Praxis

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AUS DER PRAXIS FüR DIE PRAXIS
Ausgabe: 02/2013 - B. Siewert - M. Parra
Eine neue Werkstoffklasse in der Zahnmedizin

Polyetheretherketon (PEEK) ist ein seit vielen Jahren in der Industrie sowie der Medizin bewährter thermoplastischer Kunststoff. Der teilkristalline Hochleistungskunststoff weist eine besondere Kombination aus sehr guten mechanischen Eigenschaften, hoher Temperaturbeständigkeit und ausgezeichneter chemischer Beständigkeit auf. Unter anderem diese hervorragenden physikalischen Eigenschaften lassen die Verwendung von PEEK als Gerüstmaterial für prothetische Brückenrestaurationen (bedingt herausnehmbar) im Mund zu. In diesem Artikel werden anhand zweier vergleichbarerer Patientenfälle der labor- und praxistechnische Weg sowie das klinische Verhalten im Patientenmund beschrieben. Dargestellt wird die Herstellung einer rein implantatgetragenen 12-gliedrigen- beziehungsweise einer zahn-implantatgetragenen bedingt herausnehmbaren Brücke.

Zitierweise:

B. Siewert, M. Parra: Eine neue Werkstoffklasse in der Zahnmedizin

PEEK als Gerüstmaterial bei 12-gliedrigen implantatgetragenen Brücken. Z Zahnärztl Implantol 2013;29:148?159

DOI 10.3238/ZZI.2013.0148?0159

Polyether ether ketone (PEEK) is a thermoplastic resin employed in the field of industry and medicine since several years. This semi-crystalline high performance composite offers a unique combination of outstanding physical properties, stability at high temperatures and excellent resistance to chemical damage. These are some of the reasons that allow the use of PEEK as a framework material for removable dental prosthesis in the patient’s mouth. In this article the manufacturing process of these 12-pieces tooth-implant-supported and implant-supported screw retained bridges in the dental laboratory and the dental office as well as the clinical outcome and observation are described through two similar patient cases.

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Ausgabe: 04/2013 - W. Walther - M. Korsch - A. Bartols
Knochenblocktransplantation auf Distanz zum Kieferknochen zur drei- dimensionalen Rekonstruktion bei ausgeprägter lateraler und vertikaler Atrophie

Ziel: Dieser Fallbericht beschreibt das implantologische Vorgehen bei ausgeprägter lateraler und vertikaler Atrophie in einer Schaltlücke des Oberkiefers. Die Indikation zum Einsatz einer speziellen Knochenblocktransplantationstechnik zur dreidimensionalen Rekonstruktion des Kieferknochens wird beschrieben und das operative Vorgehen step-by-step erläutert.

Zusammenfassung: Bei dem hier vorgestellten Fall musste im Jahr 2010 Zahn 26 aufgrund eines Abszesses bei Vorliegen einer vertikalen Wurzelfraktur entfernt werden. Im Jahr 2011 wurde der Kieferkamm durch retromolar entnommene Knochenblocktransplantate rekonstruiert. Die Knochenblocktransplantate wurden oral und vestibulär auf Distanz zum Kieferknochen mit Osteosyntheseschrauben fixiert. Der geschaffene Raum zwischen beiden Blocktransplantaten wurde mit partikuliertem autologen Knochen und Knochenersatzmaterial aufgefüllt. Dreieinhalb Monate nach Augmentation konnten 2 Astra Osseo Speed Implantate inseriert werden.

Zitierweise:

Korsch M, Walther W, Bartols A: Knochenblocktransplantation auf Distanz zum Kieferknochen zur dreidimensionalen Rekonstruktion bei ausgeprägter lateraler und vertikaler Atrophie. Z Zahnärztl Implantol 2013;29:321–329

DOI 10.3238/ZZI.2013.0321–0329

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Ausgabe: 03/2013 - F. M. Maier
Rekonstruktion eines stark atrophierten Oberkiefers mittels umfangreicher Augmentation und Guided Surgery

Bei Patienten mit ausgedehnten Knochendefekten aufgrund einer parodontalen Vorerkrankung bieten umfangreiche Augmentationen mit Sinuslift und Knochenblöcken die Möglichkeit, ein Lager für eine festsitzende Implantatversorgung aufzubauen. Neben der Gewinnung von Knochen aus dem Beckenkamm ist die Augmentation mit allogenem Knochen eine weniger invasive Alternative. Die dreidimensionale Augmentat- und Implantatplanung auf der Basis von DVT-Daten ist bei Gesamtrekonstruktionen eine wichtige Hilfe und ermöglicht neben einem schonenderen Vorgehen vor allem die prothetisch exakte Positionierung der Implantate.

Zitierweise:

Maier FM: Rekonstruktion eines stark atrophierten Oberkiefers mittels umfangreicher Augmentation und Guided Surgery. Z Zahnärztl Implantol 2013;29:230–242

DOI 10.3238/ZZI.2013.0230–0242

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Ausgabe: 03/2013 - D. Pocebutas - O. Yüksel - B. Giesenhagen
Dreidimensionale Alveolarkammaugmentation und gleichzeitige Implantatinsertion mittels autogener Knochenringe

Einleitung: Die erfolgreiche knöcherne Integration und das ästhetische Ergebnis einer Implantatversorgung hängen stark vom Knochen- und Weichgewebsangebot des Implantatlagers ab. Dem Zahnarzt stehen zahlreiche chirurgische Methoden und Augmentationsmaterialien zur Therapie solch komplexer klinischer Situationen zur Verfügung. Trotz der guten klinischen Eigenschaften xenogenen oder synthetisch gewonnenen Knochenersatzes wird autogener Knochen aus oralen Spenderregionen aufgrund seines scheinbar positiven Einflusses auf die Knochenregeneration nach wie vor bevorzugt zur Alveolarkammaugmentation eingesetzt. Allerdings steht Eigenknochen nicht unbegrenzt zur Verfügung und es besteht das Risiko der Spendermorbidität an der Entnahmestelle, die zu einer zusätzlichen Belastung des Patienten führen kann.

Material und Methode: Die Ringpräparation wurde mit genormten Trepanfräsen durchgeführt. Sie erfolgte im ersten Patientenfall aus dem knöchernen Gaumen und im zweiten Patientenfall aus dem interforaminalen Kinnbereich. Die Implantatinsertion (Ankylos, DENTSPLY Implants, Mannheim, Deutschland) wurde in beiden Fällen in der gleichen Sitzung durchgeführt. Ein halbes Jahr nach geschlossener Einheilung wurden die Implantate freigelegt und festsitzend versorgt.

Ergebnisse: Die Knochenringe und die Implantate heilten komplikationslos ein. Während der zweijährigen Nachbeobachtungsdauer waren bei beiden Patienten die Implantate und die prothetischen Rekonstruktionen unverändert in situ. Röntgenologisch waren keine knöchernen Resorptionen im Bereich der Implantatschultern erkennbar.

Schlussfolgerung: Die Knochenringtechnik ermöglicht sowohl die schonende Entnahme ortständigen Knochens als auch die gleichzeitige Durchführung von Augmentation und Implantatinsertion. Da unterschiedliche Spenderregionen im Ober- und Unterkiefer in Betracht gezogen werden können, bietet sie bei Planung und Umsetzung der Therapie ein hohes Maß an Flexibilität. Die Verwendung des standardisierten Trepankernbohrer-Satzes und die Beachtung des festgelegten Protokolls führen zu einer geringen Patientenbelastung und zu guten sowie vorhersehbaren Langzeitergebnissen. Allerdings sind adäquate anatomische Kenntnisse und chirurgische Fähigkeiten mit einem gewissen Maß an implantologisch-chirurgischer Erfahrung die Voraussetzungen für die sichere Anwendung der hier gezeigten Technik.

Zitierweise:

Giesenhagen B, Yüksel O, Pocebutas D: Dreidimensionale Alveolarkammaugmentation und gleichzeitige Implantatinsertion mittels autogener Knochenringe. Z Zahnärztl Implantol 2013;29:244–254

DOI 10.3238/ZZI.2013.0244–0254

Introduction: The successful osseointegration and appealing esthetic results are heavily dependent on the amount of bone and soft tissue available at the implant site. Dentists can employ a range of surgical methods and grafting materials to treat such complex clinical situations. Despite the good clinical properties of xenogenic or synthetic bone substitute materials, using autogenous bone from oral donor sites is preferred when it comes to grafting of the alveolar ridge, as it seems to be conducive to bone regeneration. However, autogenous bone is not available in unlimited quantities and it involves the risk of donor morbidity at the donor site, which can lead to additional stress for patients.

Material and Method: The preparation of the bone rings was performed using standardized trephine drills. The rings were harvested from the hard palate in the case of the first patient and from the interforaminal chin region in the case of the second patient. In both cases, implant placement (Ankylos, DENTSPLY Implants, Mannheim, Germany) was carried out in the same session. After six months of submerged healing, the implants were uncovered and provided with a fixed restoration.

Results: The bone rings and implants healed uneventfully. The implants and prosthetic reconstructions remained in situ unchanged in both patients throughout the follow-up observation period of two years. Radiographically no bone resorption could be detected at implant shoulder level.

Conclusion: The bone ring technique allows both to carefully remove local bone and to graft and place the implant simultaneously. As different donor regions in the maxilla and in the mandible can be taken into consideration, this technique is very flexible in terms of planning and implementation. The use of a standardized set of trephine drills and the observation of the protocol result in reduced stress for patients, and good, predictable long-term results. However, the safe application of the technique laid out here requires adequate knowledge of the anatomy and surgical skills combined with some experience in implantology and surgery.

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BUCHBESPRECHUNG U. -NEUERSCHEINUNG
Ausgabe: 01/2013
Unternehmen Zahnarztpraxis – die Bausteine des Erfolgs Teamführung, Betriebswirtschaft, Marketing, Zeitmanagement, Zukunftstrends

F. Tafuro, N. Franzen, Springer, Heidelberg 2012, ISBN 978–3–642–17169–7, 193 Seiten, 39,95 €

„Der Zahnarzt als Unternehmer“ oder „Die Zuzahlerpraxis“ sind seit einigen Jahren gängige Themen für Fortbildungen, die im Wesentlichen von Agenturen angeboten werden.

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Ausgabe: 01/2013
Innere Medizin für Zahnmediziner

H. Wagner, M. Fischereder (Hrsg.), Thieme Verlag, Stuttgart 2012, ISBN 978–3–13–103482–3, 2., überarb und erw. Aufl., 452 Seiten, 395 Abb., 126 Tab., 59,99 €

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Ausgabe: 01/2013
Kraniomandibuläres und Muskuloskelettales System – Funktionelle Konzepte in der Zahnmedizin, Kieferorthopädie und Manualmedizin

W. Boisserée, W. Schupp, Quintessenz Verlag, Berlin 2012,
ISBN 978–3–86867–110–0, 418 Seiten, 1.415 überwiegend
farbige Abbildungen, 198,00 €

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Ausgabe: 01/2013
Das Kiefergelenk verstehenPhysiologie und Pathologie der Bewegung. Die computergestützte Funktionsanalyse. Eine systematische Arbeitsanleitung.

G. Christiansen, CMD-Compact, Ingolstadt 2012, ISBN 978–3–00–039806–3,
338 Seiten, 580 Abb., 179,00 €

Gerd Christiansen (Abb. 1) hat sich wieder zu Wort gemeldet. Nach seinem von der Zahnärzteschaft sehr wohlwollend aufgenommenen Werk „Nie wieder ’verlorener Biss‘“ (Rezension in Dtsch Zahnärztl Z 2009;64:590) widmet er sich nun seinem Herzensanliegen, den „kleinen und komplexen“ (S. 17) Kiefergelenken. „Wir haben uns Gedanken gemacht“, schreibt er in seinem Vorwort, „sind in die Tiefe gegangen, haben versucht, das [kraniomandibuläre] System nochmal von vorn zu betrachten, fernab bestehender Literatur.“ (S. 9). Letztere Aussage ist – glücklicherweise ? nicht ganz korrekt, führt der Autor zur Untermauerung seiner Sichtweisen doch zahlreiche bekannte Namen an, allen voran Albert Gerber (Zürich, 1907–1990).

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Ausgabe: 01/2013
Farbatlanten der Zahnmedizin 1 – Parodontologie

K. H. Rateitschak, H. F. Wolf, Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2012, 3. Auflage, ISBN 978–3–13–169803–2, 532 Seiten, 1.870 meist farbige Abb, 99,99 €

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Ausgabe: 02/2013 - P. Jöhren
Erfolgsgeheimnis – Praxiskonzept und Patientenberatung in der Zahnarztpraxis

D. Scheffer, Books on Demand, Norderstedt 2012, ISBN 978-3844823707, 144 Seiten, 11 Abb., 29,95 €

Spätestens seit der Verpflichtung nach § 136 a des Sozialgesetzbuches V in der Zahnmedizin sind Zahnärzte gezwungen, ein Qualitätsmanagementsystem aufzubauen. Vertreter anderer Fakultäten aus Betriebswirtschaft, Psychologie eilen zu Hilfe, um die Defizite auszugleichen, die im Studium fraglich nicht gelehrt wurden. Viele Tipps sind hilfreich und konstruktiv. Dennoch ist die Gefahr groß, dass unsere Patienten allzu oft zu Kunden und Zahnärzte zu für sich werbenden Unternehmern mutieren. Seit langem sind die Tendenzen offensichtlich, dass Erfolg nicht mehr nur durch eine gute zahnärztliche Therapie definiert wird. Man muss zur Kenntnis nehmen, dass sich die Zeiten geändert haben und mit ihnen auch die Voraussetzungen und Ansprüche an eine erfolgreiche Praxisführung. Qualitätssicherung, Hygiene und Medizinproduktegesetz rücken mehr und mehr in den Fokus von Zahnmedizin und Medizin.

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