppertal

Stefan Räder, MOM, Wuppertal

Ovidiu-Mihai Rogia, Heidenheim

Dr. Gerhard Rohn, Düsseldorf

Dr. Dr. Sebastian Rolfes, Langenhagen

Björn Roos, Koblenz

Dr. Katarina Rosic, Offenburg

 

S

Jobran Schären, Bern/CH

Reiner Schmid, Würzburg

Constanz Schönberg, Berlin

Dr. Esther Schütz, Gundelsheim

Regina Siber-Hoogeboom, Erlangen

Franziska Simoneit, Schorndorf

Sulaiman Solila, Freiburg

Dr. Elek Somlo, Heidelberg

Felice Spoo, Kiel

Dr. Mareike Steinhäuser, Bischberg

Dr. Henrike Südkamp, München

 

T–V

Dr. Judith Thurn, Bremen

Dr. Katrin Uber-Christensen, Hechingen

Roman Vandré, Berlin

Stephan Voß, Wermelskirchen

 

W

Dr. Christian Wackerl, Dachau

Dr. David Wagner, Überlingen

Dr. Steffen Walker, Blaustein

Lukas Waltenberger, Aachen

ZTM Maurice Wiesmaier, Koblenz

Dr. Patrick Winter, Schorndorf

Dr. Diana Winterhalter, Langen

Anja Wirth, Burghausen

Dr. Katja Wolf, Kiel

Dr. Selda Wolff, Berlin

 

Y–Z

Dr. Oleg Yaroslavskyy, Regensburg

Tareq Yassien, Berlin

Alexander-Nicolai Zeller, Hannover

Dr. Tim Zesewitz, M.Sc., Kenn

Dr. Christina Zühlke, Heidelberg

 

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Ausgabe: 01/2018
Herzlichen Glückwunsch

A

Saeed Abbasi, Augsburg

Dr. Oliver Adolphs, Köln

Michael Ahlgrimm, Krakow

Sebastian Ahnefeld, Esslingen

Mohamed Ali Mohamed Belila, Tanta, Gharhya/ET

Dr. Sven Andrejewski, Lohmar

Dr. Dorothee Arnold, Frohburg

 

B

Dr. Thomas Badziong, Dortmund

Volker Barth, M.Sc, M.Sc., Tuttlingen

Lutz Baumann, Hünfeld

Dr. Mathias Behm, Elmshorn

Jürgen Berchtold, Rosenheim

Markus Besters, Bremen

Dr. Dr. Bernd Biermann, Düsseldorf

Dr. Hartmut Bockmann, Hannover

Dr. Bernhard Borgmeier, Aschaffenburg

Dr. Max Bornebusch, Bayreuth

Birgit Brockers, Karlstein

Dr. Armin Bühler, Geislingen

 

D

Dr. Günter Dautzenberg, M.Sc., M.Sc., Herzogenrath

Henri Diederich, Luxembourg/L

Dr. Joern Diercks, M.Sc., M.Sc., Heikendorf

Dr. Dr. Holger Dietrich, Emden

Dr. Britta Dietz, Dettingen

Jochen Dinkel, M.Sc., Bobenheim-Roxheim

Dr. Martin Draht, M.A., Rösrath

Caroline Drummer, Wiesenthau

 

E

Thomas Ebel, Berlin

Dr. Victor Eberle, M.Sc., M.Sc., Ulm

Dr. Stefan Eiden, Trier

Lale Eimermacher, M.Sc., Bonn

Martin Erve, M.Sc., M.Sc., Schwerte

 

F

Dr. Markus Fandel, Bonn

Dr. Dr. Florian Fialka, Einbeck

Dr. Andreas Fiedler, Berlin

Uwe Fischer, Dortmund

Dr. Ralf Fischer, Gießen

Dr. Amr Taha Ahmed Mohamed Fouda, Mohandseen, Agouza, Giza/ET

Dr. Hans-Werner Fromme, Arnsberg

Dr. Willi-Bernhard Fuchs, Leonberg

Verena Fürst, Trier

 

G

Björn Gaus, Hannover

Dr. PD Daniel Gerritz, M.Sc., Voerde

Christian Klaus Gheorghiu, Wiesbaden

Dr. Hans Jürgen Gollhardt, Berlin

Dr. Andreas Götz, Fürstenfeldbruck

Isabel Grillmeier, Nürnberg

Dr. Heide Grimm-Wiegand, Paderborn

Dr. Dr. Eva-Maria Gropp, Bremen

Dr. Axel Grube, Bielefeld

Dr. Thomas Grundmann, Essen

Sven Grünhagen, Bad Waldsee

Sebastian Gubik, Würzburg

 

H

Dr. Hans-J. Habermehl, Frankfurt/M.

Dr. Dr. Marianne Hagen, Düsseldorf

Dr. Paul Hammans, Mosman NSW 2088/AUS

Dr. Florian Hammer, Gummersbach

Dr. Gabriela Hardt-Neumann, Frankfurt

Dr. Guntram Hattemer, Gau-Algesheim

Dr. Jürgen Haut, Rheda-Wiedenbrück

Matthias Heil, Frankenthal

Dr. Andreas Hein, M.Sc., Hude

Dr. Philipp Heiß, Cham

Anas Hejazi, Hanau

Dr. Henno Herrmann, Aschaffenburg

Dr. Thomas Heubel, Ransbach-Baumbach

Jens Heuer, Quedlinburg

Dr. Jan Hinrichsen, M.Sc., M.Sc., Kiel

Dr. Volker Hinze, Schüttorf

Dr. Gerhard Hobelsberger, Nördlingen

Dr. Wolfgang Hoffmann, Mauer

Dr. Walter Hofmann, Hannover

Christian Georg Hoppe, Springe

Dr. Martin Hübscher, Gütersloh

Dr. Claudia Huy, M.Sc., Ludwigshafen

 

I–J

Dipl.-ZT Olaf van Iperen, Wachtberg

Frederic Jacob, Augsburg

Dr. Dr. Hanns-Klaus Jell, Rosenheim

Prof. Dr. Dr. Sören Jepsen, Bonn

Dr. Christian Juncu, Wolfenbüttel

 

K

Dr. Peter Kaczmarek, Storkow

Dr. Dr. Robert Kah, Koblenz

Dr. Jens Kaltermann, Lüdinghausen

Dr. Dr. Matthias Karallus, Biberach

Dr. Henning Kayser, Seelze

Dr. Markus B. Keiner, Andernach

Dr. Götz Kielwein, Stuttgart

Dr. Sonja Kilian, Welschneudorf

Dr. Richard Klenk, Bad Wünnenberg

Dr. Michael Klewes, M.Sc., Xanten

Marcus A. Knoll, Eriskirch

Katja Kobernuß, Bremen

Steffen Köhler, Berlin

Dr. Murat Kont, Ludwigshafen

Dr. Jörg Korte, Soest

Dr. Alexander Krauße, Köln

Dr. Ralf Kriegel, Daun

M.Sc. Rainer Kropidlowski, Hermeskeil

 

L–O

Dr. Christoph Leibl, Regensburg

ZTM Frank Lohmann, Höxter

Dr. Susanne Lucke, Hamburg

ZTM Hans-Georg Ludwig, Barnstedt

Dr. Sebastian Mantai, Neuwied

Dr. Ralf Masur, Bad Wörishofen

Dr. Peter Meier, Leichlingen

Dr. Marcus Mensing, Wiesenthau

Dr. Jochen Menz, Wildpoldsried

Martin Jens Merz, Steinau an der Straße

Dr. Ingo Moosbauer, Leonding/A

Dr. Dimos Moschos, Pohlheim

Dr. Gerwalt Muhle, M.Sc., M.Sc., M.Sc., Berlin

Dr. Hans-A. Müller, Mainz

Dr. Florian Müller-Stahl, Poing

Thorsten Nassauer, Wiesbaden

Dr. Bernhard Neubauer, Waltershausen

Dr. Karl Neumann, München

Dr. Tilman Offenbächer, Hamburg

 

P

Dr. Nicolae Pampu, M.Sc., Kempten

Erofili Pantazi, Wettingen/Schweiz

Dr. Andreas Passinger, Maintal

Dr. Michael Paul, Landau

Dr. Andreas Penn, Lannach/A

Jens Peters, Wesselburen

Dr. Mathias Plöger, Detmold

Dr. Natalie Theresia Poppe, Würzburg

Dr. Irina Przybille, Stuttgart

 

R

Dr. Thaddäus Rauneker, Ravensburg

Philipp Rechner, Regensburg

Dr. Kirsten Redecker, Langenhagen

Dr. Christopher Rehbehn, Nürnberg

Prof. Dr. Peter A. Reichart, Berlin

Dr. Lena Reichert, München

PD Dr. Dr. Edeltraud Reinhart, Obernburg

Prof. Dr. Lutz Ricken, Bad Wildungen

Dr. Jörn Riegelmann, Springe

Dr. Dr. Dieter Rinkens, München

Dr. Theo Römer, Oststeinbek

 

S

Volkan Safaltin, Berlin

Andrey Samsonov, Wuppertal

Teresa Maria Schaad, Würzburg

Dr. Norbert Schäfer, Haibach

Dr. Michael Schlagbauer, Würzburg

Dr. Alexander Schlaupe, Schwanstetten

Dr. Irene Schmidt, Freising

Mathias Schmidt, Bonn

Dr. Ursula Schmitt, M.Sc., M.Sc., M.Sc., Fürth

Dr. Burghard Schräjahr, Berlin

Dr. Tanja Schreiner, Hamburg

Dr. Wolf-Georg Schulz, Germering

Dr. Klaus Schwickerath, Köln

Dr. Tobias-Christian Seiß, M.Sc., Neu-Ulm

Dr. Bernd Seligmann, Hamburg

Dipl.-Stom. Petra-Maria Sassnitz, Sieg

Carsten Sommer, Esslingen

Kay Spannhake, Gütersloh

Dr. Silke Spiller, Ulm

Dr. Birgit Spöhrer, München

Sandra Stadler, Freiburg

Dr. Marko Stanic, Niederkassel

Dr. Stefan Steckeler, Heidenheim

Dr. Anke Stegherr, M.Sc., Albstadt

Dr. Kristin Stegner, Augsburg

Dr. Marco Stehl, Dresden

Dr. Udo Steinheisser, Darmstadt

Herbert Stephani, Payerne

Mischa Steude, M.Sc., M.Sc., Berlin

Thomas-J. Stolzenburg, Travemünde

Dr. Axel Straube, M.Sc., Abensberg

MU Dr. Jan Streblov, Praha 7/CZ

Dr. Stefan Stroka, Münsing

 

T–V

Dr. Florian Teuffel, Sauerlach

ZTM Kathrin Tholen, Cottbus

Dr. Nadine Thoß, Kiefersfelden

Angela Tiedke, Berlin

Dr. Ivan Tresnak, Sand in Taufers/I

Dr. Markus Trockels, Unna

Dr. Stefan Ulrici, Leipzig

Dr. Dusan Vasiljevic, Friedeburg

 

W

Dr. H. E. Christoph von Wenz zu Niederlahnsetin, Neunburg vorm Wald

Dr. Bruno Wagner, Braunschweig

Dr. Johannes Walter, Trier

Dr. Michael Wehr, Hannover

Dr. Kirsten Weiberg, Schwerte

Dr. Theresia Weiler, Wolfenbüttel

Dr. Alois Weindler, Donaustauf

Christian Weis, Rendsburg

Dr. Peter Wellenberg, Dortmund

Dr. Dr. Joachim Welters, Gießen

Dr. M.Sc., M.Sc. Rainer Wickel, Netphen

Univ.-Prof. Dr. Jürgen Willer, Krems/A

Nicolas Witt, Aachen

Dr. med. Eva Wostratzky-Braun, Leipzig

Dr. Dominikus Wunderer, Fischach

 

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Ausgabe: 01/2018
DGI inside

Mitgliederentwicklung, Ausbildung, Fortbildung, Internationalisierung, Leitlinien. Die DGI ist eine Gesellschaft, die sich dynamisch entwickelt und international stark vernetzt ist. DGI-Schriftleiter Prof. Dr. Dr. Bilal Al-Nawas, Mainz, konnte daher bei der Mitgliederversammlung der DGI im Rahmen des 31. Kongresses auch für 2017 wieder steigende Mitgliederzahlen vermelden: 8411 Zahnärztinnen und Zahnärzte engagieren sich inzwischen in der Gesellschaft, der größten Europas und der zweitgrößten weltweit. Die DGI ist auch eine junge Gesellschaft, die 35- bis 59-Jährigen sind die größte Gruppe. Die Mehrzahl der Mitglieder (81 %) ist männlich, doch bei den Neumitgliedern wächst der Anteil der Frauen deutlich und liegt inzwischen bei 32 Prozent. Die zehn Landesverbände der DGI und 64 regionale Qualitätszirkel sind die Repräsentanten der Gesellschaft „vor Ort“.

International ist die DGI inzwischen mit über zehn Schwestergesellschaften durch Kooperationen verbunden. Die engen Verbindungen bestehen nicht nur mit europäischen Gesellschaften, sondern reichen bis in den fernen Osten nach China. In China und schon länger Ägypten laufen beispielsweise die Curricula der DGI. Mit der japanischen Schwestergesellschaft (JSOI) gibt die DGI ein open-access-Journal heraus. Das International Journal of Implant Dentistry verzeichnet inzwischen einen Impact-Faktor von 2.

Die Fortbildung ist das Herz der DGI. Das Curriculum Implantologie mit seinen zwei Abschlussmöglichkeiten (Nummer zwei ist die Implantatprothetik) ist nach wie vor der Goldstandard und läuft seit mehr als 20 Jahren. Rund 5000 Zahnärztinnen und Zahnärzte haben es absolviert, berichtete DGI-Fortbildungsreferent Prof. Dr. Florian Beuer MME, Berlin. Im Jahr 2017 liefen neun Kursserien. Das e-Learning-Programm der DGI, die e.Academy, ist fest integriert. Da das Durchschnittsalter der Teilnehmer sinkt, hat die DGI ein Mentorenkonzept aufgesetzt, das die Teilnehmer unterstützt. Ausgebaut wurde das Angebot an Einzelkursen im Continuum für 2018: Hier stehen 16 Kurse auf dem Programm, von denen 12 neue Themen aufgreifen. Hinzu kommen Sonderkurse und das neue Format DGI special, bei dem ein vielschichtiges Thema kompakt an einem Tag präsentiert wird.

Ein Curriculum für die Zahnmedizinische Fachassistenz aus Bayern war das Vorbild für ein Angebot, das die DGI ab 2018 bundesweit anbietet. Die Kursserien starten mit 5 Modulen im Norden und Süden der Republik und ergänzen das Curriculum in Bayern. Ebenfalls laufen die Vorbereitungen für ein Curriculum Implantatprothetik für die Zahntechnik, dass die DGI gemeinsam mit der Fachgesellschaft für Zahntechnik auf den Weg bringen wird.

Positiv ist die Entwicklung auch bei den Masterstudiengängen. Bei dem nationalen Studiengang Orale Implantologie und Parodontologie startete im Januar eine ausgebuchte Kursserie. Mit der Universität Frankfurt besteht eine Kooperation bei einem englischsprachigen internationalen Studiengang Oral Implantology. Weitergehen wird 2018 auch die Leitlinienarbeit der DGI. Hier sind mehrere Leitlinien geplant.

Barbara Ritzert, Pöcking

 

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Ausgabe: 01/2018
Neues Wissen für die Praxis

Der 31. Kongress der DGI stand unter dem Motto: Resultate und Konsequenzen. In mehr als 100 Beiträgen präsentierten Experten neue Forschungsergebnisse und beleuchteten deren Auswirkungen auf die tägliche ärztliche Praxis. Kongresspräsident PD Dr. Gerhard M. Iglhaut, Memmingen, konnte rund 2000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus über 25 Ländern begrüßen.

„Es ist das erklärte Ziel der DGI, Qualität und Sicherheit in der Implantologie kontinuierlich zu erhöhen, und viele Studien belegen, dass wir diesbezüglich auf einem sehr guten Weg sind“, erklärte Kongresspräsident PD Dr. Gerhard Iglhaut bei der traditionellen Pressekonferenz im Rahmen des 31. Kongresses. Der Erfolg einer Implantattherapie werde von vielen Faktoren beeinflusst: dem jeweiligen Konzept, den Materialien, den individuellen Bedingungen eines Patienten und von der Expertise des Arztes oder der Ärztin. „Die spezifischen Bedingungen eines Patienten können wir oft gar nicht oder nur schwer beeinflussen“, betonte Iglhaut. „Doch wir können dafür sorgen, dass wir unseren Patienten die jeweils individuell beste Therapie anbieten.“

Verschiedene Methoden und Materialien, neue Konzepte und Verfahren können Zahnärztinnen und Zahnärzte dabei unterstützen. Das wissenschaftliche Fundament der Implantologie ist kräftig, und es gibt viele Strategien und Konzepte für eine erfolgreiche Behandlung. Präsentiert wurden diese auf dem 31. Kongress der DGI von mehr als 60 Referenten aus neun Ländern. Das Spektrum reichte von der Diagnostik über die Planung und Chirurgie bis hin zur Prothetik.

Klasse vor Masse. „Doch es kommt nicht nur auf die wachsende Zahl neuer Möglichkeiten und neuer Erkenntnisse an, sondern vor allem auf deren Qualität“, sagte Iglhaut. „Diese lässt sich daran ablesen, ob sich aus den neuen Erkenntnissen relevante Konsequenzen für die tägliche Praxis ableiten lassen.“ Dafür waren bei diesem Kongress zum ersten Mal die Moderatoren der einzelnen Sitzungen verantwortlich. Ihre Aufgabe war es, am Ende der Sitzungen gemeinsam mit den Referenten jene „Take-Home-Messages“ zu formulieren, die für die Praxis wichtig sind.

Internationales Forum. Besonders stolz war der Kongresspräsident auf das internationale Forum des Kongresses, das am Freitagvormittag von sieben renommierten Koryphäen des Fachs bestritten wurde. An diesem lässt sich auch ablesen, auf welchen Gebieten derzeit besonders intensiv geforscht wird. Die „Dauerbrennerthemen“ Parodontitis und das „Management der Extraktionsalveole“ gehörten dazu ebenso wie die „Zahnmedizin in der alternden Gesellschaft“.

Zu den Themen, die verstärkt oder wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt werden, gehört beispielsweise der Einsatz von Wachstumsfaktoren zur Regeneration von Hart- und Weichgewebe. „Das Weichgewebe wird als Thema größer“, betonte Iglhaut.

Darum plant die DGI 2018 auch eine Leitlinie zum Thema Weichgewebemanagement. „Inzwischen gibt es Konzepte und Methoden, die das körpereigene (autologe) Bindegewebetransplantat in der Zukunft ersetzen könnten“, sagt Iglhaut. Insuffizientes Gewebe kann mittels Expander und xenogenen Transplantatmaterial qualitativ und quantitativ so verbessert werden, dass Komplikationen bei der Heilung nachfolgender augmentativer Maßnahmen vermieden werden. Dies sei vor allem im ästhetischen Bereich wichtig, erklärte Iglhaut. Auch bei der Knochenregeneration spielen Wachstumsfaktoren eine Rolle, die beispielsweise zusammen mit Knochenersatzmaterial in den Knochendefekt eingebracht werden.

Die neue Sicht auf die Periimplantitis. Die Resultate aktueller Studien und eines internationalen Workshops vermitteln nicht nur eine neue Sicht auf die Periimplantitis und auf deren Prävention, Diagnostik und Therapie. Sie setzen auch einen – zumindest vorläufigen – Schlusspunkt unter eine lange Debatte um Daten und Zahlen. Was ist eine Periimplantitis? Das steht seit Anfang November 2017 fest. Bei einem internationalen Workshop in Chicago definierten die Experten, unter ihnen DGI-Präsident Prof. Dr. Frank Schwarz, Frankfurt, dass es sich „um einen pathologischen Prozess in den Geweben um Zahnimplantate handelt, geprägt von einer Entzündung des Weichgewebes und fortschreitendem Knochenabbau“.

Knochenabbau entscheidend. Der Knochenabbau grenzt die Periimplantitis von einer Mukositis ab, bei der das Gewebe zwar blutet, sich aber kein Verlust des marginalen Knochens zeigt. Einigkeit besteht unter den Experten inzwischen auch, dass bei der zahnärztlichen Untersuchung die Sondierung erforderlich ist, um eine Entzündung zu diagnostizieren.

Zu Ende geht auch die langjährige Diskussion, wie häufig diese Entzündung überhaupt auftritt. „Die unterschiedlichen Daten hatten mit den jeweils verwendeten Schwellenwerten für den Knochenverlust zu tun“, erklärte Dr. Jan Derks von der Universität Göteborg, Schweden. „Wir brauchen solche Schwellenwerte jedoch nur zu Forschungszwecken, klinisch ist ein solcher Wert von geringer Bedeutung.“ Das Fazit des Experten: „Notiert der Kliniker Entzündungszeichen und stellt darüber hinaus Knochenverlust fest, sollte die Diagnose ‚Periimplantitis‘ lauten, doch das Entscheidende ist letztlich die adäquate Therapie.“

Jan Derks und seine schwedischen Kollegen hatten bereits 2016 eine Studie mit mehr als 500 Patientinnen und Patienten publiziert, die in Fachkreisen für Aufsehen sorgte. Die Implantatpatienten der Studie waren nach dem Zufallsprinzip aus einem großen Datenregister ausgewählt und neun Jahre nach der Implantatbehandlung erneut untersucht worden. Das Ergebnis: Bei 23 Prozent der Patienten war das periimplantäre Gewebe gesund, und knapp ein Drittel (32 %) hatten eine Schleimhautentzündung ohne Knochenverlust (Mukositis). Bei 45 Prozent wurden Entzündungszeichen und Knochenverlust von mehr als einem halben Millimeter notiert – Diagnose: Periimplantitis. Bei 14,5 Prozent der Patienten stellten die Wissenschaftler eine mittelschwere bis schwere Periimplantitis fest, definiert als Weichgewebeentzündung und Knochenverlust von mehr als zwei Millimetern.

Die Forscher stellten bei ihren Untersuchungen auch fest, dass die ersten Anzeichen einer Periimplantitis bei der Mehrzahl der betroffenen Patienten schon in den ersten zwei bis drei Jahren nach der Therapie auftraten.

Parodontitis: ein eindeutiger Risikofaktor der Periimplantitis. Professor Frank Schwarz und Dr. Jan Derks gehören auch zu einem Autorenteam, das mögliche Risikofaktoren einer Periimplantitis untersucht hat. Wie sie in einer demnächst erscheinenden Ausgabe des Journal of Periodontology schreiben, gibt es Hinweise, dass eine der Implantattherapie vorausgegangene Parodontitis ein starker Risikofaktor ist. Auch eine schlechte Mundhygiene und das Fehlen einer regelmäßigen Nachsorge sind Risikofaktoren. Widersprüchlich ist die Datenlage zur Frage, ob Rauchen oder Diabetes Risikofaktoren sind.

Sicher ist also, dass eine gute Mundhygiene und regelmäßige Kontrolluntersuchungen einer Periimplantitis vorbeugen können. „Ein Zahnimplantat muss mindestens so gut gepflegt werden wie die natürlichen Zähne“, erklärt Professor Schwarz, „und bei den ersten Anzeichen einer Schleimhautentzündung muss die Behandlung einsetzen, da die Mukositis gut behandelbar ist.“ Die schwedischen Experten empfehlen ähnlich wie ihre deutschen Kollegen eine individuell gesteuerte Prophylaxe. Derks: „Bei manchen Patienten ist einmal im Jahr ausreichend, manche Risikopatienten haben bis zu vier Termine im Jahr für die Kontrolle.“

Therapie: Verschiedene Konzepte werden erprobt. Ist der Kieferknochen erst einmal betroffen, sind die nicht chirurgischen Möglichkeiten der Therapie oft begrenzt. Darin sind sich die Experten einig. Noch keinen Konsens gibt es indes über die Form der chirurgischen Behandlung. Bei dieser verfolgen die führenden europäischen Zentren teilweise unterschiedliche Konzepte. Auf diesem Gebiet wird die Diskussion also noch eine Zeit lang weitergehen.

Keramikimplantate. Weiße Zahnimplantate aus Zirkoniumdioxid stoßen bei Patientinnen und Patienten zunehmend auf Interesse. Die Finanzexperten der Schweizer Privatbank Vontobel haben berechnet, wie sich der Markt der Keramikimplantate bis zum Jahr 2025 voraussichtlich entwickeln wird: Der Marktanteil werde von unter einem Prozent im Jahr 2016 auf knapp neun Prozent nach 2025 steigen. „Die Entwicklung bei den Keramikimplantaten schreitet voran, und die Patienten fragen auch danach“, sagte Prof. Dr. Kai-Hendrik Bormann, Hamburg. Allerdings warnte der Experte vor einem Glaubenskrieg „Keramik gegen Titan“. Vielmehr müsse die Frage lauten, ob für einen individuellen Patienten Keramik eine sinnvolle Alternative oder manchmal vielleicht auch die bessere Alternative ist.

Mittlerweile sind hierzulande 15 verschiedene keramische Implantatsysteme auf dem Markt – und die Zahl wächst. Waren die ersten Keramikimplantate nur einteilig, gibt es inzwischen auch zweiteilige Keramikimplantate, die sich in klinischen Untersuchungen allerdings noch bewähren müssen.

Hervorragende Gewebeverträglichkeit. Studien bescheinigen Keramikimplantaten generell eine hervorragende Gewebeverträglichkeit und Ästhetik und eine vergleichbar gute Osseointegration wie bei Titanimplantaten. Professor Bormann: „Die Datenlage in den Untersuchungen zur Osseointegration ist gut, aber zum klinischen Erfolg sehr heterogen.“ Die Ursache dafür seien, so der Experte, gravierende Unterschiede im Herstellungsprozess und in der Oberflächenbehandlung der Implantate. In-vitro-Studien zeigen, dass die Plaqueanlagerung an Keramikimplantaten geringer ist als an Titanimplantaten. Gleichwohl stehen auch bei diesem Thema klinische Daten aus.

Kritischer Review. In einem kritischen Review-Artikel, der demnächst in einer Fachzeitschrift erscheint, bezeichnen die Autoren Implantate aus Zirkoniumdioxid als „erfolgversprechende Alternative“ zu Titan, fordern aber Langzeitstudien und vergleichende klinische Untersuchungen, um den Nachweis zu erbringen, dass der Werkstoff tatsächlich hält, was er bislang verspricht.

Professor Bormann merkte ebenfalls kritisch an, dass es bei der Herstellung der Keramikimplantate in der Industrie noch keine vergleichbaren Standards und große Unterschiede in der Qualitätssicherung und in der wissenschaftlichen Dokumentation gibt. Zusammen mit Kollegen in München und Stuttgart ist Professor Bormann an einer prospektiven Studie mit 41 Patientinnen und Patienten beteiligt, bei denen eine Einzelzahnlücke mit einteiligen Keramikimplantaten versorgt worden war. Die bislang vorliegenden klinischen Ergebnisse bestätigen die positiven In-vitro-Daten.

Weichgewebe: Ein Implantat ist anspruchsvoller als ein natürlicher Zahn. Dies gilt sowohl für die Pflege als auch für Menge und Qualität des umgebenden Gewebes. Muss vor oder während einer Implantation Kieferknochen aufgebaut werden, steht eine Vielzahl von Ersatzmaterialien zur Verfügung: autogene, allogene, xenogene sowie synthetische Materialien. „Biologie und Geometrie des Knochendefekts bestimmen die Materialauswahl“, erläuterte Prof. Dr. Dr. Henning Schliephake, Göttingen. Ein Wissenschaftlerteam um Schliephake hat die klinische Wirksamkeit verschiedener Materialien zur Augmentation des Alveolarkamms in einem systematischen Literatur-Review bewertet. In seinem Vortrag brachte Professor Schliephake die Ergebnisse des Reviews sowie anderer aktueller Veröffentlichungen so auf den Punkt:

  • Bei vestibulären Dehiszenzdefekten – innerhalb der Knochenkontur – kann eine Defektfüllung von etwa 80 Prozent erwartet werden, unabhängig vom eingesetzten Augmentationsmaterial.
  • Bei lateralen/vertikalen Defekten (außerhalb der Knochenkontur) kann bei der Verwendung von partikulärem Material eine durchschnittliche Augmentationshöhe und -breite von ca. 3,5 Millimetern mit akzeptabler Stabilität erwartet werden.
  • Der Einsatz von starren Titangittern ermöglicht eine Verbesserung der vertikalen Augmentationsdimension. Für einen signifikant größeren Höhengewinn werden extraorale Knochentransplantate erforderlich.
  • Die Zugabe von Thrombozytenpräparaten (PRF) kann die Weichgewebeheilung über den Augmentationen unterstützen und dadurch indirekt den Erfolg von Augmentationen fördern. Eine direkte Verbesserung der Knochenregeneration erscheint zweifelhaft.
     

Implantate brauchen mehr. Während die Experten ziemlich genau angeben können, wie viel Knochen um ein Implantat herum verfügbar sein muss – mindestens ein Millimeter vestibulär, im ästhetischen Bereich sogar zwei bis drei Millimeter –, fehlen die eindeutigen Antworten auf dieFrage, wie viel Weichgewebe um ein Implantat herum für Ästhetik und Funktion vorhanden sein sollte. Wie dick sollte das Weichgewebe sein? Wie viel kerantinisierte Gingiva, wie viel befestigte Gingiva sind nötig? „Auf diese Fragen gibt es noch keine eindeutigen Antworten“, erklärte Prof. Dr. Michael Stimmelmayr, Cham. Einig sind sich die Experten in einem Punkt: Implantate brauchen mehr von allem als ein gesunder Zahn.

Aus Untersuchungen lässt sich beispielsweise ableiten, dass das Weichgewebe über einem Implantat mindestens zwei Millimeter dick sein sollte, um zu verhindern, dass die graue Farbe des Titans durchschimmert. Eine Dicke von zwei bis drei Millimetern reduziert den Knochenabbau.

Laut aktuellen Studien lässt sich das Weichgewebe sowohl durch autologe Bindegewebstransplantate als auch durch Weichgewebeersatz gleichermaßen verdicken und die Höhe der keratinisierten Gingiva vermehren. Doch wie viel ist nötig? Für einen gesunden Zahn reichen nach Lehrmeinung zwei Millimeter keratinisierte Gingiva. Bei einem Implantat halten Experten die doppelte Menge für erforderlich. „Leider gibt es bislang keine wissenschaftlich gesicherte Angabe, wie viel keratinisierte Gingiva letztlich als ausreichend anzusehen ist“, resümierte Prof. Stimmelmayr. Dies gelte auch für die befestigte Gingiva. Zwar benötigen Pfeilerzähne und Implantate ein breites Band an befestigter Gingiva – unklar ist jedoch, wie viel breiter dieses Band sein muss. „Da besteht Forschungsbedarf“, betonte der Experte.

Barbara Ritzert, Pöcking

 

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Ausgabe: 01/2018
ZZI vor Ort

Um in der täglichen Praxis konstant gute ästhetische Endergebnisse zu erreichen, ist ein Behandlungskonzept unabdingbar. Wie sich dieses im Zusammenspiel von Praxis und Labor entwickeln und umsetzen lässt, demonstrierten Dr. Martin Gollner und ZTM Stefan Picha in einem Kurs in Bayreuth, der Ende letzten Jahres erstmals im Continuum angeboten wurde.

Das Ziel der Kooperation von Zahnarzt und Zahntechniker beschrieb Dr Gollner so: es gelte, ein auf den Patienten und dessen Belange abgestimmtes individuelles Behandlungsoptimum zu erreichen. Die Rehabilitation erfordere vom Behandler dabei die Einbeziehung aller zahnmedizinischen Disziplinen: neben der systematischen PA-Therapie gehören dazu die Kieferorthopädie, die Endodontie und die konservierende Zahnheilkunde.

Patienten wünschen sich Stabilität und Langlebigkeit ihres Zahnersatzes, eine unsichtbare Rekonstruktion und vor allem ein harmonisches Lächeln. Um diese Wünsche zu erfüllen, ist es wichtig, das Hart- und Weichgewebe zu beurteilen sowie das Implantatdesign, die Implantatposition und das Material der späteren Restauration festzulegen. Bei komplexen Rekonstruktionen stehen bei den Patienten die Kaufunktion, die Sprache, die Hygienefähigkeit und die Stabilität im Vordergrund. Das Behandlungsteam muss dann den Fokus legen auf ein entsprechendes intraorales Platzangebot sowie auf die Implantatpositionen, die Funktion, die Artikulation, die Lachlinie und die Okklusion.

Wichtig für den langfristigen Erfolg einer Implantatbehandlung sei eine absolut stabile Weichgewebedicke (Emergenzprofil) betonte Dr. Gollner. Bei einem dünnen Biotyp könne daher bereits präimplantologisch eine Weichgewebsverdickung nötig sein. Zur Ausformung des Weichgewebes nach der Implantatfreilegung empfiehlt der Referent okklusal verschraubte individuelle Gingivaformer bzw. okklusal verschraubte Übergangsrestaurationen an. „Hierdurch erhält der Behandler nicht nur wertvolle Informationen über das Kauverhalten, die Okklusionsebene oder den bukkalen Korridor, sondern es bildet sich auch eine stabile Weichgewebsgirlande um den Implantathals aus“, erläuterte Dr. Gollner.

Dieses Emergenzprofil wird vor der definitiven Rekonstruktion mithilfe von individualisierten Abformpfosten direkt in das Labor auf das Meistermodell übertragen. Bei zementierten Versorgungen im Seiten- und Frontzahnbereich bieten sich individualisierte Abutments an. Vor allem im Seitenbereich sind individualisierte Titanabutments, designt nach der späteren Kronenform, eine wertvolle Unterstützung der vollkeramischen Rekonstruktion. „Unter vollkeramischer Versorgung verstehen wir Lithiumdisilikatkronen bzw. zirkonverblendete Kronen“, erklärte Dr. Gollner. Gefräste vollkeramische Kronen seien hingegen kritisch zu betrachten.

Bei der Ausgestaltung des Emergenzprofils hat der Zahntechniker zwei Möglichkeiten: Er kann das Gewebe pushen oder unterstützen. Um einen Druck auf das Gewebe zu erreichen, ist eine okklusal verschraubte Krone zu bevorzugen. Hierbei muss der Zahnarzt sicherstellen, dass ausreichend Weichgewebe zur Verfügung steht und eine optimale Implantatachse das Verschrauben zulässt.

Themen im Kurs waren auch die digitalen Schnittstellen und deren Stärken und noch vorhandene Schwächen – von der 3D-Planung der Implantatpositionierung mit entsprechender Bohrschablone über die digitale Abformung bis zu CAD/CAM- designten Provisorien und digitalen Abutments.

„Bei komplexen Rekonstruktionen helfen okklusal verschraubte Langzeitprovisorien sowohl dem Arzt als auch dem Patienten, die spätere Rekonstruktion kennenzulernen“, betonten die Referenten. Die Übergangsrestauration liefert dem Behandlungsteam wertvolle Informationen etwa über die Stellung der Zähne, die Lippenunterstützung, die Sprache. Der Patient kann sich in dieser Phase an die neue Kausituation gewöhnen und die Okklusion testen. Nach einer Tragezeit von drei bis sechs Monaten werden in der Bayreuther Praxis die Langzeitprovisorien entnommen und auf das Meistermodell montiert, um die eindeutige Funktion des Patienten in die definitive Versorgung zu übernehmen. Sämtliche Wünsche und Änderungen des Patienten können dabei jederzeit übernommen werden.

Praktische Übungen rundeten den Kurs ab: Mithilfe von Röntgenbildern, Studienmodellen und intraoralen Fotos konnten die Teilnehmer des Kurses interaktiv einen Patientenfall selber planen, der im Kurs diskutiert und bewertet wurde. Auch die entsprechende Endversorgung durch das Referententeam wurde diskutiert.

Redaktion ZZI

 

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Ausgabe: 01/2018
Kurz gemeldet

Neuer Partner. Die Spanische Gesellschaft für Parodontologie und Osseointegration (SEPA) ist seit dem 31. Kongress der DGI über einen Kooperationsvertrag mit der DGI verbunden. SEPA-Präsident Dr. Adrián Guerrero war mit einer Delegation nach Düsseldorf zur Vertragsunterzeichnung gekommen. Mit 4800 Mitgliedern gehört die SEPA zu den größten zahnmedizinischen Fachgesellschaften auf der iberischen Halbinsel. Mit der DGI verbindet die SEPA das Engagement für die Mundgesundheit mit einem Schwerpunkt auf dem Gebiet der Implantologie und eine intensive Fortbildungsarbeit.

DGI-Curriculum international. Das zertifizierte Curriculum Implantologie der DGI stößt schon seit vielen Jahren international auf großes Interesse. Offenkundig sind solche Fortbildungsangebote in anderen Ländern Mangelware bzw. nicht existent. Darum wünschen sich immer wieder Schwestergesellschaften in anderen Ländern, mit denen die DGI über Kooperationsverträge verbunden ist, auf diesem Gebiet Unterstützung. Einige Fachgesellschaften – Beispiel Tschechien – haben ein eigenes Curriculum nach dem Vorbild des DGI-Curriculums aufgebaut. „Dieses läuft sehr gut“, weiß DGI-Pastpräsident Priv.-Doz. Dr. Gerhard Iglhaut, Memmingen, der im Vorstand als „Außenminister“ die internationalen Kontakte hält. Mit Partnern in Ägypten hat die DGI ebenfalls schon vor einigen Jahren ein Curriculum auf den Weg gebracht. Einige Absolventen dieses Curriculums haben ihre Prüfung im Rahmen des 31. Kongresses der DGI in Düsseldorf abgelegt. Erstmals waren auch Curriculums-Teilnehmer aus China angereist, um in Düsseldorf ihre Urkunde nach erfolgreicher Prüfung entgegenzunehmen.

Wechsel von DGI-Präsident Prof. Dr. Frank Schwarz an die Universitätsklinik Frankfurt. Seit Anfang Februar ist DGI-Präsident Prof. Dr. Frank Schwarz neuer Leiter der Poliklinik für Zahnärztliche Chirurgie und Implantologie am Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (Carolinum) der Johann-Wolfgang-Goethe Universität Frankfurt. „Das Carolinum ist ein international renommierter Standort mit einer hervorragenden Infrastruktur und einer etablierten interdisziplinären Zusammenarbeit", erklärt Schwarz. Für den begeisterten Wissenschaftler auf dem Gebiet der translationalen biomedizinischen Forschung ist dies ein ideales Umfeld. Professor Schwarz gehört international zu den führenden Experten auf dem Gebiet periimplantärer Infektionen. Für seine Forschungsarbeiten wurde er bereits mehrfach ausgezeichnet: 2007 mit dem André Schröder Forschungspreis und 2012 mit dem Miller Forschungspreis. Im Mai 2017 folgte der renommierte Jan Lindhe Award, der „Nobelpreis der Implantologie“, der von der Sahlgrenska Academy der Universität Göteborg und der Skandinavischen Gesellschaft für Parodontologie vergeben wird.

Barbara Ritzert, Pöcking

 

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